Berlin im Lichterglanz – Festival of lights

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In diesem Jahr habe ich mir nochmal etwas besonderes vorgenommen. Wer schon etwas länger hier im Blog mitliest, weiß, daß ich in den letzten Jahren, jeweils im Februar/März, das Parkleuchten im Essener Grugapark besucht habe. Aber was ist schon das Leuchten im Park, wenn eine ganze Stadt leuchten kann. Vor einigen Jahren, es müßte 2008 gewesen sein, war ich aus beruflichen Gründen in Berlin und hatte dort das Vergnügen die XXL Leuchtversion miterleben zu dürfen. Es nannte sich “Festival of lights” und lief dort 10 Tage in der ganzen Stadt (Bilder von damals, noch mit meiner ersten DigiCam einer Canon PowerShot S40 und ohne Stativ, gibt es hier). Auch in meinem frisch eröffneten Blog habe ich seinerzeit davon berichtet.

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Danach fand das “Festival of lights” in jedem Jahr wieder statt und jedes Jahr dachte ich, ich müßte mal wieder dabei sein. Für dieses Jahr habe ich mir im Oktober nochmal 3 Tage reserviert, um die mittlerweile 11. Auflage dieses tollen Festivals in Berlin zu besuchen. Von ca. 19.00 Uhr bis Mitternacht sind jeden Abend diverse Gebäude, Wege, Straßen, Museen uvm. beleuchtet und das nicht nur in bunten Farben sondern mit Mustern und Bildern. Termin in diesem Jahr 09.-18. Oktober 2015.

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Wie ich erst vor kurzem gelesen habe, ist seit 2013 neben dem bereits bekannten “Festival of Lights“, mit “Berlin leuchtet” ein zweites Lichterfest in Berlin dazugekommen. Dieses läuft sogar noch länger (weil es früher startet) und zur selben Zeit. Termin in diesem Jahr 02.-18. Oktober 2015. Auch hier wirbt der Veranstalter damit, daß Sehenswürdigkeiten und besondere Gebäude der Hauptstadt in besonderem Glanz erstrahlen. Das verspricht hoffentlich spannende Abende.

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Besuchen kann man die Lichtkunstwerke zu Fuß (selbst organisiert), aber auch per LightBikeTaxi (Fahrradtaxi), Bus, Kutsche, Schiff oder neu in 2015 per Guide of Light. Letzteres ist eine geführte Fußtour mit professionellen Darstellern, die in einem Hightech-Anzug aus hunderten LED Lichtobjekten stecken. Teinehmer bekommen zusätzlich ein über Funk programmiertes LED Lichtarmband an den eigenen Arm. Die organisierten Touren kosten natürlich Geld zw. 15,- € für den Guide of light und weit über 100,- € für 75 Minuten in einer Kutsche. Jetzt darf es nur nicht drei Abende am Stück regnen. Ich erwarte drei interessante, wenn auch anstrengende Abende, die ich durch entsprechend weniger Ausflüge am Tag kompensieren muß, ansonsten brauche ich nach dem Urlaub erstmal Urlaub :-D. Ich hoffe die Fotoakkus halten durch ;-).

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Nebenbei, falls ihr auch Interesse an einem Berlin Aufenthalt in dem o.g. Zeitraum habt, haltet euch ran. Als ich die Reise vor ca. 3 Monaten gebucht habe, gab es bei Bahnhit.de noch wesentlich günstigere Preise als jetzt und mein ausgewähltes Hotel wäre jetzt auch schon nicht mehr im Angebot, weil das Kontingent vermutlich ausgeschöpft ist. Aber vielleicht nutzt ihr ja CouchSurfing oder einfach ein anderes Hotel ;-). Sagt Bescheid, falls ihr am zweiten Oktoberwochenende auch in Berlin seid.

Kostenlose WLAN Hotspots

WLAN_1 Na, ist eure Stadt auch schon an ein kostenloses WLAN Netz angeschlossen worden? Die öffentliche WLAN Versorgung ist zwar immer noch eine Inselversorgung, aber die Inseln werden langsam größer. Einziger Haken, fast jede Insel hat ihre eigene Lösung. Bereits vor einiger Zeit wollte ich in Düsseldorf das WLAN Netz der Firma WALL AG testen, bisher bin aber nicht dazu gekommen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Unterdessen nimmt die Firma Unitymedia hier in NRW die Fäden in die Hand. Köln, Düsseldorf, Krefeld, Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Bochum oder Dortmund … die 100 größten Städte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sollen bis Jahresende mit kostenlosem WLAN versorgt werden.

Bis zu 100 MB pro Tag können dort kostenfrei genutzt werden. 100 MB sind nicht viel? Tja, kommt natürlich darauf an, was man so macht. 100 MB am Tag sind immerhin 3 GB im Monat. Außerhalb des Verbreitungsgebiets von Unitymedia ist Kabel Deutschland ähnlich fleißig und, wie ihr euch vielleicht erinnert (siehe Reisebericht), ist Hamburg mit kostenlosen Telekom Hotspots (60 Minuten pro Tag) versorgt. Und wie geht das jetzt?

Unitymedia
WLAN_UM Ihr sucht euch einen öffentlichen WLAN Punkt und wählt dort unter dem Punkt WLAN eures Mobilgerätes das offene Netzwerk “Unitymedia Public WifiSpot”. Dann öffnet ihr den Browser und es sollte sich eine Seite öffnen, auf der eine HandyNr. genannt ist. An diese HandyNr. schickt ihr eine SMS mit dem Text “Wifi” (die SMS ist kostenpflichtig).

Auf der Unitymedia Webseite https://www.unitymedia.de/wifispot steht bereits eine HandyNr. (nämlich +49 177 178 55 77), ich nehme an, daß es damit funktioniert (bei mir ging‘s jedenfalls). Ihr erhaltet dann einmalig einen Link und ein Kennwort als Antwort. Klickt auf den Link und bestätigt die Geschäftsbedingungen. Wichtig, erst wenn die Bestätigung kommt, daß die Anmeldung abgeschlossen ist, seid ihr auch registriert.

