Dampf im Kessel und Steampunk

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Ich schulde euch noch einen Bericht vom Dampffestival in Bochum vor 2 Wochen. Er war nicht vergessen, aber der Berlinbeitrag ging in dem Fall vor. Eigentlich sollte es ja Regen geben und beim Dampf Festival war ich auch schon zweimal, was also soll es da neues geben? Aber irgendwie war es dann doch ganz nett am Himmel und so bin ich kurz entschlossen los. Dieses Jahr sollte zusätzlich zu den Dampfmaschinen auch ein Steampunkfestival stattfinden. Ich war neugierig und Asche auf mein Haupt, aber dank euch und der Ausstellung “Jugendliche Subkulturen im Ruhrgebiet” weiß ich seit dem letzten Jahr auch was “Steampunk” ist :-) .

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Da Bochum ein paar Kilometer von mir entfernt ist, habe ich einen Becher Kaffee sowie die Zeitung eingepackt und bin so zeitig los, daß ich staufrei durchkomme und noch einen Stellplatz auf dem kleinen Parkplatz vor der Zeche Hannover bekomme. Die restliche Wartezeit bis zur Eröffnung überbrücke ich … genau mit Kaffee und der Tageszeitung. Kurz nach 10.00 Uhr ging’s dann los, Dampfmaschinen, Holzspalter, Sägemaschinen … für 6,- € Eintritt gab es “40 Dampfmaschinen aus 100 Jahren”. Immer wieder aufs Neue interessant zu sehen, wie Dampfmaschinen über Ketten und Zahnräder gelenkt werden, wie Kohle nachgefüllt wird, so wie früher bei Oma im Kohleofen oder wie eine Dampfmaschine mit kleinem Kran dabei behilflich ist, einen Baumstamm auf die Sägemaschine zu transportieren, die wiederum auch mit Dampf angetrieben wurde.

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Ihr meint vermutlich, das wäre so ein Männerding mit der Dampfmaschine. Stellen wir uns mal ganz dumm … ja das können wir :-). Vermutlich habt ihr Recht, das Ding mit der Dampfmaschine hatte einen Männerüberschuß im Publikum und nur die Dampfmaschinen wären auch nach kurzem durch gewesen. Aber dann ging es zum Vaporium Ruhr, dem Steampunk-Event im Malakowturm der Zeche Hannover. Ich habe ja keine große Ahnung davon, aber die Dinge die dort ausgestellt wurden und zum Teil auch gekauft werden konnten waren einfach Klasse.

Dampf Festival 1

Nachdem Clown Zimbo vor der Zeche die kleinen Besucher begeistert hat wurde es dann interessant, denn auf dem Außengelände startete der Steampunk Tribal Dance mit der Gruppe “Wild Tribe” (ich hoffe ich habe das so richtig geschrieben). Nicht nur die Damen auch die Darbietung war aller Ehren wert und das Publikum bestätigte das auch mit großem Applaus.

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Last but not least gab es dann noch ein Gruppenbild aller Steampunkfans, die bereit waren sich in Gruppe ablichten zu lassen. Leider war der Andrang der Fotografen so groß, daß mir die ca. 2 Min. vorkamen wie 2 Sekunden, also nicht viel Zeit mal kurz auf den Auslöser zu drücken und ein paar Bilder zu machen. Ihr wollt die Fotografen sehen? Während diese nämlich beschäftigt waren, wurden sie selbst (wie man hier sieht) fotografiert :-) .

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P.S.: Bei dem Blick auf’s Impressum der Seite http://www.vaporium-ruhr.de mußte ich doch laut lachen, denn ich war in Bochum, Vaporium Ruhr war in Bochum und wo sitzt der Seitenbetreiber der Seite? Yeah, in Krefeld. Keine 10 Min. von mir, fahre ich auf dem Weg zur Arbeit täglich daran vorbei. So klein ist die Welt :-D . Was ich sonst an Fotos gemacht habe, wie immer bei Google+ oder Flickr.

