Jahresrückblick 2016

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Das Jahresende naht in großen Schritten und für mich heißt das wieder Jahresrückblick. Nein fragt nicht warum jetzt schon, wie jedes Jahr blicke ich in der zweiten Novemberhälfte auf das (fast) abgelaufene Jahr zurück. So kann ich mit Recht sagen „Ich bin der erste“ ;-). Ich hoffe das #BestOfEichental in den letzten Tagen hat etwas gefallen, jetzt geht’s ans abgelaufene Kalenderjahr 2016.

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Allerdings waren dieses Jahr auch einige Beiträge dabei, in denen ich euch nur was von mäßigem Wetter, bunten Blumen und stürmischen Halden vorgestöhnt habe. Im Nachhinein betrachtet, frage ich mich bei einigen Blogbeiträgen sogar, was hat mich geritten euch das zu schreiben 🙂 ? Bitte verzeiht manch wirres Zeug, zum Beispiel als ich euch fragte, ob ihr auch nach Fuchur am Himmel Ausschau haltet, als ich erzählte, daß ich Tulpen fotografiert habe, aber sonst nichts zu erzählen hatte, daß ich Ausflüge gemacht habe, über die ihr vermutlich schon alles wißt oder daß ich euch kurz vor meinem Geburtstag fragte Halden oder Park (nochmaliges Lesen auf eigene Gefahr 😉 ). Weiterlesen →

Ein Tag im Emscherlandschaftspark

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Der Wecker klingelt sehr früh für einen Samstag und bis zum Sonnenaufgang dauert es noch zwei Stunden. Der Nebel löst sich nur langsam auf an diesem Morgen. Ich nippe ein letztes Mal an meinem Kaffee, dann geht’s los. Klingt wie der Anfang eines Buchs, ist aber der Start zum Besuch des größten Regionalparks Europas. Wo der liegt? Na mitten im Ruhrgebiet. Genauer zwischen Duisburg im Westen und Bönen, Bergkamen und Holzwickede im Osten. Der Park hat keinen Ein- oder Ausgang, so wie man es vielleicht vom Westfalenpark oder vom Grugapark kennt, sondern es geht um Wälder und Wiesen, Halden und Landmarken, Industriekultur und mehr auf über 450 km². Quer durchs Ruhrgebiet erstreckt sich der Emscherlandschaftspark, eine Kooperation aus Regionalverband Ruhr, 20 Kommunen, zwei Kreisen, drei Regierungsbezirken, vom Land NRW sowie von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Puh, das klingt kompliziert, oder? Weiterlesen →

1. Tag der Trinkhallen

Tag der Trinkhallen

LWL Industriemuseum Zeche Hannover

Wenn man mit einem Navigationsgerät reden könnte, würde sich vermutlich dieses Gespräch entwickeln. In 100 Metern rechts abbiegen. Navi bist du sicher? Los bieg ab, du hast die Straße doch selber vorgegeben. Hier rechts ist doch nur eine Art Schotterweg. Nicht zum ersten Mal hat die Feuerwehr PKW’s aus einsamen Waldwegen gerettet. Jetzt rechts abbiegen. O.k., ich biege ab und parke mein Auto ca. 100 Meter weiter. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits im LWL Industriemuseum der Zeche Hanover in Bochum, denn da läuft bis zum 25.09.2016 die Sonderausstellung „Revierkultur“ zur Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet. Auf dem Freigelände stehen (während der üblichen Öffnungszeiten) ca. 30 großformatige Bilder zum Thema Trinkhallen in den Jahren zwischen 1960 und 2007. Weiterlesen →

Du meine Emscherperle

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Stell dich mal vor …. ne nicht du sollst dich vorstellen, stell dich mal vor du wohnst im Ruhrgebiet und gehst da hin, wo auch der Kaiser zu Fuß hin geht. Und danach? Wohin geht die Hinterlassenschaft wenn du den Spülknopf drückst? Genau in den Kanal. Als das Ruhrgebiet erfunden wurde, gab’s jedoch keine übergreifenden Kanäle und durch die Absenkungen des Bergbaus wären die auch ständig abgesackt. Last but not least hatte längst nicht jede Stadt eine Kläranlage. Was also tun? Man entschied sich, die Hinterlassenschaft in einen Fluß zu transportieren und von dort oberirdisch in eine weit entfernte Kläranlage. Und der Fluß? Aus dem Fluß wurde die Köttelbecke und das konnte man je nach Windrichtung auch gut riechen. Weiterlesen →