Jetzt könnt ihr wählen, ob ihr offen (ungeschützt) oder mit WPA2 Verschlüsselung (geschützt) weitersurfen möchtet. Mobilfunknummer und Kennwort gelten dabei als Zugangsdaten. Es wird empfohlen die verschlüsselte Verbindung zu wählen. Bevor es aber damit losgeht ist eine einmalige Konfiguration im Handy notwendig. Ich habe es bisher nicht geschafft, mich verschlüsselt anzumelden, unverschlüsselt laufen die Hotspots aber mit 10 MBit.

WLAN_Handy Die Konfiguration für die Verschlüsselung ist (sehr klein) auf der Seite beschrieben, die erscheint, wenn ihr nach der Registrierung auf “Jetzt konfigurieren” klickt, ich rate allerdings dazu vorab hier hin zu surfen. Die Zugangskennung bleibt (egal ob verschlüsselt oder unverschlüsselt) 24 Monate lang gültig und läuft im Umkreis von ca. 100 – 150 Metern um die Wifi Knotenpunkte. Die Nutzung ist in jeder Stadt mit Unitymedia WLAN möglich, ab 100 MB/Tag wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Ach ja, beim ersten Anmelden pro Tag müßt ihr die AGB (Browser öffnen und x-beliebige Seite aufrufen) neu bestätigen. Als Nutzer der Unitymedia Wifi Spots solltet ihr euch die Seite http://services.unitymedia.de/wifi merken, denn hier gibt es eine Karte mit den nächsten Wifi Spots z.B. in Düsseldorf, Krefeld, Frankfurt, Stuttgart oder im Ruhrgebiet.

WALL AG
WLAN_Wall Wer häufiger in Düsseldorf unterwegs ist hat dort eine zweite Möglichkeit, sogar ohne Begrenzung auf 100 MB, online zu gehen. Hier bietet die Firma WALL AG an ausgewählten Punkten WLAN unter dem Namen “bluespot Free WiFi Hotspot” an, an denen ihr kostenlos und unbegrenzt surfen könnt. Hier ist es evt. sinnvoll sich vorab auf der Webseite https://www.bluespot-WiFi.de anzumelden (Punkt “Jetzt registrieren” wählen). Das geht zwar auch später online, vorab ist’s aber etwas einfacher. Über die Seite http://www.bluespot.de/ bzw. http://bluespot-apps.de/ erfahrt ihr auch gleich etwas über die Apps, die zum einen Reiseführer sein sollen und zum anderen später eine noch schnellere Anmeldung zum WLAN ermöglichen.

Vor Ort macht ihr dann folgendes:
WALL AG – Ihr sucht euch einen öffentlichen WLAN Punkt der Firma WALL AG und aktiviert (sofern noch nicht geschehen) wiederum die WLAN-Option am Handy
– Wählt dann das Netzwerk „bluespot“ aus
– Jetzt erfolgt die Anmeldung mit den o.g. Kontaktdaten (registrierte Nutzer können sich einfach und schnell mit Ihrem Benutzernamen und Passwort einloggen)
– Die App ermöglicht es die Anmeldedaten auch gleich zu hinterlegen, so daß die Einwahl binnen weniger Fingertips funktionieren soll.

Die Wifi Spots der WALL AG sind übrigens in diesen Werbekästen zu finden (ich glaube die heißen CityLight Poster).

Kabel Deutschland
WLAN_KD Mit Düsseldorf, Krefeld und rauf ins Ruhrgebiet hätte ich nun meinen näheren Ausflugs- und Wirkungskreis bezügl. kostenlosem WLAN abgesteckt. Was aber wenn ich mal wieder durch Hamburg oder Berlin tingle? Hamburg habe ich zum einen oben schon erwähnt, zum anderen stellt Kabel Deutschland hier (und in vielen weiteren Orten) offenes WLAN zur Verfügung. Allerdings nur 30 Min. am Tag (Kunden von Kabel Deutschland dürfen länger ans Netz). Als Nutzer der Kabel Deutschland Wifi Spots solltet ihr euch die Seite http://www.kabeldeutschland.de/wlan-hotspots/hotspots-finden.html merken, denn hier gibt’s die passende Karte mit den nächsten Wifi Spots z.B. in Hamburg und auch in Berlin, München oder Leipzig, aber Achtung, wer kein Kunde bei Kabel Deutschland ist, sollte die Option „Homespot“ ausknipsen, weil man dort ohne Anmeldung nicht reinkommt. Indoor (Café u.ä.) und Outdoor Hotspots sind hingegen frei verfügbar.

Einfach die WLAN-Hotspot-Startseite im Internetbrowser öffnen (öffnet sich ggf. automatisch, sobald ihr einen KD Hotspot ausgewählt habt), die Nutzungsbedingungen akzeptieren und lossurfen. Kabel Deutschland bietet zur einfacheren Suche des nächsten Hotspots auch noch eine passende App unter dem Namen “KD Hotspot Finder”.

WLAN_Berlin Zum Thema offenes WLAN in Berlin hat die Stadt Berlin last but not least noch eine Seite unter der Überschrift Projekt Zukunft online gestellt, die sich größtenteils mit den Hotspots von Kabel Deutschland deckt. Deren Hotspots werde ich bei meinem nächsten Berlinbesuch im Oktober mal genauer unter die Lupe nehmen. (Huch schon wieder in Berlin? Ja, dazu in ein paar Tagen mehr ;-) ).

Ich freue mich über eure Erfahrungen oder Ergänzungen, die ihr in die Kommentare schreiben könnt, so habe ich z.B. für München neben Kabel Deutschland noch M-Net mit “M-WLAN Free Wi-Fi” gefunden. Gibt’s weitere freie Wifi Hotspots (Freifunk mal außen vor)?

Urlaub in Zeeland (Niederlande)

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Der Wind wehte uns gehörig ins Gesicht, als wir dem Browersdam näher kamen. Obwohl 25 Grad angesagt waren kam ich mir mit der Regenjacke als Windschutz vor, wie die Kiteschirme, die den Himmel über der Nordsee bevölkerten. Wir waren zu Fuß über die Dünen geklettert und schon aus großer Entfernung konnten wir die Kitesurfer sehen. Diese Stelle des Strandes schien wie gemacht für die Sportler, was wir auf Grund des starken Windes am eigenen Körper spüren konnten. Dazwischen fuhren die Strandsegler mit ihren dreirädrigen Gefährten und welche Kraft der Wind hat, stellte sich ganz schnell heraus, als ein Kiteschirm in einen Strandsegler krachte. Der Kiteschirm hat den Unfall nicht überlebt.

