Neulich im Zoo Krefeld

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Tja, was soll ich sagen, Tierfotografie ist ein schwieriges Unterfangen, aber wie ich schon im Januar sagte, werde ich dieses Jahr mal häufiger den kleinen aber feinen Krefelder Zoo besuchen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Auch wenn er nicht mit Duisburg oder Gelsenkirchen vergleichbar ist, man kann ihn gut für einen gemütlichen Spaziergang nutzen und zu sehen gibt’s fast immer was. Wer Geduld und Zeit für Tierbeobachtungen hat, verbringt auch schon mal schnell 4 Stunden dort ohne sich zu langweilen.

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Das Geld ist natürlich knapp und trotzdem hat der Zoo in den letzten Jahren einiges für seine Besucher getan. Neben dem Gorillagarten, der im Jahr 2012 eröffnet wurde, kam 2014 das neue Pinguingehege dazu. Hier führt ein Weg den Besucher mitten durch das Gehege bzw. die Freiflughalle, in der neben den Pinguinen auch noch Seeschwalben leben (Achtung Tiefflug ;-) ) und wer die Pinguine mal in ihrem Element erleben möchte, eine große Panoramascheibe gibt den Blick unter Wasser frei. Im Frühjahr (d.J. am 28. März) eröffnet dann auch der Schmetterlingsdschungel wieder seine Türen.

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Ab heute (1. März) ist der Zoo dann auch wieder bis 18.00 Uhr geöffnet und mit 10,50 € (Kinder 5,50 €) zählt der Zoo auch noch zu den günstigeren seiner Art. Einziges Handicap, der Zoo hat nur eine Kasse, so daß sich an sonnigen Tagen schon mal ein kleiner Stau ergibt. Aber nicht verzagen, es lohnt sich anzustehen und mit der Jahreskarte kann man sich i.d.R. auch an der Schlange vorbeimogeln, kurz vorzeigen reicht dank Lichtbild aus. Ach ja, wer (Achtung Wortspiel :-D ) nur mal schnuppern möchte, ab einer Stunde vor Schließung der Tierhäuser (im Sommer also 16.30 Uhr) kostet der Eintritt nur noch 5,- € (2,50 €). Zeit für einen kleinen Feierabendspaziergang.

Eine Auswahl von weiteren Fotos gibt’s bei Flickr oder Google+.

Terra Zoo und anderswo

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Der Wetterbericht sagte was von bedecktem Himmel mit wenig Sonne. Der Kalender zeigte bereits den letzten Januartag, dabei kommt es mir vor, als hätte ich gerade erst Silvester hinter mich gebracht. In welchem Raumzeitkontinuum habt ihr die letzten 4 Wochen zugebracht? Eins stand fest, ich mußte an diesem Wochenende unbedingt mal wieder vor die Türe. Also nahm ich mir vor, die RuhrTopCard 2015 einzuweihen. Für den Fall, daß es doch tröpfelt entschloß ich mich den Terra Zoo in Rheinberg zu besuchen.

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Ich war bereits 2012 und 2013 dort und der Zoo besteht eigentlich auch nur aus einem großen Raum, aber es lohnt sich fast immer, wenn man ein paar ausgefallene Bilder machen möchte. Ihr findet Warane, Echsen, Leguane, Chamäleon und diverse Schlangen in den Gehegen und bereits wenn ihr reinkommt gibt’s meist eine Überraschung. Während 2012 eine Riesenschildkröte durch die Gänge “flitzte” ist es z.Zt. ein Pfau.

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Nie vorher habe ich so nah vor einem Pfau gestanden. Ich nehme an, daß es ein weibliches Tier war, denn große bunten Federn waren nicht zu sehen. Außerdem stellte sie sich für ein Fotoshootig bereitwillig in Positur :-). Danach lies mich das Chamäleon nicht los. So ein buntes Exemplar hatte ich bisher nur auf Bildern gesehen, aber jetzt kletterte es vor meinen Augen durch sein Gehege und kam zwischendurch fast bis an die Scheibe, so daß sich ein paar beeindruckende Fotos ergaben. Und wenn ich dann einmal dem Fotofieber verfallen bin, verfliegt die Zeit wie nichts :-D .