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P.P.S.: In der Zeche Hannover läuft übrigens bis Mitte Juli auch noch die Ausstellung “Wanderarbeit Mensch – Mobilität – Migration“. Der Eintritt dahin ist wie immer (mit Ausnahme von Festen wie z.B. dem Dampffestival) frei.

Halde Hoheward … der Weg ist das Ziel

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Von der größten Haldenlandschaft und für meine Begriffe der schönsten Halde des Ruhrgebiets, der Halde Hoheward, habe ich an dieser Stelle schon häufiger berichtet. Was also gäbe es neues zu erzählen? Zwei Dinge, erstens, daß ich dieses Mal nicht von der Drachenbrücke sondern von der Zeche Ewald aus hinaufgestiegen bin, und zweitens daß dieses Mal nicht ausschließlich die Halde selbst sondern der Weg das Ziel war. Aber von Anfang. Da gucke ich letztens die WDR Lokalzeit und der Reporter steht vor Schloß „Schießmichtot“ … aber als ich die Bilder sehe, kommt sofort der Wunsch den Namen dieses Schlosses zu erfahren. Ich laufe hektisch auf und ab und dann fällt das Stichwort „Schloß Wittringen“. Wo liegt denn das? Gladbeck? Klingt interessant, gleich mal vorgemerkt für die nächste Tour zur Halde Hoheward.

Ein paar Tage später eine ähnliche Begebenheit mit dem Alten Dorf Westerholt und als ich die drei Punkte Schloß Wittringen, Westerholt und Zeche Ewald mit dem Edding auf meinem Bildschirm verbinde, stelle ich fest, daß der nicht wieder abgeht … ach ne, daß das ein schönes Ausflugsdreieck ergibt. Früher, also so vor mehr als 25 Jahren war die Verbindung der B224 und der A52 ein Geheimtipp, wenn man auf die A43 Richtung Norden wollte. Ich erinnere mich an Sonntagabende auf dem Weg zum Bundeswehrstandort in Oldenburg, als auf dem Teilstück nach 22.00 Uhr keine 10 Autos fuhren. Heute erlebt man allenfalls an Feiertagen wie dem 1. Mai oder Karfreitag, daß man selbst auf der A40 (Ruhrstauweg Nr. 1) um die 100 km/h fahren kann ohne im Stau zu stehen, aber das ist wieder ein anderes Thema.

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Nun fuhr ich also schon x-mal über die B224 und hatte keine Ahnung, daß gleich nebenan das Wasserschloß Wittringen liegt. Ein wunderschönes Ziel, wenn man ein bisschen spazieren gehen und anschließend im Schloß einkehren möchte. Als erstes verlangt der Parkplatz nach Kopfrechnen, denn das Parken kostet 0,05 € pro 6 Min. Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht … ich entscheide mich für 60 Min. und werfe demnach genau 0,50 € in den Automaten. Während ich mir das Schloß von außen anschaue, zieht eine Hochzeitsgesellschaft ins Schloß ein.

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Auf dem kleinen Teich in der Nähe des Schloßes liegen Tretboote vor Anker, eine Ecke weiter an einem weiteren See gibt es einen großen Springbrunnen und einem Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Ich fotografiere schnell noch ein paar ausgefallene Türen, stelle mich kurz einer Gans vor und zack ist die bezahlte Stunde auch schon rum. Gerne wäre ich noch länger geblieben und hätte auch etwas gegessen, aber der geplante Tag war zu voll um zu verweilen.

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Mein nächstes Ziel, die Stadt Westerholt, genauer das Alte Dorf Westerholt, lt. Navigationsgerät und dem Ruhrgebiets Gesetz von 1975 ein Teil von Herten. Alles ganz schön kompliziert. So lotste mich das Navi auch zur gewählten Mühlenkampstraße, welche sich bei Ankunft als Sackgasse herausstellte. Kurz wähnte ich mich falsch, bis ich die Kirche und einen keinen Parkplatz vor mir sah. Der Ortskern von Westerholt hatte es mir angetan und so gab es in der Tat einige schöne, restaurierte Fachwerkhäuser die ebensoviele Fotos wert waren. Das Dorf hatte sich regelrecht fein gemacht, obwohl von seinen Bewohnern nur wenig zu sehen war. Und auch Westerholt hat ein Schloß, das aber gleichzeitig ein Hotel und auch ein Treffpunkt für Golfer ist. Demnach war der dazugehörige Parkplatz gut gefüllt.