Zoom Erlebniswelt

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Ein sonniger Februarmorgen schaute wie angekündigt durch den Schlafzimmervorhang. Endlich mal wieder ein schönes Wochenende, also zeitig aus dem Bett, auch wenn’s dort gerade so gemütlich war. Nach zwei Tassen Kaffee und frischen Brötchen hatte ich mir für diesen Samstag die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen vorgenommen. War es wirklich schon wieder 4 Jahre her, daß ich das letzte Mal dort war? Sieht ganz so aus. Wer sich dieses Jahr früh für die RuhrTopCard entschieden hat, darf noch bis Ende März kostenlos in die Zoom Erlebniswelt. Und weil das Parksystem zum 1. März umgestellt wurde, durfte ich auch noch kostenlos parken, wie mir an der Kasse mitgeteilt wurde. Bisher kostete das Parken 3,50 €/Tag, zukünftig übrigens 2,- € in der ersten und 1,- € in jeder weiteren Stunde, höchstens aber 6,- €/Tag). Weiterlesen →

Extraschicht 2015

Da stand ich nun ich armer Tor und bin … huch ihr seid ja schon da. Ich überlege mir gerade noch den Einstieg in diesen Beitrag. Vielleicht so … Da stand ich nun am großen Tor und zeigte brav mein Bändchen vor 🙂 gekommen mit den großen Bussen, so dicht gedrängt ich könnt sie ku… ach ne das reimt sich nicht 😀 . Seid umschlungen liebe Leserinnen und Leser zum Extraschichtbericht 2015.

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Es war Samstagnachmittag, mit Bändchen, 100 seitigem Veranstaltungsplan und einem Programm, mit dem andere einen ganzen Monat füllen stand ich bereit. Ich freute mich darauf den Abend draußen zu genießen, in vollen Shuttlebussen zu stehen und mich überraschen zu lassen. 225.000 Menschen sollten an diesem Abend ähnliches tun und 10% davon sind später alleine in meinem Shuttlebus 😉 . Es war wieder einmal Extraschicht im Ruhrgebiet.

Wenn irgendwann im Frühjahr das neue Programm der Extraschicht rauskommt, beginnt die Vorfreude und die lohnt sich, denn eine Nacht zwischen Kunst und Industriekultur ist einmalig im Ruhrgebiet. Die 225.000 Besucher haben dieses Jahr 45 Spielorte besucht und rd. 2.000 Künstlern zugesehen und das bereits zum 15. Mal. Bis zur nächsten Extraschicht sind es jetzt wieder 53 lange Wochen, denn für die nächsten Jahre könnt ihr euch merken: Die Extraschicht findet immer am letzten Samstag im Juni statt!

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Ich habe meine Tour mit einem Vorspiel gestartet, denn wie durch Zufall hat die MS Wissenschaft an diesem Wochenende im Duisburger Innenhafen festgemacht. Die MS Wissenschaft ist ein umgebautes Binnenschiff, das dieses Jahr der Frage „Wie sehen unsere Städte in der Zukunft aus?“ nachgeht. Eine bunte Mischung aus Exponaten, Experimenten und Wissensvermittlung für die Stadt der Zukunft wechseln sich in der Ausstellung ab. Diese Ausstellung geht übrigens noch weiter, die Tourdaten des Schiffs findet ihr hier.