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Nach rd. 2 1/2 Stunden und 450 Bilder später (gut die Hälfte wurde aussortiert) saß ich wieder im Auto. Der Himmel zeigte sich in Bestform und von “bedeckt” war keine Rede (mehr). Im Gegenteil die Sonne schien vom blauen Himmel bei 5 Grad. Viel zu schade für’s Wohnzimmer, also bin ich noch auf einen Abstecher nach Duisburg in den Landschaftspark (LaPaDu). Der ist schließlich immer einen Besuch wert. Beinahe hätte ich mich entschlossen mal wieder Aufnahmen im Dunkeln zu machen, aber ich hatte kein Stativ dabei, ist aber auf jeden Fall in den nächsten Wochen nochmal vorgemerkt. So nahm der Nachmittag mit einem Sonnenuntergang im Ruhrgebiet ein zufriedenstellendes Ende.

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Noch 6 Wochen bis Frühlingsanfang ;-). Bis dahin gibt’s demnächst sicher noch mehr Bilder, die aus dem Terra Zoo und vom LaPaDu gibt’s bei Flickr und bei Google+. Nächste Woche startet übrigens wieder das Parkleuchten im Grugapark. Ich bin schon ganz gespannt.

Zoo Krefeld

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Wenn ihr mich in den letzten Wochen im Ruhrgebiet vermißt habt, lag es nur am Wetter (und meinem Rücken) und daran, daß die Zeit in letzter Zeit schneller vergeht als sonst. Kaum liegt Silvester hinter uns, ist auch der halbe Januar schon wieder passé und so langsam kommt das Jahr in Fahrt. Was ich 2015 so vorhabe, habe ich ja letztens bereits geschrieben, was ich aber bereits im letzten Jahr vorhatte, war dem hiesigen Zoo in Krefeld des Öfteren mal einen Besuch abzustatten. Keine 10 Minuten entfernt und doch so verschmäht.

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Als ich dieser Tage feststellte, daß mein Perso abläuft und ich neue Fotos brauchte, fielen mir noch die Restbilder vom letzten Mal in die Hände. Da ich auf den Bildern aber noch jung und dynamisch aussah ;-) bin ich mit dem Rest am Samstag an die Zookasse und habe mir eine Jahreskarte gekauft (39,- €). Für den Personalausweis brauche ich natürlich neue (biometrische) Bilder auf denen ich aussehe wie auf einem Fahndungsplakat (nicht lächeln, keine Miene verziehen), aber für die Jahreskarte reichten die Bilder auf jeden Fall mehr als aus. Also werdet ihr mich demnächst, wenn das Wetter nur so na ja ist oder ich keine Lust oder Zeit für eine weitere Tour habe, des öfteren mal im Zoo in Krefeld antreffen.

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Ich wollte endlich mal die Gelegenheit wahrnehmen, das neue, bereits in 2014 eröffnete, Pinguingehege zu betrachten. Unter einem luftdurchlässigen Netz, einer Freiflughalle, findet man Vögel und Pinguine in einem Gehege und der Besucher kann über eine Art Schleuse mit zwei Türen mitten hindurchgehen. Man ist somit von den Pinguinen nur zwei bis drei Armlängen entfernt. Vor dem Gehege gibt es dann noch eine große Glasscheibe, die dem Besucher ermöglicht das Treiben unter Wasser zu beobachten. Einziges Manko, durch die biologische Klärung ist das Wasser ziemlich trübe, so daß man warten muß, daß die Pinguine unmittelbar an der Scheibe vorbeischwimmen … und dann gaaaaanz schnell auf den Auslöser drücken. Insbesondere bei Kinderhänden an der Scheibe scheinen die Tiere aber sehr neugierig :-) .

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Als ich nach einer großen Runde am Trampeltiergehege meinen Fotoapparat wieder verstaute, kam eines der Trampeltiere gleich angerannt, als würde es mich schon ewig kennen. Hatte wohl gedacht ich packe etwas aus statt ein und ich mußte es mit leeren Händen begrüßen. Seine Begrüßung fiel dann auch entsprechend kühl aus GGNW (gucken, gibt nichts, weg :-) ). Nun kann der Winter also gehen und der Frühling bitte kommen, denn dann werde ich die Jahreskarte bestimmt auch mal für einen Feierabendspaziergang durch den Zoo nutzen.

