Bergpark Lohberg (Dinslaken)

Da surfe ich letzte Woche durch die neuen Spielorte der Extraschicht 2015 und stolpere u.a. über den Bergpark Lohberg in Dinslaken. Öhm … Lohberg …? War das nicht die Zeche, auf der im letzten Jahr Abbrucharbeiten stattfanden und an der ich noch ein paar Fotos gemacht habe? Richtig, ein Blick in meine elektronische Bilderkiste brachte das hier zum Vorschein.

Zeche Lohberg 2014

Klar, das war der Ort, an dem u.a. ein Förderturm entfernt wurde. Und da findet ein Spielort der Extraschicht statt? Ein bisschen googeln brachte dann tatsächlich die Info, daß mittlerweile ein erster Teil des sogenannten Bergparks für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Gut es dauert halt etwas, bis die Information hier am Niederrhein ankommt ;-). Zugänglich ist auch nur die halbe Wahrheit, denn zum einen haben anscheinend bereits vor der Eröffnung Randalierer erste Schäden am Bergpark angerichtet (wie mich das anwiedert) und zweitens liegen hier und da noch zu pflanzende Bäume und warten auf Eintopfung ;-) und entlang der Wege entstehen z.Zt. noch weitere Möglichkeiten sich sportlich zu ertüchtigen. Daß es an der einen oder anderen Stelle etwas matschig ist, war mehr dem Wetter geschuldet. Bereits jetzt kann man erahnen, was hier einmal entstehen wird oder bereits entstanden ist.

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Erste Bänke säumen den Weg, ein paar Gerätschaften zur sportlichen Betätigung (auf der Bank sitzen und “Fahrradfahren” ist geil oder am Rad drehen ;-) ) und ein kleiner See sind nicht zu verfehlen. Drei farblich gestaltete überdachte Stege ragen ins Wasser und Treppenstufen mit Sitzgelegenheiten führen bis hinunter ans Gewässer. Zur Zeit sind noch eine Reihe Bauzäune aufgestellt, einige davon geöffnet, wobei man nicht so genau erkennen kann, ob gewollt oder weil wieder jemand einen Teil von ihnen ins Wasser befördert hat.

Bergpark

Im hinteren Bereich finden sich verschiedene Spielmöglichkeiten sowie Spielplätze für Kinder und dazwischen künstliche Hügel, davon einer mit einem nachgestellten Bodenquerschnitt, der die Erdschichten bis hin zur Kohle symbolisieren soll. Ein paar Relikte aus der Zechenzeit findet man natürlich auch. Wenn ich mir das Bild auf der letzten Seite dieses Dokuments ansehe, dürfte auch der Zugang zur angrenzenden Halde irgendwann gegeben sein. Ich las sogar etwas von einem (Aussichts-?)Turm. Rund um den Hauptförderturm waren die Arbeiten noch in vollem Gange. Mal sehen, was sich hier bis zum Sommer bzw. bis zur Extraschicht noch so entwickelt. Falls ihr mal selber gucken möchtet, mit Dinslaken, Hünxer Str. 375 kommt man im Navigationsgerät ziemlich genau dorthin.

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Ach ja ganz vorne an der Straße entdeckte ich auf dem Rückweg zum Auto dann noch die Frontseite von einer Art Kiosk, der bei näherer Betrachtung mehr wie eine Kulisse aus einer Fernsehserie wirkt. Wie ich zufällig erfuhr, soll es sich wohl tatsächlich um die Originalfront eines kleinen Hauses/Kioskes handeln, die man an dieser Stelle erhalten wollte (Kunstprojekt?). Dank des Materials (100% Holz) erschien mir das Ergebnis allerdings etwas zweifelhaft und von hinten sah die Fassade auch tatsächlich mehr wie eine aufgestellte Filmkulisse aus. Da hätte es mir besser gefallen, wenn man das eine oder andere Gebäude oder ein paar Eisenbahnschienen auf dem Zechengelände zurückbehalten hätte. Fotos wie immer bei Flickr und bei Google+.