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Im Rahmen der Extraschicht habe ich mich dieses Jahr entschlossen Gelsenkirchen (Nordsternpark) und Essen (Zeche Zollverein) zu besuchen. Das Auto wurde daher etwas abseits des Nordsternturms in Gelsenkirchen geparkt und nach kurzem Fußmarsch ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus (ES8) zunächst nach Essen. Das erste Abenteuer fand im Kreisverkehr statt (ja ich hatte Kreisverkehr 😀 ). Ich war mir nicht sicher, ob der Bus die erste oder die zweite Ausfahrt aus dem Kreisverkehr wieder raus muß. Die erste … nicht, die zweite … nicht, die dritte, das wäre die Autobahn, … nicht. Hat der Bus sich verfahren? Wir kommen wieder an den Anfang. Die erste … nicht, die zweite … wir drehten allen Ernstes 2 ½ Runden im Kreisverkehr. Ehrlich, kein Scherz, so bekloppte Busfahrer gibbet wohl nur im Pott 😀 .

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Das Ziel Essen doch erreichend, hatte ich mir vorgenommen dieses Jahr unbedingt Dundu kennen zu lernen und das G.O.P Varietetheater zu sehen. Das G.O.P zeigte neben fliegenden Tischchen einen fingerfertigen Spielkartenspieler, eine junge Dame an der Vertikalstange und einen atemberaubenden Balance Act. Keine Frage sehr kurzweilig. Danach schnell zurück in den Ehrenhof der Zeche Zollverein, denn dort kündigte sich Dundu an. Dundu ist eine 5 Meter große, voll bespielbare Großfigur des Puppenspielers Tobias Husemann.

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Es ist total faszinierend zu sehen, welche Magie diese Puppe ausübt. Während ältere Leute, die von der Puppe angespielt wurden, eher auf die Puppenspieler achten, gucken Kinder vollkommen unvoreingenommen der Puppe in die nicht vorhandenen Augen und hielten bereitwillig ihren Luftballon hin, wenn Dundu danach fragte. Eben noch steht die Puppe und guckt sich um, als sie plötzlich anfängt zu laufen und die Menschenmenge, die eben noch drum herum stand, strebt auseinander, flieht regelrecht, um den Weg frei zu machen. Schade, daß es noch hell war, denn beleuchtet ist die Großpuppe nochmal so schön.

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Als die Uhr kurz nach 21.00 Uhr zeigte, ging es zurück zum Shuttlebus. Der ES8, der gerade losfahren wollte war bereits randvoll, aber 15 Minuten später ging’s dann wieder in Richtung Gelsenkirchen. Der WDR hatte sich entschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal in 15 Jahren Extraschicht eine eigene Liveshow aus dem Amphitheater im Nordsternpark in Gelsenkirchen zu senden, schließlich tut man das bei anderen Ereignissen in NRW auch. Das war also mein zweiter Programmpunkt für diesen Abend. Die Show startete mit einem rasanten Feuerwerk und dem ersten Auftritt von Stoppok.

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Zunächst fand ich die Idee in Gelsenkirchen zu sitzen und von dort in die anderen Spielorte reinschauen zu können ganz reizvoll, aber die anderen Spielorte waren nur in einiger Entfernung auf einer Videowand zu sehen, während sich im Amphitheater wenig bis nichts tat. Gut 40 programmlose Minuten mit nur zwei kurzen Zwischentakes führten bei einem Teil der Besucher zu Unmut, der in Zwischenrufen mündete und später zum großflächigen Abwandern führte. Ich bin mir sicher, daß der Unmut beim WDR nicht unbemerkt geblieben ist und in einer Nachbesprechung mündet, während die Show für den Fernsehzuschauer vermutlich ganz unterhaltend war.

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Damit wir uns nicht mißverstehen, der Einstieg in die Show, das Wasserski Showteam mit brennenden und Feuerwerk abschießenden Rucksäcken sowie die Feuer- und Lasershow am Ende waren super und auch der Talkgast Ralf Richter war als Fotomotiv schwer umlagert, aber der Leerlauf war halt für diejenigen, die eigentlich wegen Stoppok gekommen waren, ein Grund zu gehen. Es juckt mir in den Fingern eine Ideensammlung zu starten oder den WDR dabei zu unterstützen, bei der 16. Extraschicht eine noch bessere Show auf die Beine zu stellen. Mal sehen was sich so ergibt. Als die letzte Rakete verschossen war hatte ich kurz gezögert, ob ich die zweite Show mit Stoppok noch abwarten soll, bin dann aber, als es gegen 0.20 Uhr anfing zu regnen, doch lieber los. Mußte reichen, ich brauche schließlich Schönheitsschlaf 😉 . Außerdem war ich froh, daß das Wetter bis Mitternacht gehalten hatte.