P.S.: Am 20. September ist übrigens Partnerzootag für die meisten Zoos in NRW. Das heißt an dem Tag kommt man mit seiner Jahreskarte in alle anderen Zoos, die sich daran beteiligen.
P.P.S.: Ich lade gleich noch ein paar Fotos ins Google+ Album bzw. zu Flickr hoch.

Neue Wege auf Halde Rheinpreußen

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Von der Halde Rheinpreußen habe ich euch ja nun schon öfter berichtet (z.B. hier), aber vor ein paar Tagen las ich bei Facebook, daß die Halde jetzt einen zweiten Zugang bekommen hat und das mußte ich mir heute bei sonnigem Spätherbstwetter mal ansehen. Zunächst mal warum überhaupt, der bisherige Weg langte doch, oder? Ja prinzipiell schon, aber seit dem Loveparadeunglück müssen überall alternative Rettungswege vorhanden sein, um die Lokationen auch als Veranstaltungsort nutzen zu dürfen. Daher gab es im letzten Jahr z.B. kein Drachenfest auf der Halde Rheinpreußen.

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Was hat man gemacht? Der bisherige Weg vom Kreisverkehr an der Ecke Gutenberg-/Römerstraße wurde nach dem Ende des geteerten Stücks (das als Parkplatz dient) verbreitert und mit festem Schotter belegt. Man hat fast das Gefühl auf einem geteerten Stück zu laufen. Es ist jetzt durchgängig so breit, daß zwei Autos aneinander vorbei passen. Weiter oben kurz vor dem Gipfel wird der Weg noch breiter und rechts zweigt ein zusätzlicher Weg ab. Etwas schmaler als der Hauptweg mündet der Weg auf einem Parkplatz am Waldsee (Seitenstraße der Römerstraße, Moersern vermutlich unter dem Namen Anglerheim AIG Meerbeck e.V. bekannt). Von dort kommt man in ca. 10-15 Min. zu Fuß wieder zum Ausgangspunkt am Kreisverkehr. Last but not least hat man auf dem Hadenplateau, dort wo vorher nur Wiese war, noch eine zweite Zufahrt zum Geleucht angelegt, so daß sich dort so ein kleines Oval ergibt.

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Leider (vermutlich absichtlich :-) ) ist die kleine Straße, die zu dem abgelegenen Parkplatz am Anglerheim führt nur so breit, daß genau ein Auto durchkommt. Wenn einem da einer entgegenkommt wird’s schwierig. Außerdem ist der Zustand mit Schlaglochpiste wohl noch gut beschrieben. Eigentlich schade, denn der Parkplatz ist relativ groß, aber als Rettungs- und Fußweg ist die Straße allemal ausreichend und vielleicht macht man ja noch etwas am Zustand. Auf jeden Fall kann 2015 wieder ein Drachenfestival auf der Halde Rheinpreußen stattfinden. Der genaue Termin steht noch nicht fest, aber ich habe was von Mitte August 2015 gelesen. Ansonsten gibt’s im Sommer evt. noch einen schönen Weg entlang des Waldsees :-) .

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Lange Nacht der Industrie 2014

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Was der Maus Türöffnertag für die Kinder ist, zeigt die “Lange Nacht der Industrie” für Erwachsene. Klingt verrückt, ist aber so :-). Wann seid ihr in eurer Nachbarschaft oder eurer Stadt schon mal auf die Suche nach Industriebetrieben gegangen? Wißt ihr, was in eurer Stadt hergestellt wird? Seht ihr, ich auch nicht? Bei der Langen Nacht der Industrie, die dieses Jahr zum vierten Mal stattfand, kann man hinter die Kulissen gucken, vorausgesetzt man hat das Glück einen der begehrten und schnell ausgebuchten Plätze zu bekommen. Treffpunkt war am Donnerstag gegen 17.00 Uhr der Sprödentalplatz in Krefeld, auf dem die Busse auf die Gäste warteten. Natürlich findet die Lange Nacht der Industrie einmal im Jahr auch in anderen Teilen der Republik statt, aber ich wollte mich ja in Krefeld umgucken. Entschieden hatte ich mich für eine bestimmte Tour und als angemeldeter Blogger gab’s zusätzlich zu den reichlichen Infobroschüren und Sicherheitsanweisungen noch eine Infomappe oben drauf. Unser Tour Guide wies uns nochmal auf die Regeln (Fotografierverbot und Nichtraucherflug … äh .. -fahrt) hin und dann ging’s los :-).

