Tanz in den Mai

Ich liebe die Frühlingsfarben und nachdem sich meine Frühblüherallergie wieder etwas gelegt hat, kann ich mich gar nicht satt sehen, an den Bildern, die ich letzte Woche im Botanischen Garten Krefeld gemacht habe. Denkt an die Ausstellung “Art of Eden” (01.-03. Mai) und genießt ansonsten ein schönes, langes und buntes Wochenende (auch wenn es im Süden ziemlich feucht werden soll).

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P.S.: Nein ich tanze nicht in den Mai, ich schreibe nur Blogbeiträge die so heißen ;-) .

Perspektivwechsel – Gipfelstürmertag

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Daß ich auf verschiedenen Halden im Ruhrgebiet hoch hinaus klettere wißt ihr, aber wie wäre es, wenn es mal vor der Haustüre hoch hinaus ginge? Dann lese ich in der Zeitung vom Krefelder Gipfelstürmertag. Was’n das? Krefelder genauso wie Gäste sollten sich Krefeld mal aus ungewöhnlichen Perspektiven ansehen. An Stellen, an denen sonst die Türen verschlossen sind, mal ganz ebenerdig, mal ganz von oben. “Gipfelstürmertag – Krefeld von oben” z.B. von einem Kirchturm oder aus dem 20. Stock eines Hochhauses.

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Nachdem dann das Wetter auch noch gutes verhieß, bin ich pünktlich nach dem Frühstück los. Das erste Ziel (gleich bei mir um die Ecke) war das Hochhaus am Bleichpfad (wegen seiner Bauweise auch gerne Mississippidampfer genannt). Vor der Türe hatte sich bereits eine Gruppe von ca. 40 Personen versammelt und nach kurzer Wartezeit ging’s per Aufzug nach oben. Wir durften in eine leere Wohnung im 20. Stock. Schon das erste Highlight, denn die Aussicht war Klasse. Einmal ging der Blick durchs Fenster in Richtung Osten (huhu da unten wohne ich, aber ich bin gar nicht zu Hause ;-) ), dann auf den Balkon und frei Sicht in Richtung Westen. Wie ich las, waren binnen 4 Stunden insgesamt 400 Personen zu Gast im Hochhaus.

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Ich hatte viel mehr Wartezeit eingeplant, war aber gar nicht notwendig, also auf zum nächsten Ziel, die Friedenskirche am Luisenplatz. Insgesamt wären drei Kirchen in Frage gekommen, aber das war die nächste für mich. Und es sollte sich lohnen, wenn man keine Höhenangst hat. Im unteren Teil geht es eine gemauerte Wendeltreppe hoch (Drehwurmgefahr), aber noch nicht schwierig. Man erhascht einen Blick auf Kirchenfenster und auf das Uhrwerk der Kirche. Vom ersten Zwischenboden geht es dann über eine offene Treppe weiter (huaaa bloß nicht runtergucken), vorbei an den Glocken (zum Greifen nahe) wird es noch ein bisschen enger und irgendwann leuchtet einem der Himmel entgegen. Die Kirchturmspitze der Friedenskirche wurde übrigens 1943 zerstört und danach nicht wieder neu errichtet.

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Gerade will ich die letzten Stufen nehmen, als die Glocke unter mir zur viertel Stunde schlägt. Doooong …. und ich krich fast ‘n Herzkasper :-o . Dafür werde ich mit einem grandiosen Rundumblick belohnt. Das Wetter ist klar und der Blick geht von Neurath (Kohlekraftwerke) über Neuss nach Düsseldorf, der Krefelder Stadtwald, der Hülser Berg und die Industriekulisse am Rhein bei Duisburg ist zu erkennen. Bisher zu Fuß unterwegs, ging es nach dem Abstieg von der Friedenskirche zunächst zurück nach Hause, um dann mit dem Auto weiter zu reisen.

