Slinky Springs to Fame Oberhausen und Landschaftspark Duisburg

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Liebesschlösser sind ein Phänomen unserer Zeit. Die Flüsse unterhalb von Brücken und ähnlichen Bauwerken müßten eigentlich voll sein von Schlüsseln. Schlüsseln zu Schlössern, die einmal die Verbundenheit zweier Menschen symbolisieren sollten. So erging es der Slinky Springs to Fame Brücke am Oberhausener Kaisergarten, entstanden ursprünglich aus dem Emscherkunstprojekt „Emscherkunst 2010“. Die Brücke hat auf Grund ihrer Beweglichkeit keine starre Seitenkonstruktion, sondern eine Art Stahlnetz. Das Anbringen eines Schlosses ist schnell gemacht, zudrücken, einrasten, Schlüssel raus, fertig. Was aber, wenn die Liebe doch nicht so groß war wie man immer dachte? Was, wenn die Beziehung weggespült wurde, wie der Schlüssel darunter auch? Dann mußte das Schloß häufig wieder ab und da der Schlüssel bekanntlich im Gewässer versenkt wurde, haben viele das Schloß herausgeschnitten. Stahlnetz durchtrennt und ab dafür .. äh .. damit. Weiterlesen

Extraschicht 2016

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Wieder ist ein Jahr rum und wieder ist das Wetter alles andere als gut, als am letzten Wochenende die Extraschicht im Ruhrgebiet startet. Extraschicht, für alle die es nicht auf Anhieb wissen, ist die „Nacht der Industriekultur“. Licht- und Feuerzauber, Theater und Musik, Führungen und Feuerwerke, Zutritt zu außergewöhnlichen ehemaligen Industrie- und Zechenstandorten und das quer durchs Ruhrgebiet an 48 Spielorten in 20 Städten. Für alles reicht ein Ticket und ein Abend Zeit. Die Extraschicht startet immer am letzten Juniwochenende, vielleicht schon mal ein Tipp für 2017:-). Weiterlesen

Zoo Duisburg – Tiger sucht Frau

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Was haben Duisburg und München gemeinsam. Ein Tigergehege im Zoo. Ihr meint das haben andere auch? Natürlich haben andere das auch, aber Duisburg hat seit diesem Frühjahr ein nagelneues Gehege, 3 x so groß wie das alte. Das Gelände ist insgesamt 2215 qm groß, unterteilt in ein südliches 1570 qm und ein nördlichen 645 qm großes Gelände. Im größeren Teil lebt die neu hinzugezogene Tiger Dame namens Dasha, im kleineren Teil der Tiger Mann El-Roy. Während das zehnjährige Männchen aus München stammt und schon seit 2006 im Duisburger Zoo lebt, kommt seine neue Gefährtin aus Dänemark. Passend zum sibirischen Tiger ist das Gehege mit Felsen, Bäumen, einem Wasserlauf und zwei Schwimmteichen einer sibirischen Landschaft nachempfunden. Während Dasha gerne auch mal ein ganzes geschlachtetes Lamm verspeist, rührt der eher „schüchterne“ El Roi nur geteilte Fleischstücke an:-). Weiterlesen

Lichtinstallation im LaPaDu

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Ich war mir nicht sicher, ob ich schon wieder etwas über den Landschaftspark Duisburg schreiben soll, denn den habt ihr von mir ja schon ein dutzend mal präsentiert bekommen. Klar, er ist immer einen Ausflug wert und zumindest ich kenne ihn fast schon im Schlaf, aber bei einer Suche in meinem Blog habe ich festgestellt, daß mein letzter Abstecher dorthin bei Dunkelheit schon Jahre zurück liegt. Im Dunklen wird der Ausflug nämlich wieder interessant. Warum? Weil der Landschaftspark Duisburg freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen eine tolle Lichtinstallation hat (montags bis donnerstags läuft nur ein Minimalprogramm). Außerdem muß man dafür gar nicht früh aus dem Bett😉. Weiterlesen

Binnenschiff, Flaschenpost, Schimanski

Binnenschifffahrt

Ursprünglich war ich an diesem etwas trüben Samstag aufgebrochen, um mir die neue RuhrTopCard für 2016 zu besorgen und bei der Gelegenheit auch gleich die 2015’er Ausgabe nochmal im Binnenschifffahrtsmuseum einzusetzen. Dort läuft z.Zt. die Ausstellung „Tausend und eine Flaschenpost“ zum Thema Flaschenpost (ach was😀 ). Bedauerlicherweise verkauft das Binnenschifffahrtsmuseum aber gar keine RuhrTopCards mehr. Na ja, halb so schlimm, bin ich eben anschließend noch kurz nach Rheinhausen in die „Bücherinsel“ einem kleinen Bücherladen kombiniert mit einem WAZ Leserladen. Dort gab’s dann auch die 2016’er Ausgabe, mit der ich in wenigen Tagen ins neue Ausflugsjahr starten kann.