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Erstes Ziel war die Firma ANDRITZ Küsters GmbH einem Spezialisten für Kalander- und Veredlungsprozesse für die Papier-, Vliesstoff- und Textilindustrie. Das lustige, die Firma liegt auf meinem Weg zur Arbeit, so daß ich jeden Morgen daran vorbeifahre und trotzdem kannte ich sie bisher nicht. Kalander? Nie gehört? Ich auch nicht, muß ich ehrlich zugeben, daher hatte ich mich im Vorfeld etwas schlau gemacht. Aber lesen ist nicht sehen und daher war ich gespannt, was mich erwartet. Zur Begrüßung gab es eine kleine Einführung in die Firmengeschichte, der durch Eduard Küsters bereits 1949 gegründeten “Entwicklungsabteilung für Textilmaschinen”. Er war es auch, der die durchbiegungsgesteuerte “Schwimmende Walze” erschuf, die seit 1956 den Maßstab für die Walzentechnologie setzt. 2006 erfolgte die Übernahme der Küsters-Anteile durch die Andritz AG und hat heute rd. 300 Mitarbeiter in Krefeld.

Soviel Info von der Webseite bzw. aus der Einführung. Mit einem kleinen Sender und einem Ohrclip ausgestattet ging es in die Hallen des Unternehmens. Der Sender übertrug die Stimme desjenigen, der uns durch die Hallen führte, so daß alle etwas verstehen konnten. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen. Was ist nun das besondere? Diese Walzentechnologie, so erfahren wir, ermöglicht die Veredelung von Vliesstoff, Textilien und Papier für die Papierindustrie. Ganz vereinfacht ausgedrückt, hat es Eduard Küsters geschafft eine Walze so auf ihr Gegenstück zu drücken, daß der Anpressdruck über die ganze Breite, auch über mehrere Meter, gleich bleibt und nicht zur Mitte hin abfällt. Das ist technisch gesehen vermutlich eine lausige Beschreibung, gibt aber das wieder, was auch betriebsfremde verstehen könnten. Während wir an mannshohen Maschinen vorbeilaufen, hören wir weiter, daß jede Maschine auf Kundenwunsch einzeln angefertigt und auf den Herstellungsprozess abgestimmt wird. Dabei gibt es z.B. Maschinen, die Papier mit über 1000 Meter pro Minute (also über 60 km/h) zwischen den Walzen hindurch jagen oder Vliesstoffe so über beheizte Walzen laufen lassen, daß am Ende ein versandfertiges Produkt entsteht.

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Kommen wir mit den Endprodukten dieser Maschinen in Berührung? Aber sicher, denn die Endprodukte sind in der Papierindustrie zum Beispiel Zeitschriften, Verpackungen oder Spezialpapiere, im Bereich Vliesstoffe, Windeln, Wischtücher, medizinische Artikel, aber auch Agrarvliese z.B. für Erdbeerfelder o.ä. Um eine noch bessere Vorstellung von den Produkten zu bekommen, welche später mit den Maschinen hergestellt werden, gab es für alle Besucher eine Auswahl von Endprodukten in die Hand und damit die Besucher keinen Hungeranfall bekommen, gab’s in der Besuchertasche aus Vlies auch noch eine Laugenbrezel und ein Päckchen Wasser.