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Das Garden Hotel lud als nächstes mit der Hotelterrasse in der 10. Etage und Blick auf das Stadion und den samstäglichen Trödelmarkt. Leider zeigte der Balkon nur an zwei Seiten Ausblick, eine dritte Seite konnte man durch Fenster betrachten. Immerhin habe ich so auch mal das Hotel kennengelernt. Weiter ging’s in den Krefelder Hafen. Hier geht’s allerdings nicht hoch hinaus, sondern es gab Aussicht auf den Rhein und die Rheinbrücke zw. Krefeld und Duisburg, über die ich schon ganz oft gefahren bin. Ein paar Wölkchen am blauen Himmel sorgten zum Tagesabschluß für schöne Fotos am Rhein.

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Alles in allem ein außergewöhnlicher Tag, der seine Highlights eindeutig am Vormittag mit Hochhaus und Kirche hatte. Den Burgturm der Burg Linn, der auch auf dem Plan der möglichen Ziele gestanden hätte, habe ich übrigens im letzten Jahr im Rahmen eines Museumstages besucht. Jetzt lade ich noch ein paar Bilder ins Krefelder Album hoch, die ihr dann wieder bei Flickr oder Google+ sehen könnt.

Frühling

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Nach kurzem Hatschiiii folgt das Jabba-dabba-duuuu, wir haben wieder Frühling :-D . Endlich möchte man sagen und trotz meiner Allergie, die sich dieses Jahr erfreulich wenig bemerkbar macht, freue ich mich über die neu erblühte Natur. Der Winter ist auch eine schöne Jahreszeit und ein paar Fotos im Schnee sind auch nicht zu verachten, allerdings gab es dieses Jahr äußerst wenig davon, da der wenige Schnee sehr plötzlich kam und tags darauf schon wieder fast verschwunden war. Dunkle Abende und grauer Himmel, im Dezember noch akzeptabel, schlagen mir spätestens im Januar/Februar gehörig auf’s Gemüt. Sobald es nur noch selten Nachtfrost gibt, kommen daher die ersten bunten Frühlingsboten auf den Balkon und wenn dann unser Botanischer Garten seine Pforten wieder länger öffnet, gucke ich die Pflanzen sprichwörtlich aus dem Boden.

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Als erstes blühen im Botanischen Garten die Kirschbäume, dann kommen die Magnolien, meist noch bevor anderswo die Blätter zu sehen sind und ab Mitte April leuchten einem dann die Tulpen entgegen. Obwohl es immer wieder ähnliche Fotos gibt, schließlich ist die Tulpe unter Umständen sogar aus derselben Zwiebel wie im Vorjahr erwachsen, zieht es mich jedes Jahr aufs Neue in die Hocke und ans Blumenbeet. Ob ich den sprichwörtlich grünen Daumen habe? Öhm … laßt mich kurz überlegen … nein, kann man nicht sagen. Im Gegenteil ich freue mich immer, wenn die Balkonpflanzen bei mir halbwegs den Sommer überleben. Aber vielleicht ist das der Grund, daß ich Botanische Gärten und Parks so gerne besuche, denn da schuften andere, um mir zu zeigen, was alles so wachsen und gedeihen kann. Euch Gärtnern unbekannterweise ein herzliches Dankeschön dafür.

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Zumindest habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, meine Pflanzen mal weniger im Super- oder Baumarkt sondern im Pflanzenmarkt oder besser gleich in der Gärtnerei zu kaufen. Nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild findet man hier die ersten Gärtnereien und die Preise scheinen sich auch im Rahmen zu halten. Neben den Botanischen Gärten in Krefeld und Duisburg (über Duisburg schrieb ich vor ein paar Tagen) habe ich mir vorgenommen dieses Jahr endlich auch mal wieder den Botanischen Garten in Bochum zu besuchen. Das letzte Mal war ich vor … raschel … ah hier … 2013 dort. Und es wird wieder ein Sonntag oder zumindest ein Wochenende sein, weil die Parkplatzsituation dann wesentlich entspannter ist. Manchmal lernt man sogar noch etwas, so weiß ich z.B. nur durch den Besuch im Park, daß es einen Taschentuchbaum gibt, der letztens sogar Teil einer Quizsendung im Fernsehen war :-D .