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Aber zurück zum Binnenschifffahrtsmuseum. Der letzte Besuch dort liegt, ich habe nachgesehen, auch schon wieder 4 Jahre zurück. Mitten in Duisburg Ruhrort, in Sichtweite zum Rhein, hat dort eine Landratte wie ich, die Gelegenheit sich mit der Schifffahrt auseinanderzusetzen. Ich zitiere mal von der Webseite „Schifffahrtsgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart als multimediales Erlebnis auf drei Etagen mit detailgetreuen Modellen und zahlreichen Exponaten zum Anfassen.“ Man kann die Ausstellung in rd. 1 Stunde durchquert haben, man kann aber auch gut die doppelte Zeit einplanen.

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Wem das Gebäude beim Betreten etwas komisch vorkommt, der hat Recht, denn das Gebäude war früher mal eine Badeanstalt (heute würde man wohl Schwimmbad sagen). Vor dem Krieg waren die Becken für Männer und Frauen getrennt, später konnten sie dann gemeinsam genutzt werden. Nach der Schließung 1986 erfolgte 1998 die Neueröffnung als Museum. Die ehemaligen Schwimmbecken sind noch gut zu erkennen, wurden seitlich aufgetrennt, und können an der tiefsten Stelle durchlaufen werden. Im Becken der Eingangshalle, nicht zu übersehen, „schwimmt“ dann auch gleich ein großes Segelschiff, die Tjalk “Goede Verwachting”, ein Lastensegler aus dem Jahre 1913.

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Ob ihr euch den Bau eines Schiffes früher und heute anseht, einem Schiffdiesel mal ganz nahe rückt oder die Schiffsglocke läutet, das bleibt ganz euch überlassen. Ich gebe zu, ich lese auch nicht jede Erläuterung, sondern genieße eher den Gesamteindruck eines solchen Museums, aber ich weiß jetzt warum an manchen Flüssen der Leinpfad entlang läuft. Früher hatten Schiffe noch keinen Motor, sondern wurden von Menschen oder Pferden an langen Leinen stromaufwärts gezogen.

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Wer Lust und Zeit hat, kann sich unweit des Museums, im Seitenarm des Rheins, noch die zugehörigen echten Museumsschiffe angucken. In den Wintermonaten ist eine Besichtigung allerdings nicht möglich. Ich habe euch die Schiffe im Blogbeitrag zum Ruhrorter Hafenfest vorgestellt. Nebenbei läuft z.Zt. die bereits erwähnte Sonderausstellung „Tausend und eine Flaschenpost“ zum Thema … genau ihr wißt schon. Der Kölner Künstler Joachim Römer fischte dazu Flaschenposten (ist das die Mehrzahl von Flaschenpost?) aus dem Rhein, entzifferte und registrierte die Textinhalte, reinigte die Flaschen und verschloß sie wieder. Seit 1998 sind so 1001 Flaschenposten zusammengekommen.

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Wie ich von anderen Besuchern hörte, gibt es wohl einen Katalog (zu kaufen oder zu leihen) in dem die einzelnen Flaschen beschrieben sind. Nun ja, ganz so tief einsteigen wollte ich dann doch nicht in das Thema, dennoch war ich erstaunt, was man alles so in den Rhein werfen kann. Vom Flachmann über das Marmeladenglas oder die Weinflasche ist bis zur Wasserflasche oder der bekannten PET-Einwegflasche alles dabei. Sogar der eine oder andere GeoCach ist in der Ausstellung dabei (hoffentlich vermißt den keiner). Einige Flaschen enthielten gleich Briefmarke oder Rückumschlag, andere nur einen Brief, eine Karte, Kleingeld, Sand oder was der Mensch sonst so gerade entbehren kann (Kondom, Strumpfhose usw.). Die Ausstellung läuft noch bis zum 16.05.2016. Vielleicht gönne ich mir nochmal einen zweiten etwas ruhigeren Durchgang im kommenden Jahr.