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Viele Bewohner des Dorfes hatten sich die Mühe gemacht, Fensterbrett und Vorgärten mit bunten Frühlingsblühern zu schmücken, was fototechnisch ganz gut rüber kam. Das einzige was ich vermisst habe, war ein kleiner Bäcker oder ein Café, ich hätte gerne ein Stück Kuchen, einen Kaffee o.ä. zu mir genommen. Eigentlich schade :-(. Nach einer ersten Runde wurde beim zweiten Rundgang auch mal in die Lücken zw. den Häusern geguckt und manches Dekostück entdeckt, das einem sonst nicht aufgefallen wäre. Schließlich endete der Rundgang wo er begonnen hatte, am kleinen Parkplatz.

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Weiter ging es zur Zeche Ewald. Merker für’s nächste Mal, wenn das Navi sowas wie „In 300 Metern rechts abbiegen“ sagt, nicht direkt abbiegen :-). Egal ich bin trotzdem hingekommen. Dank der RuhrTopCard wollte ich mir im Besucherzentrum der Zeche Ewald die Ausstellung „NEUE HORIZONTE – Auf den Spuren der Zeit“ ansehen. Die Ausstellung wurde in der Lohn- und Lichthalle der Zeche Ewald installiert und ist m.E. besonders für Kinder und Jugendliche interessant, denn an Hand von Beispielen werden die vier Jahreszeiten, der Tag- und Nachtrythmus der Erde und u.a. die Funktionsweise der Sonnenuhr und des Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward erklärt.

Neue Horizonte

Dazu gibt es einen virtuellen Kohlebackautomaten in dem entweder Torf, Steinkohle oder noch mehr entsteht, wenn die richtige Mischung von Wasser, Pflanzen, Druck und Zeit gemischt wird. Ergänzt durch verschiedene weitere Experimente, an denen man drücken und drehen kann, ist die Ausstellung interaktiv nutzbar. Auf drei Ebenen geht es zu Fuß von Etage zu Etage oder, wenn man möchte, mit einem Miniaufzug nach oben. Ihr meint das war’s? Nein, nach so viel Theorie ging es zum Tagesabschluß auf die Halde selbst. Bisher bin ich i.d.R. von der Drachenbrücke losgestiefelt, was ein recht überschaubarer Weg war, dieses Mal habe ich, einmal an der Zeche Ewald, den Weg von dort eingeschlagen.

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Die Strecke zieht sich ganz schön, nach der langen Treppe und einem kleinen Schotterweg kommt man auf der Zufahrtsstraße aus und folgt dieser eine ganze Weile, bis das Horizontobservatorium langsam näher kommt. Die Halde ist, das kann man aus dieser Richtung ganz gut erkennen, immer noch in Gestaltung. Die dunkle Aufschüttung des Bergematerials wurde weiträumig mit einer Lehm- oder Sandschicht überdeckt, so daß der Teil der Halde momentan aussah wie ein riesiger Sandkasten. Kleine Gräben, z.T. bereits mit Steinen ausgekleidet, sollen zukünftig vermutlich das abfließende Regenwasser aufnehmen. Durchgeschwitzt und etwas aus der Puste nehme ich gleich noch den Weg zum Obelisken und parke meinen Hintern dort erst einmal auf der nächstgelegenen Bank.

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Hier könnte ich ja jetzt stundenlang sitzen bleiben, fotografieren und dabei Leute beobachten, wenn ich nicht zugesagt hätte, zu einer bestimmten Zeit wieder zu Hause zu sein und so mache ich mich nach kurzer Ruhrphase langsam auf den Rückweg. Wer so’ne lange Reise macht, der hat auch einiges zu zeigen. Klickt euch doch einfach mal rein bei Flickr oder Google+.