Last but not least wurde uns die Forschung an einem “Papier” vorgestellt, welches demnächst z.B. als feuchtes Toilettenpapier auf den Markt kommt. Gibt’s schon? Ja und nein, denn es soll aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, es soll den Wischtest an eurem Hinterteil bestehen und vor allem es soll sich im (Ab-)Wasser möglichst schnell wieder in seine Bestandteile auflösen, um die Pumpwerke eures Abwasserbetreibers nicht zu verstopfen. Der Clou ist kurze Zellulosefasern mit Wasser zu verfestigen und anschließend durch ein ausgeklügeltes Walzensystem wieder energiesparend zu trocknen. Vielleicht findet ihr dieses neuartige “Papier” ab 2015 in den Regalen eures Supermarktes.

Die rund 1 1/2 Stunden vergingen wie im Fluge und wenn ihr demnächst mal wieder einen Schwertransporter durch Krefeld fahren seht, der eine große Walze geladen hat, es dürfte eine aus dem Hause Andritz Küsters sein.

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Für den zweiten Teil des Abends ging es nach Krefeld Oppum und dort zum Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn (“Fahrzeuginstandhaltung GmbH der Deutschen Bahn AG”, so der offizielle Name seit 2004). Zugkollision mit einem umgestürzten Baum? LKW Ladefläche im Gleisbereich? Abgerissene Stromabnehmer? Reguläre Wartung der Drehgestelle oder Aufhübschung eines Zuges vom Getriebe bis zum Klo … pardon WC-Modul? Alles Aufgaben, die im Ausbesserungswerk (Krefeld ist eines von 12 bundesweit) getätigt werden müssen. Der Start begann auch hier mit einer kleinen Einführung in die Geschichte des Werks, das immerhin seit über 100 Jahren an dem Standort existiert (28 Gleise, 21 Fußballfelder groß). Dazu gab es belegte Brötchen und ein Getränk. Aber die Zeit drängte, daher gab es für jeden einen Schutzhelm und dann ging es in kleinen Gruppen auf das Gelände.

Wußtet ihr, daß jeder ICE turnusmäßig alle 6-8 Jahre durch diese Hallen fährt? Vorausgesetzt es kommt nicht vorher schon zu einem Schaden. Und wenn doch, dann geht es an die Reparatur. Aber je nach Schaden reicht es natürlich nicht aus, nur mal die “Stoßstange” zu tauschen, sondern da ist Feinarbeit gefragt. Teilweise in Krefeld, teilweise aber auch vor Ort werden Loks und Züge wieder hergerichtet und das nicht nur für Züge der Deutschen Bahn, sondern auch für die Mitbewerber im deutschen Schienennetz. Weiter ging es zu den großen Roten, die ihr vermutlich als RE oder RB auf eurem Fahrplan kennt. Wir durften mal da Platz nehmen, wo sonst nur der Zugführer seinen Platz hat, wir durften mal unter den Wagen gucken und last but not least mal die Notentriegelung (nicht die Notbremse) betätigen. Die Türen öffneten sich einen Spalt breit und konnten danach aufgeschoben werden.

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Die Generalüberholung eines ganzes Zugs dauert übrigens 3-4 Wochen, danach habt ihr das Gefühl ihr sitzt in einem neuen Zug. Nach den Regionalzügen ging es in die 250 Meter lange ICE Halle. Hier wird, wie in einigen andern Hallen auch, nicht nur in drei Schichten sondern auch in drei Ebenen gearbeitet. Wir durften die oberste Etage betreten und einem ICE auf Dach gucken. Wir erfuhren, daß die Oberleitungen in Deutschland mit 15.000 Volt arbeiten, wir erfuhren etwas über die Technik des Stromabnehmers und welche Schutzmaßnahmen sich sonst auf dem Dach befinden, um z.B. bei Über- oder Unterspannung einen Komplettausfall des Zugs zu verhindern. Ist euch schon mal aufgefallen, daß Oberleitungen auf schnurgeraden Strecken in geschwungenen Linien installiert sind und niemals schnurgerade? Der Grund ist, daß sich der Fahrdraht gleichmäßig auf dem Stromabnehmer hin und her bewegt. Andernfalls würde er irgendwann eine Kerbe in die Mitte des Stromabnehmers fräsen.