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Ach übrigens, von Freitag den 1. bis Sonntag, den 3. Mai (jeweils 10.00 bis 19.00 Uhr) findet im Botanischen Garten Krefeld wieder die (Verkaufs-)Ausstellung „Art of Eden“ – Kunst und Design im Botanischen Garten statt. Die diesjährige Art Of Eden bietet 30 bis 40 Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland und dem europäischen Umfeld eine Plattform. Während der Botanische Garten Krefeld ansonsten keinen Eintritt kostet, kostet er an dem Wochenende 6,- €, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sind frei. Bisher habe ich keine Notwendigkeit gesehen, diese Ausstellung zu besuchen, da mein Balkon i.d.R. keine Kunstwerke benötigt, aber vielleicht lasse ich mich dieses Jahr doch mal überreden und sei es nur, um ein paar Bilder der Kunstwerke zu machen.

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Leider sind die Kirschblüten unterdessen schon wieder verblüht und auch die Magnolien waren Mitte letzter Woche in voller Blüte, so daß sie in ein paar Tagen bereits ihre Blütenblätter wieder abgeworfen haben dürften. Da macht es doppelt Spaß die Bilder zu begutachten und wenn euch die Bilder hier nicht ausreichen, geht’s wie immer bei Flickr oder Google+ weiter.

Alle Affen fliegen hoch …

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Ihr erinnert euch vielleicht, daß ich vor ein paar Wochen erzählte, daß Ende März der Schmetterlingsschungel im Krefelder Zoo wieder öffnet und daher war ich Anfang April mal wieder dort. Gleichzeitig habe ich mal wieder das Regenwaldhaus besucht, denn in dem war ich auch schon ewig nicht mehr. Im Winter ist es auch etwas unangenehm, denn draußen läuft man bei 5 Grad und dicker Jacke herum und im dem Haus schlagen einem 25 Grad oder mehr entgegen. Das bedeutet Hitzeschock für Mensch und Kamera.

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Aber jetzt wo der Frühling wieder Einzug hält kann man es wieder wagen und dank der Jahreskarte habe ich dieses Mal, neben den Pinguinen, an denen ich einfach nicht vorbei kann, auch kaum etwas anderes gemacht. Das Schmetterlingshaus ist jetzt nicht so groß, d.h. man muß sich schon mal abseits hinstellen, um nicht im Weg zu stehen oder sich in einer Ecke hinsetzen und einfach beobachten. Der eine oder andere Schmetterling setzt sich dann auch schon mal auf die eigene Jacke, wenn das Muster stimmt.

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Im Regenwaldhaus (gleiches Gebäude, die Türe nebenan) laufen ein Teil der Tiere (z.B. die Krokodile ;-) … nein die natürlich nicht), frei herum. Ihr kennt doch dieses Kinderspiel, in dem man mit zwei Fingern auf dem Tisch trommelt und sowas wie “Alle Affen fliegen hoch” ruft. Wie, ihr meint Affen können nicht fliegen? Die Weißgesicht-Sakis, wenn ich richtig gelesen habe, die einem zutraulich auf dem Arm hüpfen fliegen ein anderes Mal mit einem dünnen Ast in der Hand auch schon mal lianenartig über einen hinweg.