Krupp Park und weitere herbstliche Ziele

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Habt ihr die letzten fast sommerlichen Wochenenden genießen können? Als ich am Sonntag früh aufwachte pochte es schon in meinem Kopf, aber bei dem angekündigt schönen Wetter mußte ich einfach raus. Dummerweise hatten sich das, aus unerfindlichen Gründen, auch 1 Mio. andere gedacht :-o . Außerdem trug die frische Luft auch nicht unbedingt dazu bei, die Kopfschmerzen zu vertreiben und Tabletten hatte ich keine mitgenommen. Aber was soll’s ich hatte mir vorgenommen mal den Krupp Park in Essen in Augenschein zu nehmen. Also eine der umliegenden Straßen ins Navi eingegeben und los.

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Unweit der ehemaligen Zeche Amalie erstrecken sich kleine Berge und ein See, ein Kinderspielplatz, ein Bolzplatz und verschiedene Aussichtshügel. Für mich als ortsfremden war es trotz Navi gar nicht so einfach den Park zu finden. Obwohl ich keine 200 Meter entfernt geparkt hatte, habe ich den Park zuerst mal übersehen. Gut, so habe ich noch ein paar Graffiti entdeckt und bin dann einmal um den sprichwörtlichen Pudding gefahren. Als ich den Park dann gefunden hatte, gab es keine Parkplätze und als ich einen Parkplatz in Augenschein genommen hatte, kam ich fast wieder an der Stelle aus, an der ich gut 10 Minuten vorher losgefahren bin (Pferdebahnstraße/Helenenstraße). Kurz mal laut geflucht, dann das Auto abgestellt und zu Fuß die nächste Treppe hoch.

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Durch die vielen Hügel, der Park ist noch in seiner weiteren Bauphase, kann man spazieren gehen und wird dennoch nicht vom fließenden Verkehr, der am Sonntag sowieso kaum vorhanden war, belästigt. Ein wahres Paradies für Kinder, Skateboarder und Modellschiffer am nahen See. Ja gut, es ist nur ein Park, aber schön anzusehen vor der Kulisse der eingangs erwähnten Zeche Amalie (die übrigens kein Teil des Parks ist, aber in Sichtweite auf der anderen Straßenseite liegt). Der See war an diesem Sonntag von unzähligen Modellbootbegeisterten gesäumt, die dort ihre kleinen Boote fahren ließen. Tanker, Sport- und Segelboote schipperten über das Wasser.

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Da es jetzt kein Café oder ähnliches dort gab, wollte ich noch ein paar Meter weiter an den Baldeneysee. Leider hatte ich auch hier nicht bedacht, daß sich der Rest des Ruhrpotts das gleiche Ziel gesetzt hatte. Der Parkplatz am Regattaturm und das Umfeld drumherum war schon restlos zugeparkt, so daß ich mich zum Bootsanleger nach Heisingen (Lanfermannfähre) aufgemacht habe. Zwar war es auch hier nicht minder voll, aber zumindest bekam ich da noch einen Parkplatz. Irgendwie habe ich es dann also doch noch geschafft, den fast blauen Himmel am Wasser zu genießen. Also habe ich mich auf die Suche nach einer freien Bank gemacht und diese für die nächsten Minuten gegen alle Feinde verteidigt :-) .

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Bevor jetzt die stürmischeren Herbsttage kommen und wir am Sonntag auch wieder die Uhr um eine Stunde zurückstellen, lohnt es sich vielleicht, die an den Tagen davor gemachten herbstlich, sonnigen und perspektivisch ungewöhnliche Fotos aus Duisburg anzusehen. Schaut mal auf die Bildershow. Ich war mal wieder im Angerpark (Tiger & Turtle) und im Landschaftspark Duisburg Nord, der ja bekanntlich immer einen Ausflug wert ist. Letzterer hat jetzt auch einen neuen bequemeren Zugang zum Hochofen 5 bzw. zur ersten Etage des Hochofens. Eine neue Treppe (vom Haupteingang aus gesehen rechts vom Hochofen) lädt zum Aufstieg ein (nach der Treppe mit den blauen Gittern Ausschau halten). Mehr Bilder? Dann klickt auf Flickr oder Google+.