Bergpark Lohberg (Dinslaken)

Da surfe ich letzte Woche durch die neuen Spielorte der Extraschicht 2015 und stolpere u.a. über den Bergpark Lohberg in Dinslaken. Öhm … Lohberg …? War das nicht die Zeche, auf der im letzten Jahr Abbrucharbeiten stattfanden und an der ich noch ein paar Fotos gemacht habe? Richtig, ein Blick in meine elektronische Bilderkiste brachte das hier zum Vorschein.

Zeche Lohberg 2014

Klar, das war der Ort, an dem u.a. ein Förderturm entfernt wurde. Und da findet ein Spielort der Extraschicht statt? Ein bisschen googeln brachte dann tatsächlich die Info, daß mittlerweile ein erster Teil des sogenannten Bergparks für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Gut es dauert halt etwas, bis die Information hier am Niederrhein ankommt ;-). Zugänglich ist auch nur die halbe Wahrheit, denn zum einen haben anscheinend bereits vor der Eröffnung Randalierer erste Schäden am Bergpark angerichtet (wie mich das anwiedert) und zweitens liegen hier und da noch zu pflanzende Bäume und warten auf Eintopfung ;-) und entlang der Wege entstehen z.Zt. noch weitere Möglichkeiten sich sportlich zu ertüchtigen. Daß es an der einen oder anderen Stelle etwas matschig ist, war mehr dem Wetter geschuldet. Bereits jetzt kann man erahnen, was hier einmal entstehen wird oder bereits entstanden ist.

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Erste Bänke säumen den Weg, ein paar Gerätschaften zur sportlichen Betätigung (auf der Bank sitzen und “Fahrradfahren” ist geil oder am Rad drehen ;-) ) und ein kleiner See sind nicht zu verfehlen. Drei farblich gestaltete überdachte Stege ragen ins Wasser und Treppenstufen mit Sitzgelegenheiten führen bis hinunter ans Gewässer. Zur Zeit sind noch eine Reihe Bauzäune aufgestellt, einige davon geöffnet, wobei man nicht so genau erkennen kann, ob gewollt oder weil wieder jemand einen Teil von ihnen ins Wasser befördert hat.

Bergpark

Im hinteren Bereich finden sich verschiedene Spielmöglichkeiten sowie Spielplätze für Kinder und dazwischen künstliche Hügel, davon einer mit einem nachgestellten Bodenquerschnitt, der die Erdschichten bis hin zur Kohle symbolisieren soll. Ein paar Relikte aus der Zechenzeit findet man natürlich auch. Wenn ich mir das Bild auf der letzten Seite dieses Dokuments ansehe, dürfte auch der Zugang zur angrenzenden Halde irgendwann gegeben sein. Ich las sogar etwas von einem (Aussichts-?)Turm. Rund um den Hauptförderturm waren die Arbeiten noch in vollem Gange. Mal sehen, was sich hier bis zum Sommer bzw. bis zur Extraschicht noch so entwickelt. Falls ihr mal selber gucken möchtet, mit Dinslaken, Hünxer Str. 375 kommt man im Navigationsgerät ziemlich genau dorthin.

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Ach ja ganz vorne an der Straße entdeckte ich auf dem Rückweg zum Auto dann noch die Frontseite von einer Art Kiosk, der bei näherer Betrachtung mehr wie eine Kulisse aus einer Fernsehserie wirkt. Wie ich zufällig erfuhr, soll es sich wohl tatsächlich um die Originalfront eines kleinen Hauses/Kioskes handeln, die man an dieser Stelle erhalten wollte (Kunstprojekt?). Dank des Materials (100% Holz) erschien mir das Ergebnis allerdings etwas zweifelhaft und von hinten sah die Fassade auch tatsächlich mehr wie eine aufgestellte Filmkulisse aus. Da hätte es mir besser gefallen, wenn man das eine oder andere Gebäude oder ein paar Eisenbahnschienen auf dem Zechengelände zurückbehalten hätte. Fotos wie immer bei Flickr und bei Google+.