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Mittlerweile war es nach 22.00 Uhr und am Ende wurde die Zeit tatsächlich noch etwas knapp, denn der Bus für die Rückfahrt wartete schon mit laufendem Motor. Um Punkt 22.30 Uhr sind wir schließlich wieder am Ausgangspunkt angekommen. Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön an alle Organisatorinnen und Organisatoren, ohne die ein solcher Abend nicht möglich wäre. In Krefeld besuchten übrigens 520 Interessierte 12 Unternehmen, insgesamt gab es 2.600 Plätze und 5.300 Bewerbungen.

Düsseldorf – Jetzt geht’s App

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Erinnert ihr euch? Vor einiger Zeit schrieb ich, daß ich mich ohne Armbanduhr nackt fühle, aber seit meinem Sommerurlaub, in dem ich fast ganz auf die Armbanduhr verzichtet habe, man will ja nahtlos braun werden ;-), lebe ich frechweg ohne. Dafür fühle ich mich mittlerweile bei längeren Touren ohne Handy nackt. D.h. zum Bäcker um die Ecke, zum kleinen Supermarkt auf der anderen Straßenseite oder zum Altpapiercontainer gehe ich schon ohne und zum telefonieren nutze ich das Handy eh nur äußerst selten. Aber ich führe schätzungsweise 100 Apps (incl. der vorinstallierten) mit mir herum. Habt ihr auch soviele auf eurem Handy?

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Twitter, Facebook, Feedly, Instagram, Google Maps, den ÖPNV Fahrplan, Clouddienste oder den Wetterbericht. Das brachte mich auf die Idee den App Check zu machen. Endlich mal ein paar der Apps nutzen, die ich zwar installiert, aber bisher nur selten genutzt habe. Warum ich sie dann installiert habe? Weil ich irgendwo davon gelesen habe und genau weiß, ohne Installation würde ich sie vermutlich nicht wiederfinden. Ich war also mal wieder in Düsseldorf und die erste Frage lautet, wie kommt man hin?

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Möglichkeit eins mit dem Auto (da könnte man eine App brauchen, mit der man den Parkplatz reservieren, bezahlen oder von unterwegs verlängern kann, z.B. TraviPay), Möglichkeit zwei mit dem ÖPNV (ein Muß die App für’s Onlineticket), Möglichkeit drei man mischt die Varianten. Mit dem Auto bis in den Düsseldorfer Randbereich (ohne App kostenlos parken) und dann mit dem ÖPNV in die Stadtmitte :-). Der Vorteil? Zeit, denn die Parkuhr tickt nicht mit. Aus meinem Plan einen Tag lang ohne Bargeld zu leben wurde allerdings nichts, denn dafür sind die Akzeptanzstellen doch noch zu gering.

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Raus aus der Straßenbahn und rein in den Irrgarten .. äh .. Hofgarten, wo ich keine Bilder gemacht habe, weil mir nicht bewußt war, daß auch da der Sturm gewütet hatte. Überall Absperrzäune, die einen zwar hier und da in den Hofgarten hineinließen, aber nur an ganz versteckten Stellen wieder raus. Nachdem ich mich dann trotzdem zum KöBogen durchgeschlagen habe ging’s weiter Richtung Schadowstraße.

Seit der WDR Freitags in der Lokalzeit Düsseldorf Restaurants testet, ist mir bewußt geworden, wie viele Burger Läden es anscheinend in Düsseldorf gibt. Einen davon namens “Butch Becker” (Klosterstraße, keine 5 Min. von der Schadowstraße entfernt), habe ich mal getestet. Die Bestellung wird mit einer Chipkarte geordert und dann an den Tisch gebracht. Probiert habe ich den Chickenburger für 6,- € und muß sagen, er war sehr sehr lecker. Frisch geröstetes Brötchen, gebackene Hühnchenfilets, Avocado, Tomate, Sprossen, rote Zwiebeln, Blattsalat und Mango-Chilisoße.