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5 Jahre Touren durchs Ruhrgebiet und Besuch auf Halde Hoheward

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Noch ist 2014 ja nicht rum, aber wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt toure ich bereits seit 5 Jahren mal kreuz und mal quer durchs Ruhrgebiet. Ich weiß noch genau, wie ich 2010 (man erinnere sich, es war das Jahr der Kulturhauptstadt) mit Hilfe von Reiseführern, verschiedenem Prospektmaterial und Google Maps versucht habe herauszufinden, wo die einzelnen Zechen, Häfen, Brücken und Halden lagen und wie man sie am besten erreichen konnte. Das Ruhrgebiet ist ja meine “alte” Heimat, aber als ich 1989 dort weg und an den Niederrhein gezogen bin, gab’s das Meiste noch garnicht (also zumindest nicht öffentlich zugänglich). Ob ich einen Favoriten habe? Schwer zu sagen.

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Nie vorher war ich in Herne oder Recklinghausen, in Gelsenkirchen ja da war ich mal, weil 1997 die Bundesgartenschau auf dem Gelände der Zeche Nordstern stattfand, aber von Zechen und Halden, da kannte ich nichts. Ich erinnere mich noch wie heute an meinen ersten Besuch auf Halde Hoheward. Damals hatte ich herausgefunden, daß es einen Treppenaufstieg mit irgendwas um die 500 Stufen gab (und immer noch gibt). An der Herner Str. 198 in Herten, gleich neben dem Lokal “Zum Handweiser”, habe ich damals meine Tour begonnen. Erst viel später habe ich den doch etwas bequemeren Aufstieg an der Cranger Straße, auf Höhe der ehemaligen Zeche Recklinghausen (II) entdeckt (zu erkennen an der markannten Drachenbrücke).

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Natürlich gibt’s auch noch die Möglichkeit von der Zeche Ewald aufzusteigen, den Weg bin ich aber bisher nur einmal in umgekehrter Richtung korrekt gelaufen, auf dem Hinweg habe ich mich irgendwie verfranst und bin dann quer Feld ein, aber das ist eine andere Geschichte (klickt mal “hier“). Na jedenfalls ist die Halde Hoheward für mich eine der schönsten Halden im Ruhrgebiet und immer wenn sich ein sommerlicher Tag ergibt und ich die Anreise von rd. 65 km bewältigt habe, spaziere ich dort rauf.

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Das Ruhrgebiet liegt einem dort oben zu Füßen und man kann den Alltagsgeräuschen des Straßenverkehrs dort oben entfliehen. Außerdem gibt es fast immer etwas zu sehen. Und wenn gerade mal nicht, dann sitzt man einfach nur da und denkt an die anderen lohnenswerten Ziele. Es ist, wenn man nicht vor Ort wohnt und wöchentlich dort oben ist, immer so ein bisschen wie zurückkommen an einen bekannten Urlaubsort. Und da letzte Woche so ein sonniger Spätsommertag war, bin ich nochmal “zurückgekommen”. Das einzige was mir noch fehlt ist ein Besuch bei Schnee. Mal sehen, vielleicht diesen Winter.

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Also nicht daß ich mir jetzt Schnee wünsche, aber am Tetraeder war ich auch schon mal bei Schnee oder auf der Brücke am Oberhausener Kaisergarten (Slinky Springs to Fame). Klickt dazu mal hier. Momentan bin ich dabei meine vielen 100 Bilder nochmal auf eine zweite Festplatte zu sichern. Man weiß ja nie, sicher ist sicher. Jetzt aber erstmal ein paar Spätsommerbilder von diesem Ausflug bei Google+ bzw. Flickr … und natürlich hier im Blog … (etwas scrollen, da zeitlich vor dem Grugaparkbesuch).

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P.S.: Die Absperrung des Horizontobservatoriums besteht nun schon so lange, daß die Firma “Hundertmark” mittlerweile eigentlich “Fünfzigeuro” heißen müßte (sorry der mußte sein) ;-).