Krupp Park und weitere herbstliche Ziele

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Habt ihr die letzten fast sommerlichen Wochenenden genießen können? Als ich am Sonntag früh aufwachte pochte es schon in meinem Kopf, aber bei dem angekündigt schönen Wetter mußte ich einfach raus. Dummerweise hatten sich das, aus unerfindlichen Gründen, auch 1 Mio. andere gedacht :-o . Außerdem trug die frische Luft auch nicht unbedingt dazu bei, die Kopfschmerzen zu vertreiben und Tabletten hatte ich keine mitgenommen. Aber was soll’s ich hatte mir vorgenommen mal den Krupp Park in Essen in Augenschein zu nehmen. Also eine der umliegenden Straßen ins Navi eingegeben und los.

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Unweit der ehemaligen Zeche Amalie erstrecken sich kleine Berge und ein See, ein Kinderspielplatz, ein Bolzplatz und verschiedene Aussichtshügel. Für mich als ortsfremden war es trotz Navi gar nicht so einfach den Park zu finden. Obwohl ich keine 200 Meter entfernt geparkt hatte, habe ich den Park zuerst mal übersehen. Gut, so habe ich noch ein paar Graffiti entdeckt und bin dann einmal um den sprichwörtlichen Pudding gefahren. Als ich den Park dann gefunden hatte, gab es keine Parkplätze und als ich einen Parkplatz in Augenschein genommen hatte, kam ich fast wieder an der Stelle aus, an der ich gut 10 Minuten vorher losgefahren bin (Pferdebahnstraße/Helenenstraße). Kurz mal laut geflucht, dann das Auto abgestellt und zu Fuß die nächste Treppe hoch.

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Durch die vielen Hügel, der Park ist noch in seiner weiteren Bauphase, kann man spazieren gehen und wird dennoch nicht vom fließenden Verkehr, der am Sonntag sowieso kaum vorhanden war, belästigt. Ein wahres Paradies für Kinder, Skateboarder und Modellschiffer am nahen See. Ja gut, es ist nur ein Park, aber schön anzusehen vor der Kulisse der eingangs erwähnten Zeche Amalie (die übrigens kein Teil des Parks ist, aber in Sichtweite auf der anderen Straßenseite liegt). Der See war an diesem Sonntag von unzähligen Modellbootbegeisterten gesäumt, die dort ihre kleinen Boote fahren ließen. Tanker, Sport- und Segelboote schipperten über das Wasser.

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Da es jetzt kein Café oder ähnliches dort gab, wollte ich noch ein paar Meter weiter an den Baldeneysee. Leider hatte ich auch hier nicht bedacht, daß sich der Rest des Ruhrpotts das gleiche Ziel gesetzt hatte. Der Parkplatz am Regattaturm und das Umfeld drumherum war schon restlos zugeparkt, so daß ich mich zum Bootsanleger nach Heisingen (Lanfermannfähre) aufgemacht habe. Zwar war es auch hier nicht minder voll, aber zumindest bekam ich da noch einen Parkplatz. Irgendwie habe ich es dann also doch noch geschafft, den fast blauen Himmel am Wasser zu genießen. Also habe ich mich auf die Suche nach einer freien Bank gemacht und diese für die nächsten Minuten gegen alle Feinde verteidigt :-) .

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Bevor jetzt die stürmischeren Herbsttage kommen und wir am Sonntag auch wieder die Uhr um eine Stunde zurückstellen, lohnt es sich vielleicht, die an den Tagen davor gemachten herbstlich, sonnigen und perspektivisch ungewöhnliche Fotos aus Duisburg anzusehen. Schaut mal auf die Bildershow. Ich war mal wieder im Angerpark (Tiger & Turtle) und im Landschaftspark Duisburg Nord, der ja bekanntlich immer einen Ausflug wert ist. Letzterer hat jetzt auch einen neuen bequemeren Zugang zum Hochofen 5 bzw. zur ersten Etage des Hochofens. Eine neue Treppe (vom Haupteingang aus gesehen rechts vom Hochofen) lädt zum Aufstieg ein (nach der Treppe mit den blauen Gittern Ausschau halten). Mehr Bilder? Dann klickt auf Flickr oder Google+.