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Schön anzusehen waren sie ja schon, aber da uns die vielen Kites Respekt einflösten, machten wir es uns in den Dünen bequem und beobachteten das Geschehen am Strand von dort. Ehrlich gesagt war ich überrascht, daß überhaupt Wasser da war. Ihr meint das wäre wohl so üblich an der Nordsee? Ich meine die Gezeiten. Anders als an der deutschen Nordseeküste verschwindet das Wasser hier nicht gänzlich, sondern zieht sich nur etwas zurück. Zumindest vermute ich, daß das so ist. Nach ein bisschen Suche im Internet habe ich erfahren, daß der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wasserstand bei 2,5 bis 4,5 Meter liegen kann, das Wasser aber nie ganz verschwindet. Vielleicht kann mir jemand von euch den Umstand mal genauer erklären.

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Es dürfte jetzt so 8-9 Jahre her sein, da suchten wir ein Urlaubsziel, daß Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Seinerzeit lebten meiner Kinder noch mit mir zusammen und wir kamen nach ein wenig Recherche auf die Firma “Centerparcs“. Centerparcs ist, für alle die es nicht kennen, eine Art Ferienpark mit diversen Wohnmöglichkeiten vom Bungalow bis zum zweistöckigen Haus, mit Spielmöglichkeiten, mit einem Spaßbad, Restaurants und einer Art überdachten Ladenstraße, so daß auch bei schlechtem Wetter keine Langeweile aufkommt. Im Laufe der Jahre probierten wir, trotz stolzer Preise, nach und nach die Parks in der Eifel, im Sauerland und in der Lüneburger Heide aus.

Urlaub 2015 (Zeeland)

In den Jahren danach verlief das Leben nicht immer so, wie man sich das vorstellt und die gemeinsamen Urlaube verliefen ganz anders, nämlich im Sand. Nun habe ich in einigen eurer Blogs immer wieder von interessanten Kurztrips an die holländische Küste gelesen und mußte feststellen, daß ich bis auf einen Tagesausflug noch nie an der Nordsee, geschweige denn an der holländischen Nordseeküste war. Bisher gingen meine weitesten Abstecher ins Nachbarland bis nach Arcen und zur Floriade nach Venlo. Vermutlich wäre es auch fast so geblieben, wenn nicht meine Kinder den Vorschlag gemacht hätten, mit ihnen für 5 Tage (4 Nächte) Centerparcs in Port Zéelande kennenzulernen. So verlief das Leben diesmal gewollt in Richtung Sand ;-).

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Nun spreche ich kein holländisch, hatte null Plan wo der Park lag und was man sonst so in Zeeland machen kann. Mir war nicht einmal klar, daß Zeeland eine Provinz der Niederlande ist, zwischen Nord- und Südholland gelegen. Der Centerparcs liegt auf so einem kleinen Schnipsel Land zwischen Nordsee und Grevelingenmeer, einem großen mit Salzwasser gespeisten See. Die Gegend ist wunderschön und soll die saubersten Strände in den ganzen Niederlanden haben. Einziges Manko, der Park ist in den Ferien nicht gerade günstig. Eine sogenannte Wochenmitte (Mo.-Fr.) kostet in den Sommerferien im günstigsten Haus und mit Frühbucher-/Sommerrabatt schon um die 700,- Euro. Da man bequem ist, bucht man Handtücher, Bettwäsche (9,95 € p.P.), die WLAN Karte für 4 Geräte 25,- € und in unserem Fall noch den Frühstückslieferdienst (10,- € p.P/Tag) mit hinzu. Die Frühstückslieferung ist zwar teuer, aber so reichhaltig, daß sich ein Einkauf, im ansonsten teuren Centerparcs Supermarkt auf den ersten Tag beschränkte.

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An unserem ersten Tag ging es wie jeden Morgen erst einmal ins Aqua Mundo. Das Spaßbad hat kein Schwimmerbecken, stattdessen ein Wellenbad, ein Strömungsbecken in dem man schwimmen aber auch stehen kann, eine Reifen- und zwei andere Rutschen, ein Außenbecken und ein Wildwasserkanal, durch den man sich treiben lassen kann. Man darf nur nicht hoffen alleine im Schwimmbad zu sein. Es kann schon mal voll werden, aber bevor es gegen Mittag richtig voll wird, sind wir bereits wieder raus und auf dem Weg, die Landschaft rund um den Park zu entdecken. Den eingangs erwähnten Strand erreicht man zu Fuß in rd. 10 – 15 Minuten.

Da die Buchung bereits früh im Jahr erfolgte, startete die Vorbereitung auf diesen unentdeckten Teil der Welt zunächst mit einer alten Folge der Reisesendung “Wunderschön”, die ich aus der WDR Mediathek fischen konnte. Die letztens ausgestrahlte Wiederholung gibt’s u.U. noch eine Zeitlang hier. Danach ging es in die Bücherei, um in ein paar Reiseführern zu stöbern, bevor ich mich dann entschieden habe, einen davon “Holland – Die Westküste” (ISBN-13: 978-3831725083) käuflich zu erwerben.

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Einigermaßen vorbereitet leitete uns das Navi schließlich in den Park. Bei der Buchung hatten wir auf Google Maps eine Dachterrasse ausgemacht, die sich bei Ankunft aber als Terasse des (6-Personen) Nachbarhauses entpuppte. Tja unser Pech. Ein echtes Manko, daß wir an der Rezeption reklamieren mußten, war, daß das WLAN am Anreisetag im Haus nicht funktionierte. Katastrophe :-o. Es funktionierte nur in und vor der Rezeption, also stellt euch drei mehr oder weniger erwachsene Menschen vor, die um 22.30 Uhr auf der einzigen, durch den Lichtschein der Laterne beleuchteten Bank sitzen, um die Onlineausgabe der Tageszeitung herunterzuladen oder sonstigen Unfug am Smartphone zu treiben und gleichzeitig mit den Mücken kämpfen ;-). Über Nacht wurde das WLAN dann aber repariert, so daß es ab dem 2. Tag auch eine Netzverbindung im Haus gab. Wer möchte kann bei Centerparcs natürlich die Rundumversorgung buchen. Von der Fahrradmiete bis zum abendlichen Buffet sind dem kaum Grenzen gesetzt, meine preisliche Grenze war jedoch mit dem Gebuchten erreicht.