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Und noch etwas interessantes gab es zu sehen, nämlich Schimanskis Jacke. In der Zeit vom 19. Oktober bis 31. Januar 2016 wird die Schimmi Jacke aus der Folge „Loverboy“ im Binnenschifffahrtsmuseum ausgestellt. Wie ich gelesen habe, wollen Burkhard Eick und Frank Skrube, die das Kleidungsstück aus der Insolvenzmasse des Planet Hollywood bekommen haben, selbiges in Duisburg an wechselnden Orten ausstellen und den Zuschlag als ersten Ausstellungsort hat nun das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt bekommen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es schon verrückt, daß ich früher, zu Schimanskis Zeiten, niemals auf die Idee gekommen bin, mir die Drehorte mal in Duisburg anzugucken, von meinem Geburtsort Oberhausen wäre das doch ein Katzensprung gewesen. Aber das sagt sich heute im Zeitalter des Internets natürlich leicht. Ich wußte ehrlich gesagt auch nicht, daß es in Duisburg mal ein Planet Hollywood gab (ich war mal in Paris in einem), aber das wäre wieder eine ganz andere Geschichte.

Rheinkilometer 780

Homberg (Rheinkilometer 780)

Ich sollte Wetterbeobachter werden, denn als gestern Morgen die Sonne durch die Wolken guckte, tat sie das genau so lange, bis ich vor die Tür trat (also jetzt nicht wörtlich😉 ). Wenn ich draußen bin geht die Sonne rein, so einfach ist das. Und weil sich daraus keine Geschichte ergibt, gibt’s heute nur die Bilder … „Gestern bei Rheinkilometer 780“ (Duisburg Homberg gegenüber Rheinorange).

Winterzeit – Tiger & Turtle

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Nun haben wir also wieder Winterzeit, es wird wieder früher dunkel und das nicht nur weil wir die Uhr zurück gestellt haben. Zeit mal wieder den Allerwertesten hoch zu bekommen und Fotos im Dunkeln zu machen (z.B. im Landschaftspark Duisburg, bei Tiger&Turtle oder an der Slinky Springs to Fame Brücke in Oberhausen). Ich hatte mir das bereits zu Jahresbeginn vorgenommen, war dann aber häufig doch zu faul, denn üblicherweise bricht man für solche Aufnahmen ja erst auf, wenn’s langsam dämmert und der Tag sich schon wieder dem Ende zuneigt.

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Der letzte Sonntag war warm wie lange nicht im November, aber nicht sonnig genug, um den Tag auf einer Halde zu verbringen, wie ich es erst geplant hatte. Also habe ich mich mit Wäsche bügeln, Wohnung saugen und ähnlich spannenden Dingen beschäftigt😉. Schließlich habe ich noch mit der Familie telefoniert und am Jahresrückblick im Blog gebastelt, als überraschend die Sonne wieder hinter den Wolken hervorlugte. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Die Uhr zeigte 16.15 Uhr und Siri sagte Sonnenuntergang heute um 16.56 Uhr.

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Rechner aus, Schuhe an und los. Ab ins Auto, zu Tiger & Turtle sind’s von meiner Haustüre rund 20 Minuten, das müßte passen. Als ich vor einer kleinen Ewigkeit (Ende 2011) mal im Dunkeln dort war, war’s nur ein Abstecher, aber jetzt, die Halde bei Sonnenuntergang, das wäre was. Die Fototasche war bereits gepackt, denn ich wollte ja über Tag … na egal. Rein in die Berzeliusstraße, Auto abgestellt und rauf auf die Halde im Duisburger Angerpark. Und ich war nicht alleine, ganz im Gegenteil, es herrschte noch reger Betrieb.

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Ich flitze also wie ein kleiner schlanker Wiesel … was gibt’s denn da zu lachen? Wie ein großer … lassen wir das, ohne große Umschweife stürze ich die erstbeste Treppe von Tiger & Turtle hoch, gerade noch rechtzeitig, den die Sonne verschwand gerade am Horizont. Die besten Bilder gab’s wie ich später merkte, als die Sonne schon nicht mehr zu sehen war, denn der Himmel färbte sich wunderschön rötlich. Rund 170 Fotos in gut 1 1/2 Stunden heißt knapp 2 Fotos pro Minute, allerdings auch gut 40% Ausschuß. Fotoprofis holen da sicherlich mehr raus.

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Mittlerweile war es dunkel, noch ein paar Fotos von der hell erleuchteten Achterbahn und dann hieß es sich auf den Rückweg zu machen. Apropo, seit ich mich einmal auf dem Rückweg von der Halde Rheinpreußen in Moers im stockdunklen wiederfand, habe ich immer eine kleine Taschenlampe dabei, hier war sie allerdings nicht zwingend notwendig. Noch ein paar mehr Fotos gibt’s bei Flickr oder Google Photos.