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Bis zum 28. Juni können Besucher übrigens an einem Fotowettbewerb der Extraschicht teilnehmen und wenn ihr sehen wollt, was ich so zusammengeknipst habe, schaut dieses Mal in das Extraschichtalbum bei Flickr oder Google Fotos, in dem sich auch schon ältere Fotos der letzten Extraschichten befinden. Man sieht sich 2016 zur 16. Extraschicht.

Schiffsparade Rhein-Herne-Kanal

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Sonntage sind ja manchmal so Tage, da weiß man nicht so richtig, wo man dran ist. Am Samstag ging’s relativ spät ins Bett, na ja zumindest wenn man Ü30 .. äh Ü40 .. ist 😉 , aber trotzdem war ich am Sonntag erstaunlich früh wieder wach und das obwohl ich eigentlich hätte ausschlafen können. Irgendwie war ich innerlich etwas aufgedreht? Das waren noch Zeiten, als ich sonntags erst gegen Mittag … aber lassen wir das 🙂 . Ich habe mir letzte Woche doch noch eine Cortisonspritze gegen meinen Heuschnupfen (also eigentlich Allergie gegen Frühblüher) abholen müssen, weil die Birkenpollen mich fertig gemacht haben und die Spritze putscht einen so ein bisschen auf. Auch noch mehrere Tage danach, was sich an der guten Gesichtsdurchblutung bemerkbar macht. Ich wirke z.Zt. so ein bisschen wie nach einem Dauerlauf. Aus dem Bett geklettert erwartet mich draußen ein trüber Himmel, so wie angesagt. Also erstmal Kaffee, obwohl der putscht ja eigentlich auch … öhm … nun gut.

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Ich war mir unschlüssig, ob ich etwas unternehmen sollte oder nicht. Am Rhein-Herne-Kanal sollte die diesjährige Schiffsparade steigen. Von Gelsenkirchen bis nach Oberhausen soll sie sich erstrecken und da sich bis Mittag der Himmel relativ trocken zeigte, entschloß ich mich, dem Ziel der Parade in Oberhausen einen Besuch abzustatten. Die ersten Regentropfen erreichen mich auf dem Weg zur Garage, die nächsten auf der Autobahn *grummel*. Egal durchhalten … Ihr müßt wissen, daß der Rhein-Herne-Kanal, seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 auch gerne Kulturkanal genannt, eigentlich mal als Kanal zum Transport von Gütern eingerichtet worden ist, aber an diesem Sonntag sollte er bevölkert werden von Ausflugsschiffen, Ruderern und Paddlern. Ich vertrage ja Schifffahrten nur so mäßig gut, also auf dem Baldeneysee geht’s so, aber so ein kleiner Ostseeausflug (nur als Beispiel) verlangt mir schon einiges ab. Aber am Rhein-Herne-Kanal sitze ich ja glücklicherweise nicht auf einem Schiff. Als ich ankomme ist die „Slinky Springs to Fame“ Brücke gut besucht, von einer Bevölkerung der Wasserstraße ist, neben einem riesigen Tankschiff, das gerade vorbeifährt, noch wenig zu sehen.