Gourmet Meile Zollverein

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Normalerweise brauche ich ja ein paar Tage nachdem ich irgendwo war, um einen passenden Blogbeitrag draus zu schneidern und der letzte Beitrag zum Thema Rhein-Herne-Kanal ist auch immer noch aktuell, aber da die Gourmet Meile ja nur an diesem Wochenende stattfindet muß ich mich ein bisschen sputen. Im letzten Jahr konnte ich mich nicht so recht entscheiden, aber dieses Jahr habe ich mir bereits im Vorfeld im Netz angesehen, was es so gibt und mich spontan für “Himmel und Ääd vom Restaurant Mintrops Stadt Hotel entschieden. Himmel und Ääd ist gebratene Blutwurst (ich weiß nicht jedermanns Sache :-) ) und dazu gab es karamellisierte Apfelspalten, Kartoffelpüree und Röstzwiebeln.

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Zum Nachtisch habe ich mich für eine Portion Topfenknödel von Nelson Müllers Restaurant Schote entschieden. Zu den Topfenknödeln gab es Zwetschgen, Zimteis und Pistaziencreme. Ja ich weiß, von diesen Gerichten wird man jetzt nicht pappsatt, aber dafür schmeckt es ausgesprochen gut. Beim ersten Essen kauft man für 1,- Euro ein Besteck, das man dann an allen weiteren Ständen wiederverwenden kann. Wenn ihr Lust habt, bis Sonntag geht die Gourmet Meile noch auf Zeche Zollverein in Essen.

P.S.: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, alle Gerichte wurden selbst bezahlt, selbst verzehrt und selbst für äußerst lecker lecker lecker befunden ;-).

Mädchenautos beim Oldtimertreffen

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Arrrrgg … mein Urlaubsende naht und ihr werdet daher wieder etwas verschont mit neuen Blogbeiträgen … obwohl der Sommer ist ja (hoffentlich) noch nicht vorbei, so daß sich noch das eine oder andere ergeben könnte. Gut, wie dem auch sei, nach zwei Monaten Pause, war ich vergangenen Sonntag mal wieder beim Oldtimertreffen an der Kokerei Zollverein in Essen. Da die Autos hier bereits als Oldtimer zählen, wenn sie 30 Jahre (oder älter) sind, kann ich mich mit Fug und Recht auch als Oldtimer bezeichnen. Aber als einer, der noch gut in Schuß ist, gerade erst ärztlich durchgecheckt und mit neuer TÜV Plakette versehen, habe ich noch ein paar Kilometer vor mir ;-) .

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Das war übrigens, wie ich erst nachträglich gelesen habe, ein kleines Zwischenjubiläum, denn es war das 40. Treffen auf dem Gelände der Kokerei Zollverein. Da noch zwei Treffen folgen (7. September, 5. Oktober) und insgesamt 7 Treffen pro Jahr stattfinden (jew. am ersten Sonntag des Monats von April bis September), findet das 50. erst 2016 statt. Erster Sonntag im April versteht sich. Besondere Ausschau halte ich immer nach ausgefallenen Aufklebern oder Aufschriften. Das hier ist übrigens ein Russe (Волга/Wolga) und hatte keine Aufkleber.

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Daß ein älteres Saab Modell “Alter Schwede” auf der Heckklappe stehen hat, kann ich ja noch verstehen, warum allerdings den Scirocco der ersten Baureihe den Schriftzug “Das ist ein Mädchenauto” ziert, kann ich nur raten :-D . Vielleicht ja deshalb, weil es einfach so ist :-) . Ich habe fertig und genug gelabert, ihr könnt jetzt ein paar Bilder gucken, bei Flickr oder Google+ und wer im Bild stehen bleibt (Folgebild) kommt halt mit auf’s Foto .. ätsch.