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An den Folgetagen haben wir uns die Orte Zierkzee und Renesse näher angesehen. Zierkzee ist das schöne alte Städtchen, mit Hafen und Restaurants am Wasser (empfehlen könnte ich z.B. das Grand Café De Werf), mit einem zentralen Marktplatz (auf dem bei unserem Besuch eine Kirmes stattfand), sehenswerten alten Hebebrücken und einem hervorragenden Eiscafe (Capri, Am Damm 22), welches köstliche (Geburtstags-)Eisbecher zaubern kann ;-). Nebenbei hat mich sehr positiv überrascht, daß viele Bedienungen gut deutsch sprachen oder eine schöne Mischung aus deutsch und holländisch, so daß man sich problemlos verständigen konnte.

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Renesse hingegen ist mehr der Badeort, zu dem ich sicherlich nicht viel erzählen muß. Im Ort eine Aufreihung von Andenkenläden, Boutiquen und Restaurants rund um die Kirche und 1 km außerhalb ein großer Strand, den man mit einem Bus oder einfach zu Fuß erreichen kann. Wer ein Fernglas dabei hat, kann auf der Sandbank in einigen hundert Metern Entfernung, die Seehunde beobachten. Wenn man nicht gerade mitten im Ort parken will, haben wir sowohl in Zierkzee (Parplatz Eerste Weegje / Laan van Sint Hilaire) als auch in Renesse (Roelandsweg) kostenlos geparkt. Auch am Strand vorm Brouwersdam (Ring Oost / Kabbelaarsbank) waren Parkuhren oder ähnliche deutsche Unarten Fehlanzeige.

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Ich will ja nicht generell für die Niederlande sprechen, aber daß man in einem Urlaubsort oder (am Brouwersdam) 100 Meter von einem Strand entfernt kostenlos parken kann ist in Deutschland meines Wissens undenkbar. Hochachtung liebe Niederländer. Ich habe so das Gefühl, daß das nicht mein letzter Besuch im Nachbarland war, wobei wir natürlich 1a Wetter hatten, aber ich würde gerne irgendwann weitere Orte, etwas weiter südlich kennenlernen. Außerdem weiß ich nach nur einem Besuch wie angenehm Autofahren ist, wenn alle mit 80 km/h über die Nationalstraßen fahren, keiner drängelt und die Ampelschaltungen häufig so geregelt sind, daß binnen kürzester Zeit da grün ist, wo es gebraucht wird. Ach ja, gewöhnungsbedürftig war für mich nur der zweispurige Kreisverkehr (mit zweispuriger Einfahrt und diesen Fahrspurtrennern), den ich anfangs nicht verstanden und mich prompt verfahren habe :-).

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Eine Auswahl an Bildern bekommt ihr bei Flickr oder Google Photos zu sehen und bevor ihr fragt, dieser Beitrag wurde weder gesponsert noch unterstützt (weil Centerparcs mir diesbezüglich eine Absage erteilt hat) und spiegelt daher mein ganz persönliches Empfinden wieder. Wenn ihr bei einem Besuch anders empfindet, dann laßt es mich via Kommentar unter diesem Beitrag wissen. In diesem Sinne tot ziens!

P.S.: Mehr Infos über Holland Zeeland gibts hier Holland.com oder hier Zeeland.nl. Und sogar kostenloses WLAN soll es geben (die Seite habe ich aber erst jetzt gefunden).

Museen, Fisch und ganz viel Sonne – Hamburg 2015 (Teil 2)

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Willkommen zum zweiten Teil des Hamburg Blogbeitrags 2015. >Hier< auch wieder als MP3 (Audio) Version zum herunterladen bzw. direkt anhören (abgelegt bei Dropbox). Wenn ihr jetzt fragt “Zweiter Teil?”, weil ihr den ersten Teil verpaßt habt, dann klickt doch mal >hier<. Und jetzt los … Frisch gestärkt ging es mit der U-Bahn U4 in die Hafencity. Wer Lust hat sollte sich die U-Bahn Station Hafencity Universität (z.Zt. Endstation) mal ansehen. Große Lichtcontainer an der Decke werden wechselweise in verschiedenen Farben beleuchtet.

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Von der U-Bahn Station ging es für mich zu Fuß ins Automuseum “Prototyp“. Das Museum präsentiert euch auf drei Ebenen eine Automobile Zeitreise durch die Geschichte des Autos von den 1930’er Jahren bis zum modernen Rennwagen aus Schumacher und Vettel’s Zeiten. Dabei geht es weniger um Quantität als um Qualität. Ausgefallene Fahrzeuge, teilweise Einzelstücke, werden dem Besucher gezeigt, Bodendisplays erklären was man sieht. Eine gläserne Werkstatt, eine elektronische Bibliothek, Preise und Originalzubehör befinden sich in Glaskästen. In einem Fahrsimulator könnt ihr schließlich selbst ein Rennen fahren. Auch hier gilt, man kann in 1 bis 1,5 Stunden durch dieses Museum gehen, man kann aber auch locker die doppelte Zeit dort verbringen. Ich setze mir i.d.R. vor einem Museumbesuch ein Limit, sonst ist der Tag rum, bevor ich es realisiert habe. Eines der für mich bekanntesten Stücke war der restaurierte VW Käfer “Herbie” aus den gleichnamigen Disneyfilmen.

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Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich noch ein paar Fotos in der Hafencity gemacht, vorzugsweise neue Gebäude, die ich bisher noch nicht abgelichtet habe und den Sonnenuntergang habe ich schließlich an der Binnenalster genossen. Eigentlich wollte ich sogar noch eine Runde um die Binnenalaster drehen, aber die Lombardsbrücke war auf Grund von Bauarbeiten gesperrt und so gab es nur lange (Um-)Wege, um über die Wasserverbindung von der Binnen- zur Außenalster zu kommen. Na ja, man kann nicht alles haben :-/.