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Besonders süß war z.B. ein weibliches Tier, daß seinen Jüngsten auf dem Rücken mit sich herumtrug und sich einem Bollerwagen näherte, weil dort vielleicht ein paar Leckerlis zu finden sein könnten. Dem menschliche Nachwuchs im Bollerwagen (geschätzt 4 Jahre alt) war das garnicht geheuer :-D . Auch hier habe ich locker eine 1/2 – 3/4 Stunde gestanden, beobachtet und von verschiedenen Positionen aus fotografiert. Ein Zoobesuch braucht eben Zeit ;-) . Ein paar der Schnappschüsse gibt’s wieder bei Flickr oder Google+.

Kulturkanal Foto Caching

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Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 wird der Rhein-Herne-Kanal auch gerne als Kulturkanal bezeichnet und dieses Jahr gibt es ein kleines Gewinnspiel im Zusammenhang mit dem Kulturkanal. Leider habe ich auch erst vor ca. 1 Woche davon gelesen, daher muß ich diesen Beitrag mal kurz dazwischen schieben. Am nächsten Wochenende noch nichts vor und vielleicht noch Kinder, die man jetzt wo das Wetter besser wird, bespaßen möchte? Dann nichts wie los. Die Aktion heißt “Foto Caching” und läuft noch bis zum 17. Mai 2015. Und was ist das jetzt? Von GeoCaching habt ihr vielleicht schon mal gehört, man sucht versteckte Kisten, Dosen etc., verewigt sich im beiliegenden Logbuch und tauscht evt. noch Gegenstände in der Dose gegen eigene aus. Nebenbei lernt man noch die Landschaft drumherum kennen.

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So ähnlich läuft das jetzt beim Foto Caching auch. Man bringt eine kleine Figur (Lego, Playmobil, Schlumpf, Ü-Ei was auch immer) mit, tauscht diese gegen die Figur in der Dose und macht mit der neu gefundenen Figur noch ein (oder mehrere) Foto(s). Das lädt man später auf die Internetseite des Kulturkanal Blogs und schon ist man im Lostopf für eine Reihe Ruhrgebietspreise. Ach ja, nicht vergessen die Figur mit einem Kulturkanalaufkleber zu versehen, als Zeichen, daß ihr die versteckte Dose überhaupt gefunden habt. Ach und noch was, wenn ihr den Foto-Cach in der Nähe des Schifffahrtsmuseums findet (N51 27.47123 E6 43.8174) gebt mir mal Bescheid, ich hab nichts gefunden (außer eine leere grüne Butterbrotdose, aber die war’s wohl nicht).

Wat iss? Nix verstanden? Dann guckt nochmal hier, da ist die Aktion genau erklärt. Was jetzt noch fehlt sind die Verstecke, die sind hier genauer beschrieben. Ihr müßt nicht alle Caches heben, es reicht aus 1, 2 oder 3 zu suchen, ganz nach Lust und Laune, nach Wetter und Geduld des Anhangs. Und wenn ihr euch ein bisschen vorbereitet z.B. mit Google Maps reicht auch ein Handy in das ihr z.B. so etwas eingeben könnt N51 27.47123 E6 43.8174 (diese Angaben findet ihr auf der o.g. Kulturkanal Webseite). Schreibt mal, ob ihr was gefunden habt, würde mich interessieren. Und obwohl es mir nicht hauptsächlich ums Gewinnspiel geht, wenn ihr eines der drei o.g. Fotos auf blog.kulturkanal.ruhr findet, verteilt doch mal ein paar Sternchen (1/2/3) ;-) .

P.S.: Für echte Geocacher könnte es u.U. etwas langweilig werden, denn die Dosen sind familienfreundlich versteckt. Laßt doch mal die “Kleinen” ran.

Ein Tag am Niederrhein

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Manchmal kommt man ja so von Hölzken auf Stöcksken, soll heißen man sucht im Internet nach A, findet aber nur B. B ist aber auch ganz interessant und so stolpert man über C. So ähnlich ging es mir vor einiger Zeit, als ich etwas über die neue Rheinbrücke bei Wesel las und schon gar nicht mehr wußte, welches Hölzken mich auf dieses Stöcksken gebracht hat. Während ich so google und binge :-) , sah ich dann Bilder, welche die Überreste der historischen Eisenbahnbrücke bei Wesel zeigt. Die Brücke wurde in den Jahren 1872 bis 1874 von der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft gebaut und im zweiten Weltkrieg zerstört. Xanten, ja da war ich schon häufiger, aber Wesel, da war ich noch nie, dabei liegt es rechtsrheinisch mit Xanten ungefähr auf gleicher Höhe.