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Also mache ich, mal wieder, Fotos von der (Lieblings-)Brücke und sehe mir die notdürftig reparierten Stellen im Drahtzaun an, der mittlerweile einige hundert Liebesschlösser faßt. Letztens hatte ja jemand einen Teil des Drahtzauns mutwillig rausgeschnitten, weil ausgerechnet sein Schloss geklaut worden war. Dösköppe gibbet. Unten auf dem Platz zw. Schloß Oberhausen und Kaisergarten sammeln sich Musiker und ein kleiner Chor, während der Organisator seine Kollegin sucht, welche die Textblätter verteilen soll. Man übt für die Ankunft der Schiffsparade mit „Glück auf der Steiger kommt“, der Ruhrgebietshymne „Im Revier“, „We are the World“ und einem türkischen Volkslied namens „Üsküdara“. Ich verlasse den Platz fluchtartig, denn ich und singen, das wollt ihr nicht, ich mache weiter Brückenfotos und überlege mir, warum ich als Kind nie bewußt den Rhein-Herne-Kanal besucht habe, schließlich wohnte ich nur wenige Kilometer entfernt (ich glaube ich erwähnte das schon mal).

Schiffsparade

Die Zeiger rücken langsam auf 15:45 Uhr, die geplante Ankunftszeit der Schiffe. Ich überlege noch, ob ich lieber oben auf der Brücke oder fototechnisch günstiger am Ufer in Richtung Gasometer Aufstellung nehme. Ich entscheide mich für unten und warte … Vor mir plätschert das Wasser, zwei Enten, nein drei schwimmen um die Wette. Ein paar Radfahrer rauschen gefährlich nahe an mir vorbei … es wird 15:50 Uhr … die Ente beobachte mich, wie ich sie beobachte. Es wird 15:55 Uhr … boaaaa is dat spannend hier, von den Schiffen ist nichts zu sehen und das obwohl gerade blaue Lücken die Sonne durchblinzeln lassen. Das wäre jetzt ein schönes Wetter für ein Foto … die dritte Ente wird von der zweiten gejagt … ich frage mich, warum ich das hier eigentlich mache.

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16:05 Uhr … vermutlich Stau auf dem Kulturkanal, auf Autobahnen im Ruhrgebiet was ganz normales. Mein Blick geht nochmal zurück in Richtung Brücke. Die geschätzt 100 – 150 Leute lassen die Brücke ziemlich durchhängen, oder? Nein das bilde ich mir nur ein … 16:10 Uhr, das nennt sich wohl Entschleunigung der Zeit … huiiiiiiii mein linker Fuß ist eingeschlafen. Es tut sich was am Horizont, die ersten Schiffe tauchen auf. Mit 25 Minuten Verspätung, Sirene, Hupe und Musik fahren die Ausflugsschiffe gesäumt von ein paar privaten Yachten sowie eine Hand voll Ruderern und Paddlern vorbei. Die Zeitung schreibt später was von 20 Schiffen, mag sein, ich habe sie nicht gezählt. Die großen Schiffe (Friedrich der Große, Stadt Duisburg, Rheinfels usw.), meiner Meinung nach nicht ausgebucht, transportierten im Unterdeck die winkenden Omis, das komische olivfarbene Schiff namens „Der Reservist“ transportiert das Partyvolk und einen (un-)echten Soldaten in BW Tarnkleidung. Ich habe unterdessen die Enten aus den Augen verloren.

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Da wie erwähnt der Rhein-Herne-Kanal ursprünglich als Transportkanal für Güter erdacht wurde, hat er auch ziemlich niedrige Brücken. Ich vermute es gab zu Beginn der Personenfahrten an diesem Sonntag eine Sicherheitsunterweisung der Fahrgäste, denn der eine oder andere am Oberdeck mußte den Kopf einziehen, um nicht an der Brücke hängen zu bleiben und mußte dabei das Winken mit dem Fähnchen kurz unterbrechen. Ich laufe unterdessen von meiner Position nahe dem Gasometer zurück zur Slinky Springs to Fame Brücke. Dabei halte ich in etwa das Tempo des Schiffs, das parallel zu mir fährt. Ganz nette Veranstaltung, die Saison der Personenschifffahrt auf dem Rhein-Herne-Kanal wäre damit für eröffnet erklärt. Unterdessen sang der Chor was die Stimme hergab, denn die vier einstudierten Lieder waren schnell durchgesungen. Also sag man nochmal das Dritte, dann das Erste … Glück auf der Steiger kommt.