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Holla die Waldfee (am Baldeneysee)

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Holla die Waldfee, oder die Geschichte vom Sommer, der plötzlich wieder da war. Ich glaube es war im März, als ja eigentlich noch Frühling war, als es kurz mal richtig warm wurde, danach regnerisch und seit gestern ist der Sommer zurückgekehrt. Aber sowas von … 34 Grad, 35 Grad, 36 Grad …. und ja, ich hab’s ganz gerne etwas wärmer und Sonne macht mir auch nichts, solange es nicht die tropische Hitze ist. Aber trotzdem muß ich auf meinen Kopp aufpassen, denn wenn der zu lange in der Sonne brutzelt, brutzelt auch mein Hirn, sprich ich krich Kopfweh :-) . Aber mein Hirn sagt mir auch … Sonne? Du mußt raus. Also Sonnencreme auf die Stellen die freiliegen und ab dafür. Auf ‘ne Halde? Ja habe ich auch schon gebracht, da war ich dann aber morgens um 9.00 Uhr.

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Nein gestern war es schon fast Mittag und ich dachte an den Baldeneysee, dahin kannste ja mal wieder fahren. Nun kenne ich die Regattastrecke ja schon auswendig und die Radfahrer und Rollerskater dort i.d.R. auch. Dieses Mal sollte es eine andere Stelle sein, gleich verbunden mit der Suche nach dem Förderturm der Zeche Carl Funke, dem letzten Überrest der Zeche, den man auch vom Wasser her immer sehen kann. Also Google Maps und mein neues Buch “Auf Zeche” bemüht, um zu gucken wo ich hin muß. Lanfermannfähre, Essen .. mhmm .. bischen versteckt, aber das Navi kennt den Weg. Die Straße ist ziemlich lang und als es langsam enger wird, die letzten Wohnhäuser hinter mir liegen, stelle ich mein Auto am Straßenrand ab und mache mich auf die Suche.

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Und wat soll ich sagen? Ihr müßt wissen, daß um mich herum alles Bäume standen. Ich konnte es also wirklich nicht sehen, aber vom Auto bis zum Fördergerüst der ehemaligen Zeche Carl Funke waren es geschätzte 50 Meter :-) . Ich hatte unmittelbar davor geparkt. Das nennt man wohl Punktlandung. Also ein paar Fotos gemacht und dann entlang des Baldeneysees spaziert. Eine neue Sicht bei schönstem Sonnenwetter. Der Samstag wurde von Radfahrern genauso genutzt wie von einer Truppe junger Frauen. Bauchfrei locker bekleidet, mit Sekfläschchen in der Hand und Musikanlage auf dem Bollerwagen. Schien sowas wie ein Junggesellinnenabschied zu sein und wenn man dann, während man auf der Bank sitzt, locker lässig gedrückt wird weiß man, daß man im Ruhrpott ist ;-) . Wer weiß, wer weiß, vielleicht war das die eingangs erwähnte Waldfee. Ich hätte mir was wünschen sollen :-D .

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Jetzt brauchte ich ‘ne Abkühlung. Auf dem Rückweg habe ich eine abgeflachte Stelle am Ufer gefunden und meine Füße ins kühle Naß gesteckt. Am liebsten wäre ich dort noch länger sitzengeblieben, aber Sonnenbrand auf den Füßen hatte ich auch schon mal und ich sage euch das ist unangenehm. Nach ca. 20 Minuten Füße kühlen bin ich wieder zurück zum Auto und mit Klimaanlage zurück nach Krefeld gezockelt. Der Sommer kann bleiben. Hier geht’s zu den “Ruhr2014″ Alben bei Google+ und Flickr.

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Extraschicht 2014

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Es dürfte gefühlt 7-8 Jahre her sein, daß ich einen TV Bericht über tapfere Menschen im Ruhrgebiet gesehen habe, die bei Regen mit Regencape und Schirm bewaffnet eine ganze Nacht durchs Ruhrgebiet laufen. Damals habe ich auf dem Sofa gesessen und darüber geschmunzelt. Jetzt ein paar Jahre später dürft ihr raten, was ich am Samstag gemacht habe :-) .