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Als ich dann beim Durchblättern der RuhrTopCard Broschüre etwas über das zu Xanten gehörende Naturforum Bislicher Insel las, war A, B und C komplett. Also bin ich los, um die neue Rheinbrücke zu bestaunen, an den Ruinen der alten Eisenbahnbrücke entlang zu laufen und mir danach die Bislicher Insel zu Gemüte zu führen. Von der Weseler Straße führte mich der Weg auf die Zufahrt, die zur alten (Auto-)Brücke führte. Vor mir der Teer, rechts und links Bäume alles ganz normal aber doch irgendwie anders. Nach ca. 600 – 700 Metern endet die Straße vor einem Zaun, hier geht’s nur noch mit dem Fahrrad oder per Pedes weiter. Bis zu der alten Eisenbahnbrücke ist es gut einen Kilometer. Die Brücke (oder das was davon übrig ist) ist vor 70 Jahren im zweiten Weltkrieg zerstört worden und dümpelt seit dem so vor sich hin. Betreten darf man sie nicht. In der Mitte, da wo ein Bogen ganz zerfallen ist kann man aber *hüstel* ein bisschen klettern (von mir habt ihr das aber nicht). Links davon sieht man übrigens den 320 Meter hohen Sendemast Wesel-Büderich. Zurück am Auto geht es weiter zur Bislicher Insel.

Diese ist eigentlich eine Auenlandschaft und weniger eine Insel, liegt umschlungen von einem Altrheinarm, der im 18. Jahrhundert durch eine Begradigung des Rheins entstanden ist. Bei Sonnenschein kann man entlang der Bislicher Insel meilenweit laufen oder Fahrradfahren. Na ja, kann man … ohne Fahrrad fühlte ich mich jedoch ziemlich verlassen. Der Eyländer Weg, auf den mich mein Navi mit dem Auto schickte, ist mehr sowas wie ein überbreiter Radweg und leider ziemlich weit weg vom Rhein. Zum Glück wußte ich, daß die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist, sonst hätte ich Angst bekommen, gleich irgendwo runter zu fallen. Das Navi war weiter der Meinung ich müßte noch 2 km fahren. Irgendwann kam ich dann auch tatsächlich am Naturforum an. Das Haus (Eintritt 3,- €) zeigt auf zwei Etagen an verschiedenen Informationsstationen alles über das Thema Auenlandschaft und Bislicher Insel. Man lernt, welche Tiere hier zu finden sind und was z.B. ein Auenwald ist. Hinter dem Haus befindet sich ein großer Garten mit Apfelbäumen (z.Zt. natürlich ohne Früchte) und ein kleines Biotop. Wenn ich ehrlich bin, alles recht überschaubar.

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Der Besuch des Naturforums war für mich in der RuhrTopCard enthalten und im angeschlossenen Auencafé (Achtung Öffnungszeiten in der Nebensaison nur Sa. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, in der Hauptsaison Di. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, montags Ruhetag) wollte ich noch ein Stück Kuchen und einen Kaffee genießen, mußte aber feststellen, das die Hauptsaison erst im Mai startet :-( . Also habe ich meine Reise entlang des Eyländer Wegs bis zur Personenfähre über den Rhein fortgesetzt und am dortigen Cafe und Restaurant ein Stück Kuchen gegessen. Bei dem tollen Wetter war es rappelvoll, die Fähre setzte Fußgänger und Radfahrer (keine Autos) über den Rhein und das Cafe schien mir neben Fahrradfahrern ein Geheimtreff für Motorradfahrer(innen). Ob ich Vögel gesehen habe? Ja zwei Störche, die gleich gegenüber des Naturforums nisteten. Weitere Vögel muß es wohl gegeben haben, denn an einer Stelle standen ein paar Beobachter mit Objektiven die vermutlich bis nach Wesel reichten ;-). Ich habe keine (Vögel) gesehen.