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5 Jahre Touren durchs Ruhrgebiet und Besuch auf Halde Hoheward

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Noch ist 2014 ja nicht rum, aber wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt toure ich bereits seit 5 Jahren mal kreuz und mal quer durchs Ruhrgebiet. Ich weiß noch genau, wie ich 2010 (man erinnere sich, es war das Jahr der Kulturhauptstadt) mit Hilfe von Reiseführern, verschiedenem Prospektmaterial und Google Maps versucht habe herauszufinden, wo die einzelnen Zechen, Häfen, Brücken und Halden lagen und wie man sie am besten erreichen konnte. Das Ruhrgebiet ist ja meine “alte” Heimat, aber als ich 1989 dort weg und an den Niederrhein gezogen bin, gab’s das Meiste noch garnicht (also zumindest nicht öffentlich zugänglich). Ob ich einen Favoriten habe? Schwer zu sagen.

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Nie vorher war ich in Herne oder Recklinghausen, in Gelsenkirchen ja da war ich mal, weil 1997 die Bundesgartenschau auf dem Gelände der Zeche Nordstern stattfand, aber von Zechen und Halden, da kannte ich nichts. Ich erinnere mich noch wie heute an meinen ersten Besuch auf Halde Hoheward. Damals hatte ich herausgefunden, daß es einen Treppenaufstieg mit irgendwas um die 500 Stufen gab (und immer noch gibt). An der Herner Str. 198 in Herten, gleich neben dem Lokal “Zum Handweiser”, habe ich damals meine Tour begonnen. Erst viel später habe ich den doch etwas bequemeren Aufstieg an der Cranger Straße, auf Höhe der ehemaligen Zeche Recklinghausen (II) entdeckt (zu erkennen an der markannten Drachenbrücke).

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Natürlich gibt’s auch noch die Möglichkeit von der Zeche Ewald aufzusteigen, den Weg bin ich aber bisher nur einmal in umgekehrter Richtung korrekt gelaufen, auf dem Hinweg habe ich mich irgendwie verfranst und bin dann quer Feld ein, aber das ist eine andere Geschichte (klickt mal “hier“). Na jedenfalls ist die Halde Hoheward für mich eine der schönsten Halden im Ruhrgebiet und immer wenn sich ein sommerlicher Tag ergibt und ich die Anreise von rd. 65 km bewältigt habe, spaziere ich dort rauf.

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Das Ruhrgebiet liegt einem dort oben zu Füßen und man kann den Alltagsgeräuschen des Straßenverkehrs dort oben entfliehen. Außerdem gibt es fast immer etwas zu sehen. Und wenn gerade mal nicht, dann sitzt man einfach nur da und denkt an die anderen lohnenswerten Ziele. Es ist, wenn man nicht vor Ort wohnt und wöchentlich dort oben ist, immer so ein bisschen wie zurückkommen an einen bekannten Urlaubsort. Und da letzte Woche so ein sonniger Spätsommertag war, bin ich nochmal “zurückgekommen”. Das einzige was mir noch fehlt ist ein Besuch bei Schnee. Mal sehen, vielleicht diesen Winter.

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Also nicht daß ich mir jetzt Schnee wünsche, aber am Tetraeder war ich auch schon mal bei Schnee oder auf der Brücke am Oberhausener Kaisergarten (Slinky Springs to Fame). Klickt dazu mal hier. Momentan bin ich dabei meine vielen 100 Bilder nochmal auf eine zweite Festplatte zu sichern. Man weiß ja nie, sicher ist sicher. Jetzt aber erstmal ein paar Spätsommerbilder von diesem Ausflug bei Google+ bzw. Flickr … und natürlich hier im Blog … (etwas scrollen, da zeitlich vor dem Grugaparkbesuch).