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Nun war das mein erster Burger Laden, aber ich glaube ich komme wieder. Einen weiteren namens “What’s Beef” gibt es übrigens keine 500 Meter weiter auf der Immermannstraße. Den probiere ich dann beim nächsten Mal. Gerne hätte ich mir auf dem Weg ans Rheinufer noch ein Alt in der Altstadt genehmigt, aber da ich die gemischte Anreise gewählt hatte, ging es zu Fuß bis an den Rhein. Rund 2,5 km bei sonnigem Herbstwetter, endete der Weg im Medienhafen. Schön wenn man Zeit hat :-). Zum Tagesabschluß habe ich dann noch ein CarSharing Auto ausgeführt ;-). Zur Auswahl stehen in Düsseldorf Car2Go und DriveNow. Auch hier habe ich mir das Auto per App gesucht und vergessen, daß ich das Auto (von DriveNow) sogar per HandyApp hätte öffnen können.

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Es hat etwas gedauert bis ich gerafft hatte, daß als Zielstadt im Navi Display Köln stand und ich meine (Düsseldorfer) Straße als Ziel demnach nicht eingeben konnte. Zum Glück, stellt euch vor, das Navi hätte mich samt CarSharing Auto nach Köln geleitet :-D. Außerdem hat mich das Navi ohne Stimme etwas irritiert. Auf kürzestem Weg hätte man die 6 bis 7 km lange Strecke in ca. 11-15 Min. schaffen können, man konnte aber auch 9 km draus machen und 30 Min. brauchen. Sei’s drum, es ging ja um die Handynutzung. Nebenbei, die Gehry Bauten könnte ich jedesmal auf neue fotografieren.

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Eine schöne App ist übrigens auch ParkU, über die man private Parkplätze reservieren und gegen ein Entgelt (Abrechnung über die App) halbstundenweise (oder länger) mieten kann. Es handelt sich dabei sowohl um Parkplätze in Parkhäusern, als auch auf Firmen-, Privat- oder Hotelparkplätzen, die ansonsten zu der angegebenen Zeit leer stehen würden. Der Vermieter verdient ein paar Cent nebenbei und der Parkplatzsuchende kann bereits im Vorraus reservieren und erspart sich die lange Suche nach einem freien Stellplatz. Das probiere ich demnächst mal aus. Von diesem Tripp gibt’s Bilder hier (Flickr) und hier (Google+).

Foto der Woche (Vierundreißig) – Oldtimer im Stadtwald Krefeld

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Kinder wie die Zeit vergeht. Ein PKW ist ein Oldtimer, wenn er 30 Jahre oder älter ist und während einem früher der Begriff Oldtimer eher dann begegnete, wenn man von Autos aus der Anfangszeit des Automobils erzählte, kommt heute bereits der Opel Kadett in seiner letzten Baureihe oder der VW Golf II als Oldtimer daher. Das heißt, Halter dürfen für Fahrzeuge, die 1984 zugelassen wurden, im Laufe dieses Jahres das begehrte H-Kennzeichen beantragen. Beim Oldtimertreffen in Krefeld ist diese Woche auch mein Foto der Woche entstanden, weil sich noch einmal die Sonne und die Augustwolken so schön spiegelten.

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Aber nochmal zurück zum H-Kennzeichen (H wie Historisch). Wo liegt denn jetzt der Vorteil eines solchen Kennzeichens? Erstens die Kfz-Steuer ist pauschal auf 46,02 Euro für Krafträder und 191,73 Euro für andere Fahrzeuge festgelegt, zweitens man kann i.d.R. bei der Kfz-Versicherung sparen und drittens Fahrzeuge mit H-Kennzeichen dürfen in Umweltzonen bewegt werden, in denen sonst spezielle Auflagen gelten, denn eine Feinstaubplakette ist für diese Fahrzeuge nicht nötig.

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Apropos VW Golf II, mein erstes Auto war sogar noch der Golf I. 30 Jahre … ich fühle mich gerade ein bisschen alt und wer jetzt sagt du bist ja auch alt wird mit Lesen dieses Blogs nicht unter 3 Artikeln bestraft ;-) . Das nächste und gleichzeitig letzte Treffen für dieses Jahr in Krefeld ist übrigens am 21. September 2014 und auf Zeche Zollverein kommen noch zwei Treffen am jeweils ersten Sonntag im September und Oktober. Interesse an mehr? Dann guckt doch mal hier (Flickr) oder hier (Google+).

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