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Der nächste Tag startet im Maritimen Museum in der Speicherstadt (genauer im Kaiserspeicher). Der Besuch dieses Museums wurde mir duch Hamburg Tourismus ermöglicht. Auf sage uns schreibe 9 Etagen, pardon 9 Decks erfahrt ihr alles über das Thema Schifffahrt. Deck 1 erklärt uns alles zum Thema Kommunikation und Navigation, also Funkgeräte, Radar oder Echolot. Auf den Decks 2 und 3 geht es um die Fortschritte bei der Segeltechnik, um Piraterie und die Geschichte des Schiffsbaus. Wie lebt man so an Bord, welche Rituale und Uniformen gibt es erklärt uns Deck 4, während Deck 5 in die Kriegsgeschichte der Marine einsteigt. Moderne Handels- und Passagierschiffahrt (mit Blick in eine Kabine und auf das Geschirr der Queen Mary 2) sowie Expedition und Wissenschaft füllen die Decks 6 und 7. Schließlich geht es zum Schluß um Malerei und Modellbau auf den Decks 8 und 9.

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Ich hatte mir 2-3 Stunden als Zeitlimit gesetzt und habe verschiedene Exponate nur im Vorbeilaufen sehen können. Wer sich für Schifffahrt interessiert kann hier locker einen ganzen Regentag verbringen. Ob es auch Schiffsmodelle zu sehen gibt? Moment laßt mich mal überlegen …. ähm ja, ich würde sagen zwöfendreißigtausend Stück und auf dem Modellbaudeck gleich ganze Wände voll :-) . Das eindrucksvollste Modell war allerdings die Queen Mary 2, die auf einer der Zwischendecks stand. Sie wurde aus insgesamt 780.000 Legosteinen nachgebaut. Da müssen gaaaaanz lange Winterabende hergehalten haben :-o.

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Nach soviel Theorie brauchte ich wieder ein bisschen Entspannung. Dieses Mal im Meßmer Momentum, einem gemütlichen Geschäftslokal des Teeherstellers Meßmer. Auf der einen Seite des Lokals gibt es eine kleine Geschichte des Tees zum nachlesen und ausprobieren und auf der anderen Seite gemütliche Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit Tee zu trinken und etwas zu essen. Im Vorfeld hatte ich in der Speisekarte von Scones gelesen, hatte aber keine Ahnung was Scones sind. Also mußte ich diese probieren.

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Während ich mich mit meinem Tablet bewaffnet in einer gemütlichen Lesersofaecke niederließ und meine vorher geladene Tageszeitung las, tat sich erstmal eine zeitlang nichts. Ich hatte mich anscheinend so unscheinbar in die Ecke verzogen, daß ich garnicht mehr wahrgenommen wurde. Ich stand also nach ca. 15 Minuten wieder auf, um mich zwecks Bestellung bemerkbar zu machen :-o und wählte 2 Mini Scones mit Clotted Cream & Strawberry Jam zusammen mit einer Tasse Himbeer/Waldmeistertee (Tee des Jahres 2015), den ich in hiesigen Geschäften noch nicht gefunden habe. Himmlisch diese Scones, machen vielleicht nicht schlank aber glücklich ;-). Last but not least gab es zum Abschluß für jeden Kunden ein leeres Päckchen, in das man sich seine drei Lieblingsteebeutel nach Wahl aussuchen konnte.

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Der Rückweg ging wie am Montag nochmal durch die Speicherstadt, mit der Hafenfähre an die Landungsbrücken und an Brücke 10 gab’s nochmal ein Fischbrötchen :-D. Ich saß eine ganze Zeit oberhalb von Brücke 10 und konnte dort auf die Elbe blicken. Ich war es gewöhnt, daß an der Elbe sonst immer ein gewisser Wind weht, aber an dem Abend schien mir die Sonne auf’s Haupt und von Wind war kaum etwas zu spüren. Am liebsten wäre ich noch Stunden dort sitzengeblieben. Aber zum Glück hatte ich mich im Vorfeld via Internet darüber informiert, welche Busse in Richtung meines Hotels fahren. Mit dem Bus 112 ging’s ein paar Stationen bis zur Handelskammer und dort zu Fuß weiter durch Planten un Bloomen zurück ins Hotel.

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Ich bin da vielleicht etwas übergenau, aber da die U-Bahn in der Nähe meines Hotels (U1) umgebaut wurde, wollte ich gerne wissen, welche Busse stattdessen von den Landungsbrücken, der Speicherstadt oder aus der Innenstadt meinen Füßen etwas Entspannung bieten ;-). Es ist schwer zu schätzen, trotz der Hamburg Card war ich täglich bestimmt noch 8-10 km zu Fuß unterwegs.

Der letzte Tag begann mit grauem Himmel und war auch wesentlich windiger, als die beiden Tage zuvor. Ich wollte Richtung Chilehaus (welches neben der Speicherstadt auch zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde) und das Glück sollte mir hold bleiben, denn genau als ich vor dem Sprinkenhof und damit gegenüber dem Chilehaus stand riß der Himmel für einen Moment auf und blauer Himmel sorgte für ein 1a Fotomotiv.

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Bis zur Rückreise waren es noch rund 3 Stunden, Zeit genug noch einen Abstecher zur Kaffeerösterei in der Speicherstadt zu machen. Das verrückte, ich bin bestimmt schon 3-4 mal bei Besuchen in Hamburg an der Rösterei vorbeigelaufen, wußte aber nicht, daß man sie betreten kann, sogar betreten sollte, denn neben der Schaurösterei, bei der man zusehen kann, gibt es eine Caféhaus mit rd. 100 Plätzen und einen Fabrikladen. Erst bei Recherchen im Vorfeld zu dieser Hamburg Reise habe ich davon gelesen. Trotz der etwas längeren Warteschlange habe ich mich für einen Cappuccino eingereiht. Zum guten Schluß gab’s dann noch ein Päckchen Orang Utan Coffee für die Zeit nach dem Hamburgbesuch (6,95 €/250g). Während der Rückreise roch es in meiner Tasche die ganze Zeit nach frisch gemahlenen Kaffee ;-). Nebenbei fördert das Orang Utan Coffee Project Bauern, die ihre Kaffeeplantagen ökologisch bewirtschaften und auf Rodungen des Regenwaldes verzichten.