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P.S.: Die Absperrung des Horizontobservatoriums besteht nun schon so lange, daß die Firma “Hundertmark” mittlerweile eigentlich “Fünfzigeuro” heißen müßte (sorry der mußte sein) ;-).

Gourmet Meile Zollverein

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Normalerweise brauche ich ja ein paar Tage nachdem ich irgendwo war, um einen passenden Blogbeitrag draus zu schneidern und der letzte Beitrag zum Thema Rhein-Herne-Kanal ist auch immer noch aktuell, aber da die Gourmet Meile ja nur an diesem Wochenende stattfindet muß ich mich ein bisschen sputen. Im letzten Jahr konnte ich mich nicht so recht entscheiden, aber dieses Jahr habe ich mir bereits im Vorfeld im Netz angesehen, was es so gibt und mich spontan für “Himmel und Ääd vom Restaurant Mintrops Stadt Hotel entschieden. Himmel und Ääd ist gebratene Blutwurst (ich weiß nicht jedermanns Sache :-) ) und dazu gab es karamellisierte Apfelspalten, Kartoffelpüree und Röstzwiebeln.

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Zum Nachtisch habe ich mich für eine Portion Topfenknödel von Nelson Müllers Restaurant Schote entschieden. Zu den Topfenknödeln gab es Zwetschgen, Zimteis und Pistaziencreme. Ja ich weiß, von diesen Gerichten wird man jetzt nicht pappsatt, aber dafür schmeckt es ausgesprochen gut. Beim ersten Essen kauft man für 1,- Euro ein Besteck, das man dann an allen weiteren Ständen wiederverwenden kann. Wenn ihr Lust habt, bis Sonntag geht die Gourmet Meile noch auf Zeche Zollverein in Essen.

P.S.: Dieser Beitrag ist nicht gesponsert, alle Gerichte wurden selbst bezahlt, selbst verzehrt und selbst für äußerst lecker lecker lecker befunden ;-).

Mädchenautos beim Oldtimertreffen

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Arrrrgg … mein Urlaubsende naht und ihr werdet daher wieder etwas verschont mit neuen Blogbeiträgen … obwohl der Sommer ist ja (hoffentlich) noch nicht vorbei, so daß sich noch das eine oder andere ergeben könnte. Gut, wie dem auch sei, nach zwei Monaten Pause, war ich vergangenen Sonntag mal wieder beim Oldtimertreffen an der Kokerei Zollverein in Essen. Da die Autos hier bereits als Oldtimer zählen, wenn sie 30 Jahre (oder älter) sind, kann ich mich mit Fug und Recht auch als Oldtimer bezeichnen. Aber als einer, der noch gut in Schuß ist, gerade erst ärztlich durchgecheckt und mit neuer TÜV Plakette versehen, habe ich noch ein paar Kilometer vor mir ;-) .

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Das war übrigens, wie ich erst nachträglich gelesen habe, ein kleines Zwischenjubiläum, denn es war das 40. Treffen auf dem Gelände der Kokerei Zollverein. Da noch zwei Treffen folgen (7. September, 5. Oktober) und insgesamt 7 Treffen pro Jahr stattfinden (jew. am ersten Sonntag des Monats von April bis September), findet das 50. erst 2016 statt. Erster Sonntag im April versteht sich. Besondere Ausschau halte ich immer nach ausgefallenen Aufklebern oder Aufschriften. Das hier ist übrigens ein Russe (Волга/Wolga) und hatte keine Aufkleber.

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Daß ein älteres Saab Modell “Alter Schwede” auf der Heckklappe stehen hat, kann ich ja noch verstehen, warum allerdings den Scirocco der ersten Baureihe den Schriftzug “Das ist ein Mädchenauto” ziert, kann ich nur raten :-D . Vielleicht ja deshalb, weil es einfach so ist :-) . Ich habe fertig und genug gelabert, ihr könnt jetzt ein paar Bilder gucken, bei Flickr oder Google+ und wer im Bild stehen bleibt (Folgebild) kommt halt mit auf’s Foto .. ätsch.

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