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Kunst, Kultur, eine Nacht, 20 Städte, 50 Spielorte und 2000 Künstler starteten am Samstag in eine neue “Nacht der Industriekultur”. Kurz gesagt, es war wieder Zeit für die Extraschicht. Für alle die bisher noch nie bei einer Extraschicht dabei waren sei gesagt, in der Zeit zwischen 18.00 und 2.00 Uhr sind i.d.R. rund 150.000 – 200.000 Kulturliebhaber mit Bus und Bahn durch das Ruhrgebiet unterwegs und genießen Musik, Artistik, Feuerwerk, Theater, Führungen, Mitmachaktionen u.v.m.

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Gleichzeitig hatte dieses Jahr der Landschaftspark Duisburg Nord sein 20 jähriges Jubiläum, also ein weiterer Grund sich auch dort mal umzuschauen. Ehrlich gesagt war ich etwas unentschlossen, ob ich 2014 überhaupt wieder an der Extraschicht teilnehmen soll, denn leider habe ich dieses Jahr keinerlei Unterstützung erfahren dürfen und außerdem verkündete der Wetterbericht wie oben schon beschrieben nichts Gutes. Last but not least muß ich in der Nacht auch wieder zurück nach Krefeld.

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Aber zu Hause hocken? Nö, ist auch Mist. Also habe ich mich entschlossen zunächst dem Landschaftspark in Duisburg einen Besuch abzustatten (noch vor der eigentlichen Extraschicht) und dann ein spielortbezogenes Ticket auf Zeche Zollverein zu erwerben. Für 10,- € gab es keine vollen Busse und Bahnen (mit schon mal sehr engem Körperkontakt :-) ) sondern nur das Gelände auf Zollverein. Dummerweise war das mit der Anreise so eine Sache, weil der Weg von der Autobahn kommend zunächst in einer Reihe von Sackgassen landete und die Parkplätze an Zollverein nur für Besucher mit gesondertem Parkschein zu befahren waren. Mit 30 Minuten Verspätung habe ich es dann doch in einer Nebenstraße geschafft zu parken.

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Auf dem Ehrenhof tummelte sich eine Herde seltsamer Röhren und ein Schäfer, der versuchte diese Röhrenwesen zu bändigen, im “Archiv des Weltensammlers” konnte man unter komische überdimensionale Hüte klettern und bekam in jedem “Hut” eine andere Ausstellungswelt auf ganz kleinem Raum zu sehen. Während gerade noch Klavierklänge des “Klavierzaubers” zu hören waren, lief plötzlich ein Elefant über den Ehrenhof. Zwei Künstler auf Stelzen steckten in “Jumbo” und erweckten die Illusion zum Leben.

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Einige Programmpunkte waren auf Grund des Wetters kurzerhand in die Hallen verlegt worden, so z.B. auch der “Circo Black and White” mit Seiltanz, Musik und Hundedressur, der kurzweilige 20 Minuten bescherrte. Eine Reihe weiterer Programmpunkte, die man zum Teil nur so nebenbei wahrgenommen hat, bespielten weite Teile des Geländes und trotzten zum Teil dem feuchten Wetter. Ganz große Hochachtung z.B. den jungen Künstlern und Straßenmusikern, die auch mal nur vor 5-6 Leuten musizierten.

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Die Museum und Ausstellungen hatten lange Warteschlangen, dafür strickten, pardon häkelten ein paar Leute etwas abseits eine Europakarte und auch im hinteren Teil der Kokerei, wo die RAG seit einiger Zeit ihren Firmensitz hat, stand eine Bühne, die aber am frühen Abend nur eine handvoll Zuschauer im Regen erfreute. Zwischen der Zeche und der Kokerei klaffte, vielleicht wetterbedingt, ein Unterhaltungsloch. Ob später noch mehr Gäste dorthin gefunden haben, kann ich nicht sagen. Zum Wetter paßt zumindest das obige Bild, daß ich am Straßenrand aufgenommen habe :-) . Mein Abend endete mit der Show von “Mister M”, der wieder mal (ich kannte ihn bereits aus dem Vorjahr) mit Geschick und Humor mit Feuerkeulen jonglierte, während er auf einem drei Meter hohen Einrad saß.

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Mehr Bilder bei Flickr und Google+ im Album “Extraschicht” (dort auch Bilder aus den Vorjahren).