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Damit enden die 3 Tage in Hamburg, gerne hätte ich noch Dinge wie den Besuch in Blankenese wiederholt oder vielleicht erinnert sich noch jemand an das NDR-Walroß Antje, das früher die Pausen zwischen zwei NDR Sendungen überbrückte. Sie wird im Zoologischen Museum der Uni Hamburg (Eintritt frei) ausgestellt. Damit startet dann der Wunschzettel für’s nächste Mal ;-).

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Ach ja eines noch, ich habe auch am Jungfernstieg nochmal das WLAN der Telekom (1 Std. kostemlos) getestet. Hier lief es zunächst etwas schleppender, denn ich stand nicht direkt neben dem Hotspot (hier in so einer Säule mit einem öffentlichen Telefon gekoppelt) sondern saß erst auf der anderen Straßenseite. Neben dem Hotspot lief’s dann ohne Probleme, mit dem Nachteil, daß man stehen mußte. Wenn ihr selbst mal in Hamburg seid, probiert es einfach mal aus. Viel mehr Bilder gibt’s in den Hamburg 2015 Alben bei Flickr oder Google Fotos.

Museen, Fisch und ganz viel Sonne – Hamburg 2015 (Teil 1)

Da sitze ich also und überlege, wie ich am besten in den Beitrag einsteige und wie ausführlich ich euch von meinem Hamburg Trip erzähle. Andererseits würde ich euch gerne so viele Tipps wie möglich weiterreichen. Also verzeiht mir vorab, wenn’s mal wieder länger wird :-). Dieses Mal probiere ich zusätzlich mal was neues. >Hier< könnt ihr euch eine MP3 (Audio) Version dieses Blogbeitrags herunterladen bzw. anhören (abgelegt bei Dropbox).

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Der Wecker klingelte an meinem ersten Urlaubstag nicht ganz so früh, die Bahn streikte nicht mehr, die Reiseunterlagen sind trotz Poststreik noch eingetroffen, also stand der Reise nach Hamburg nichts mehr im Weg. Wer die letzten Reiseberichte gelesen hat, wird wissen, daß ich mich i.d.R. nicht langweile, Speicherstadt und Hafencity, Miniatur Wunderland oder Alster wurden genauso besucht wie auf den Michel geklettert oder Blankenese erforscht. Ob’s bei all den hübschen Fotos auch schon mal Ziele gab, die nicht so eingeschlagen sind? Na klar, z.B. der Besuch der Kirche St. Nikolai, die zwar einen schönen Ausblick bieten soll, aber auf Grund von Renovierungen komplett eingerüstet ist, so daß der Ausblick fast gleich Null war. Oder dieses Jahr mein Abstecher ins Schanzenviertel. Bestimmt eine tolle Location, wenn man abends mit Freunden draußen sitzen, essen, klönen und sich ein Bierchen trinken will. Morgens um kurz vor 10.00 ist es allerdings auch nur ein Viertel wie jedes andere. Warum ich trotzdem da war? Weil ich beim Umstieg von S-Bahn in U-Bahn einfach mal um die Ecke gucken wollte.

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Schließlich ist da noch das Wetter, das einem einen Strich durch die Rechnung machen kann, daher hatte ich mich für dieses Jahr entschlossen, der Hansestadt im Sommer einen Besuch abzustatten. Und wenn alle Stricke reißen gibt es ja Museen. So hatte ich für dieses Jahr auch wieder einen ganzen Zettel voller Ziele, die ich besuchen wollte und da ich nach ausgiebigem Hotelfrühstück nicht auch noch ein ausgiebiges Mittagessen einnehme, standen stattdessen ein paar Cafe’s auf dem Wunschzettel. Kaum zu zu glauben, dieses Jahr hatte ich Sonne pur. Selbst an der Elbe (rund um die Landungsbrücken) war es trotz leichten Windes warm. Die Anreise, die mittels DB dieses mal in der 1. Klasse erfolgte, startete mit der Regionalbahn und setzte sich dann ab Dortmund mit dem ICE fort. Die 1. Klasse bietet einen kostenlosen WLAN Zugang, den ich umgehend getestet habe. Ich darf verkünden, bis auf einen Hakler kurz vor Harburg, konnte ich durchgängig mit dem Tablet online gehen. App Updates, RadioStream (nur kurz angetestet), Social Networks, alles lief super. Wenn das jetzt noch kostenlos in die 2. Klasse kommt wäre das wirklich ein Grund mehr die Bahn zu nehmen.

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Dieses Mal hatte ich mir vorgenommen Planten und Bloomen mal wieder zu besuchen, schließlich war das Hotel (Baseler Hof, Esplanade 11) gleich um die Ecke und die Speicherstadt genauer unter die Lupe zu nehmen. D.h. dieses Mal kein Besuch des Miniatur Wunderlandes, denn dort war ich schon so oft, daß ich jetzt erstmal die Neueröffnung des Italienabschnitts dort abwarte. Die Speicherstadt ist so voll schöner Museen, daß 3 Tage kaum ausreichen, alle zu besuchen. Ob ich auch eine Hafenrundfahrt gemacht habe? Mhmm … ich bin ja nicht so seefest und bin daher immer davor zurückgeschreckt. Lediglich die Hafenfähren nutze ich gerne, denn die kann man ja praktisch wie einen offenen Bus ansehen.

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Nun müßt ihr wissen, daß ich zwar einen Zettel voll mit Stichworten, Adressen etc. mitführe, aber keinen festen Tagesablauf. Also Hotel bezogen, kurz das kostenlose Hotel WLAN gestestet und dann auf den Weg in den ersten Nachmittag begeben. Erst ein paar Tage vorher habe ich gelesen, daß die Elbphilharmonie (Eröffnung bekanntlich 2017) endlich ohne störende Kräne dasteht. Also los zu einem Spaziergang durch die Hafencity. Mitlerweile ist es etwas grüner dort geworden, überall kleine Treppen, Grünflächen auf denen die Menschen den Nachmittag genießen. Das Eiscafe hat ein paar Liegestühle rausgestellt, auf dem Wasser fahren Ausflugsschiffe vorbei. Dahinten ist die Elbphilharmonie zu sehen. Sie macht schon was her. Während ich noch versuche die ersten Bilder zu schießen kommt die Hafenfähre, die Philharmonie und Landungsbrücken verbindet. Dank Hamburg Card kann man die Fähre genauso nutzen wie Bus, S- oder U-Bahn. Also rauf, denn das ist die 1a Gelegenheit, die Elbphilharmonie von der Wasserseite abzulichten und zu den Landungsbrücken wollte ich sowieso.