Bilder im “Rhein und Ruhr” Album bei Flickr und Google+.

Rockelsberghalde, 100 Schritte bis zum Rhein

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Es gibt ja diese Sonntage wo man unbedingt vor die Türe muß, weil einem die Decke auf den Kopf fällt, aber draußen ist’s usselig und dann gibt’s die Sonntage, da hat man eigentlich was zu tun, kann aber auf Grund des guten Wetters nicht drinnen bleiben. Letzten Sonntag stand ich vor diesem Dilemma, denn es war Frühling. Bloß nicht in übervolle Cafés oder auf überlaufene Promenaden. Stattdessen habe ich eine Halde besucht, ich war am Rhein und ich habe Modellflieger beobachtet. Ihr meint das wären ja gleich drei Dinge auf einmal? Jepp, und alle am gleichen Ort.

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Mal eine ganz neue Halde, so ohne Landmarke, fast unbekannt und auch fast unscheinbar. Zum Glück gibt es im allwissenden Internet Seiten wie z.B. Halden.Ruhr. Rockelsberghalde, wo soll die liegen? Linksrheinisch, fast vor meiner Haustüre? Niemals von gehört. Aber 20 Min. mit dem Auto, ich mache mich auf den Weg. Kaum abgestellt, höre ich bereits von weitem Motorengeräusche. Baumfällarbeiten? Motoradtreff? Flugplatz? Ja tatsächlich, aber der für die ganz Kleinen, für Modellflieger. Geschäftiges Schrauben und Werkeln wenige Meter vom Rhein entfernt.

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Die Rockelsberghalde liegt unweit des Rheinparks und damit zwangsläufig unweit des Rheins, nur auf der anderen Rheinseite in Duisburg-Rheinhausen. Ein Teil der riesengroßen Rheinwiese, die bei Hochwasser als Überflutungsfläche dient, ist abgesperrt und ausgeschildert für Modellflugzeugpiloten. Ganz schön was los für einen Sonntagmittag, aber ist ja auch schönes Wetter. Zieht das Modell des Motorflugzeus da gerade einen Modellsegelflieger hoch? In der Tat, wie im echten Leben. Ich gehe ein paar Schritte weiter und nehme den ersten Abzweig der bergan führt. Ausgeschildert ist die Halde nicht, aber zu übersehen ist sie auch nicht.

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Gut die Halde ist jetzt nicht riesig und auch nicht besonders hübsch, aber man hat einen Rundumblick über Duisburg. Während auf dem Rheindeich Familien und Hunde spazieren gingen, war ich auf der Halde alleine. Also zumindest an dem Tag, daß andere bereits oben waren, ist an den Müllresten zu sehen, den andere Dreckspatzen da oben haben liegenlassen. Kein Aussichtsturm, keine Achterbahn, kein Leuchtturm, kein Kiosk, kein Kaffee nur Schotter und Rundumblick und am Wegesrand wuchsen diese Pieksedinger. Also zurück und ca. 100 Schritte bis zum Rhein, während über mir die Modellflieger ihre Runden drehen. Ob ich die Halde und das Umfeld empfehlen würde? Na ja, für Hundefreunde und Fahrradfahrer, die auf dem Rheindeich spazierengehen/-fahren wollen ja, die Halde selbst ist eher unspektakulär. Aber nach dem Rundumblick kann man ja noch Schiffe gucken und wer will fährt noch rüber in den Rheinpark. (Fotos: Flickr / Google+)