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Ich hatte mittlerweile etwas Hunger und mehrfach wurden die Fischbrötchen auf Brücke 10 empfohlen. Die Hafenfähre braucht nach einem kurzen Abstecher ans gegenüberliegende Elbufer (für eine weitere Haltestelle) rd. 10 Minuten bis an die Landungsbrücken. Da die Brücke 10 am hintersten Ende liegt geht’s zu Fuß weiter. Von rechts schallt einem der Werberuf der Hafenrundfahrer entgegen “Jetzt einsteigen, letzte Hafenrundfahrt, danach ist Sommerpause” … :-), ja ne is klar, dann läuft einem ein Clown über den Weg und puschelt einem mit dem Staubwedel hinterher (verrückte Hamburger eben ;-) ). Irgendwann erreiche ich Brücke 10 und entscheide mich spontan für ein Bismarckbrötchen auf die Hand. Eine Bank eine Etage höher ist Ruheplatz. Ich weiß nicht wie die Brötchen an den anderen Brücken schmecken, aber das von Brücke 10 ist in der Tat zu empfehlen.

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Die Sonne scheint weiterhin, Zeit also durch den alten Elbtunnel (gleich an den Landungsbrücken) auf die gegenüberliegende Elbseite nach Steinwerder zu laufen. Von hier gibt’s bekanntlich den schönsten Blick auf die Skyline Hamburgs. Für Autos ist der Tunnel nur zu bestimmten Zeiten, für Radfahrer und Fußgänger aber jederzeit geöffnet (Personenaufzug benutzen). Der Elbtunnel ist ein einmaliges Erlebnis, auch wenn man wie ich jetzt bereits zum wiederholten Mal da unten ist. Man läuft knapp 500 Meter, 21 Meter unter der Elbe lang und kann gerade am Abend die einfallende Sonne auf Landungsbrücken, Michel und Elbphilharmonie ablichten.

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Seit Jahren wollte ich schon zu den Wasserlichtspielen im Park Planten un Bloomen, doch da diese nur in den Sommermonaten stattfinden war ich bisher entweder zu früh im Jahr oder zu spät und als ich einmal in den Sommermonaten in Hamburg weilte wurde die Anlage renoviert :-(. Dieses Jahr sollte es endlich mal passen. Jeden Abend startet um Punkt 22.00 Uhr eine rd. 30 minütige Show zu klassischer Musik (alle paar Wochen wechselndes Programm). Na gut dachte ich so bei mir, wenn du um 21.40 Uhr da bist, wird das wohl ausreichen und da mein Hotel nicht weit von Planten un Bloomen entfernt lag, bin ich gegen 21.20 Uhr losmarschiert. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, daß das Wasserlichtkonzert ein kleines Happening zu sein schien. Die Wiesen rund um den See waren bevölkert mit Menschen auf Picknickdecken, Wolldecken, Sitzkissen und die Bänke und Umrandungen von Blumenrabatten bis zum letzen Platz belegt.

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Ich habe daraufhin die Seeseite gewechselt, auch wenn ich dann nicht mehr direkt in Richtung der Lautsprecher stand und habe von dort zugesehen. Wirklich eine tolle Veranstaltung und vollkommen kostenfrei. Ach ja ich stand natürlich ein, zwei Fußbreiten abseits des Wegs unter einem Baum und wer wurde daraufhin vom Parkpersonal angemeckert? Sagt nichts, ich ziehe sowas an. Egal, ich hatte ein paar Fotos bereits gemacht. Zwei Tage später habe ich mir die Show ein zweites Mal angesehen, dieses Mal war ich bereits gegen 21.20 Uhr vor Ort und durfte sogar sitzen :-). Wenn ihr auch mal hinwollt, hier gibt’s den Parkplan, die Wasserlichtorgel ist da, wo die orange -2- ist.

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Der nächste Tag startete mit einem Dufterlebnis, denn das erste Museum dieses Kurzurlaubs sollte das Gewürzmuseum “Spicy’s” sein. Bereits beim Betreten des Speicherstadt Gebäudes strömte einem eine undefinierbare Mischung aus Pfeffer, Nelken und Curry entgegen. Das Museum befindet sich im 2. Boden eines altes Speicherstadtgebäudes und beherbergt eine Sammlung verschiedenster historischer Gerätschaften, Verpackungen, Werbeartikel und die Geschichte verschiedener Gewürze. Schautafeln erklären, daß einige der Geräte noch bis vor kurzem in Betrieb waren. Natürlich gibt’s auch gefüllte Jutesäcke, so als wären sie gerade angeliefert worden, prall gefüllt mit verschiedensten Gewürzen. An allen kann man mal riechen und die Gewürze in den Schälchen auch mal anfassen. Insgesamt braucht mal rd. 1 Stunde und als Andenken gibt’s ein Päckchen schwarzen Pfeffer, das als “Eintrittskarte” dient.

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Wo ich oben die Kirche St. Nikolai erwähnte, es gibt Leute, die besuchen gerne Kirchen, kann man machen, muß man aber nicht. Es gibt Leute die besuchen gerne Aussichtspunkte in großer Höhe, muß man nicht machen, kann man aber. Und wenn jetzt beides zusammenfällt (Kirche + Aussichtspunkt), dann sollte man das machen und da hochklettern. St. Michaelis (oder kurz der Michel )? Ja, da auch, aber den Turm meine ich nicht. Nein, St. Petri in der Nähe des Rathausmarktes bietet den Fitnesskurs par excellence. Leute ich sag’s euch, ich bin ja gewohnt Treppen zu laufen (Büro 4. Etage, Wohnung 3. Etage), aber das sprengt alles bisher erlebte. Ey man, ich bin alt und überhaupt nicht sportlich, aber ich hab’s in Angriff genommen und geschafft. Bis ganz nach oben und es hat sich gelohnt, der Ausblick aus 123 Metern Höhe ist klasse, toll, aber auch anstrengend. Stellen Sie Ihre Tasche in das Schließfach, oben ist es warm hat die Dame an der Kasse noch gesagt. Ich wollte es nicht glauben, aber außer dem Fotoapparat brauchte ich ja nichts. Also Tasche ins Fach, gute Idee (I).

St.Petri Hamburg

Nach 330 Stufen kommen die ersten Bullaugen für zum Rausgucken und ein paar Stühle davor, bei gefühltem Puls von 180 die gute Idee (II). Bis in die Spitze sind es schließlich 544 Stufen. Den Anfang macht eine steinerene, das Ende eine offene Wendeltreppe (dazwischen Holztreppenstufen). Kurz vor Drehwurm erreicht man den obersten Boden, der gerade noch Platz für drei Stühle bietet. Jetzt will ich bei eurem nächsten Hamburg Besuch eure Fotos von da oben sehen. Eintritt übrigens 3,- €, geöffnet ab 11.00 Uhr morgens.

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Nach soviel Treppen brauchte ich erstmal eine kleine Erfrischung. Obwohl es draußen gar nicht so warm war, fühlte ich mich durchgeschwitzt wie nach einem 1000 Meter Lauf. Also Zwischenstation im Hotel, frisch machen, umziehen und dann auf den Weg zu einer kleinen Stärkung machen. Gleich um die Ecke von Hamburgs Einkaufsstraße (Mönkebergstraße) befindet sich das Haferland. Haferland? Kennt ihr nicht? Aber ihr kennt Kölln, die Firma für Haferflocken und Müsliartikel. In Hamburg hat Kölln :-) einen eigenen Laden und der bietet Kaffee, Cappuccino, Müsli und an dem Tag leckere Müslijoghurtthaler. Hier gibt’s alle Artikel zum Kauf oder ihr stellt euch eine selbst zusammengestellte Müsliration zusammen. Dazu gibt’s ein paar bequeme Plätze zum ausruhen. Außerdem hat der Laden ein Telekomhotspot, womit wir beim nächsten Thema wären.

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Hamburg ist eine der ersten Städte, die jedem mit Handy, Tablet etc. die Möglichkeit bietet 1 Std. am Tag kostenlos ins Internet zu gehen. Man wählt dazu an verschiedenen touristischen Highlights (oder eben im Haferland) lediglich “Telekom” als WLAN Einstellung, öffnet eine beliebige Webseite, gibt dort seine Mobilfunknummer an (egal welches Netz man selber hat) und erhält umgehend eine SMS mit einem Freischaltcode. Einzige Bedingung, die Stunde läuft am Stück, nach 60 Min. ist Schluß.

Hier endet auch der erste Teil, aber Teil zwei ist coming soon … ich erzähle euch morgen vom Meßmer Momentum, vom Internationalen Maritimen Museum, vom Automuseum Prototyp, von der Kaffeerösterei in der Speicherstadt und vieles mehr. Viel mehr Bilder gibt’s auch noch und zwar in den Hamburg 2015 Alben bei Flickr oder Google Fotos (Teil 1 der Fotos, Teil 2 folgt kurzfristig).

Auf dem Weg nach Hamburg

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Und was packt ihr so ein, wenn ihr auf Reisen seid? Drei paar Socken, euer Schmusetier, ‘n Pfund Butter … ach ne, aber auf jeden Fall das Smartphone. Dann habt ihr sicher auch einen Flatratetarif fürs Internet. Mit 500 MB oder 1 GB? Aber wie schnell sind die verbraucht, wenn man ein paar Bilder, Reiseberichte u.ä. hochläd. Ich habe mittlerweile 3 GB und damit komme ich i.d.R. auch aus. Erste Bedingung auf Reisen ist aber ein Hotel mit WLAN, ohne nur noch in Ausnahmefällen. Bis hierher alles gut.

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Dieses Jahr werde ich auf meinem Trip nach Hamburg aber noch zwei weitere WLAN Netze ausprobieren. 1. Meine Anreise mit der Bahn findet dieses Mal (ab Dortmund) in der 1. Klasse statt, denn in den Sommermonaten ist die Buchung mit Bahnhit Hamburg in der 1. Klasse gleich teuer wie die 2. Klasse bzw. war dank meiner frühen Buchung im Januar sogar noch knapp günstiger. Warum erzähle ich euch das, weil man in der 1. Klasse kostenlos im Netz der Telekom surfen kann (wenn der Hotspot denn funktioniert).

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2. Hamburg gehört zu den ersten Städten in Deutschland, die zur HotSpotCity ausgebaut wurde. D.h. die Telekom öffnet ihre (WLAN)HotSpots dahingehend, daß man pro Tag 1 Stunde (leider nur am Stück) kostenlos surfen kann. Landungsbrücken, Hafencity, Jungfernstieg, ich bin gespannt wie weit das Netz ausgebaut ist. Nach Anmeldung (Handynummer angeben, SMS mit PIN entgegennehmen) soll der Zugriff für eine Stunde freigeschaltet sein. Ich werde euch ab 20. Juli über Twitter/Facebook/Google+ (und später im Blog) erzählen wie’s funktioniert.

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Ich packe jetzt mal langsam den Koffer, mit dabei eine Hand voll Ladekabel, drei paar Socken … was man halt so braucht :-) . Drückt mal die Daumen, daß der Regen dieses Mal ein bisschen wärmer ist, denn ich werde Hamburg schließlich mal im Sommer besuchen. Mein Spickzettel enthält das Maritime Museum, Gewürzmuseum, Meßmer Momentum, Haferland, Automuseum Prototyp, Speicherstadt, Hafencity und mehr …

Dem deutschen Volke (Reisetipp Berlin)

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Nur ein kurzer Hinweis (weil der neue Blogbeitrag noch auf sich warten läßt :-) ). Im letzten Jahr habe ich euch, für den Fall daß ihr im Sommer in Berlin seid, hier eine Multimediaprojektion mit dem Titel “Dem deutschen Volke” empfohlen. An der Fassade des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses läuft die halbstündige OpenAir Show und erklärt euch 130 Jahre parlamentarische Demokratie. Die Show ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker, Geschichte erleben in 30 Minuten. Da die Show auch 2015 wieder stattfindet, schaut sie euch an, wenn ihr bis zum 3. Oktober 2015 in Berlin seid. Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Deutschen Bundestages bzw. hier (als PDF Flyer). Der Eintritt ist natürlich frei.