Dampf im Kessel und Steampunk

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Ich schulde euch noch einen Bericht vom Dampffestival in Bochum vor 2 Wochen. Er war nicht vergessen, aber der Berlinbeitrag ging in dem Fall vor. Eigentlich sollte es ja Regen geben und beim Dampf Festival war ich auch schon zweimal, was also soll es da neues geben? Aber irgendwie war es dann doch ganz nett am Himmel und so bin ich kurz entschlossen los. Dieses Jahr sollte zusätzlich zu den Dampfmaschinen auch ein Steampunkfestival stattfinden. Ich war neugierig und Asche auf mein Haupt, aber dank euch und der Ausstellung “Jugendliche Subkulturen im Ruhrgebiet” weiß ich seit dem letzten Jahr auch was “Steampunk” ist :-) .

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Da Bochum ein paar Kilometer von mir entfernt ist, habe ich einen Becher Kaffee sowie die Zeitung eingepackt und bin so zeitig los, daß ich staufrei durchkomme und noch einen Stellplatz auf dem kleinen Parkplatz vor der Zeche Hannover bekomme. Die restliche Wartezeit bis zur Eröffnung überbrücke ich … genau mit Kaffee und der Tageszeitung. Kurz nach 10.00 Uhr ging’s dann los, Dampfmaschinen, Holzspalter, Sägemaschinen … für 6,- € Eintritt gab es “40 Dampfmaschinen aus 100 Jahren”. Immer wieder aufs Neue interessant zu sehen, wie Dampfmaschinen über Ketten und Zahnräder gelenkt werden, wie Kohle nachgefüllt wird, so wie früher bei Oma im Kohleofen oder wie eine Dampfmaschine mit kleinem Kran dabei behilflich ist, einen Baumstamm auf die Sägemaschine zu transportieren, die wiederum auch mit Dampf angetrieben wurde.

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Ihr meint vermutlich, das wäre so ein Männerding mit der Dampfmaschine. Stellen wir uns mal ganz dumm … ja das können wir :-). Vermutlich habt ihr Recht, das Ding mit der Dampfmaschine hatte einen Männerüberschuß im Publikum und nur die Dampfmaschinen wären auch nach kurzem durch gewesen. Aber dann ging es zum Vaporium Ruhr, dem Steampunk-Event im Malakowturm der Zeche Hannover. Ich habe ja keine große Ahnung davon, aber die Dinge die dort ausgestellt wurden und zum Teil auch gekauft werden konnten waren einfach Klasse.

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Nachdem Clown Zimbo vor der Zeche die kleinen Besucher begeistert hat wurde es dann interessant, denn auf dem Außengelände startete der Steampunk Tribal Dance mit der Gruppe “Wild Tribe” (ich hoffe ich habe das so richtig geschrieben). Nicht nur die Damen auch die Darbietung war aller Ehren wert und das Publikum bestätigte das auch mit großem Applaus.

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Last but not least gab es dann noch ein Gruppenbild aller Steampunkfans, die bereit waren sich in Gruppe ablichten zu lassen. Leider war der Andrang der Fotografen so groß, daß mir die ca. 2 Min. vorkamen wie 2 Sekunden, also nicht viel Zeit mal kurz auf den Auslöser zu drücken und ein paar Bilder zu machen. Ihr wollt die Fotografen sehen? Während diese nämlich beschäftigt waren, wurden sie selbst (wie man hier sieht) fotografiert :-) .

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P.S.: Bei dem Blick auf’s Impressum der Seite http://www.vaporium-ruhr.de mußte ich doch laut lachen, denn ich war in Bochum, Vaporium Ruhr war in Bochum und wo sitzt der Seitenbetreiber der Seite? Yeah, in Krefeld. Keine 10 Min. von mir, fahre ich auf dem Weg zur Arbeit täglich daran vorbei. So klein ist die Welt :-D . Was ich sonst an Fotos gemacht habe, wie immer bei Google+ oder Flickr.

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P.P.S.: In der Zeche Hannover läuft übrigens bis Mitte Juli auch noch die Ausstellung “Wanderarbeit Mensch – Mobilität – Migration“. Der Eintritt dahin ist wie immer (mit Ausnahme von Festen wie z.B. dem Dampffestival) frei.

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin

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Ich bin schon ein bisschen hibbelig, schließlich ist Vorfreude die schönste Freude. Ich bin dann mal weg. Nein nicht zum Fußball. Lasst die Jungs mal Ende Mai nach Berlin fahren, ich genieße in der kommenden Woche für ein paar Tage privat die Hauptstadt und weil Zeit ja meist wie im Fluge vergeht, versuche ich mich derzeit etwas vorzubereiten. Kennen und lieben gelernt habe ich Berlin in den Nullerjahren (beknacktes Wort), denn nach 2004 war ich beruflich einige Male dort und habe mich im Anschluß an meine Fortbildungen kreuz und quer durch die Stadt geknipst. Manche Ziele etwas intensiver andere nur auf Stippvisite. Manchmal bin ich über mich selbst erstaunt, wenn ich heute wieder mal von vermeintlichen Geheimtipps lese und bei näherem Hinschauen feststelle, daß ich dort sogar schon einmal war :-) .

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Während ich mich im letzten Jahr auffallend viel im (ehemaligen) Ostteil der Stadt oder entlang des ehemaligen Mauerverlaufs herumgetrieben habe (EastSideGallery, Potsdamer Platz, Bernauer Str., StasiAusstellung, Panoramaausstellung “Die Mauer”, Checkpoint Charly, Tränenpalast, Fernsehturm usw.), möchte ich dieses Mal u.a. in den Südwesten der Stadt. Alliierten Museum, Botanischer Garten, Viktoriapark mit eigenem Wasserfall (landläufig Kreuzberg genannt) oder zum Schöneberger Südparkgelände. Überhaupt liebe ich Berlins Grünflächen z.B. den Park am Gleisdreieck, das Tempelhofer Feld (Flughafen Tempelhof) oder den Britzer Garten, in dem ich auch noch nie war. Der Besuch der Reichstagskuppel ist bereits gebucht und im Stadtteil Prenzlauer Berg und seinen Hinterhöfen müßte ich mich auch mal wieder umsehen und gemütlich einen Kaffee trinken.

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Interesse hätte ich auch an einer Führung in die “Berliner Unterwelten”, allerdings bindet mich eine solche Führung 90 Minuten und leider ist dort aus organisatorischen Gründen auch das Fotografieren verboten :-(. Vielleicht wähle ich stattdessen eine kostenlose Audioführung zum Thema „Flucht Tunnel“, die man sich hier auf dem MP3 Player runterladen kann. Mit dem Plan in der Hand ist man selbst für die Zeiteinteilung zuständig. Last but not least las ich letzte Woche, daß genau in meiner Woche die Figuren der Star Wars Saga ins Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud einziehen. Also gleich eine Anfrage per e-mail abgeschickt, wann der günstigste Zeitpunkt für einen Besuch wäre. Leider habe ich auf diese Anfrage bis heute noch keine Antwort erhalten.

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Ich werde versuchen meine Instagram Bilder wieder mit “#krdigitalberlin” zu taggen, und der ausführliche Bericht (mit vielen Geheimtipps ;-) ) folgt dann sowieso später an dieser Stelle im Blog. Wenn ihr meint, ihr hättet jetzt trotzdem noch einen ganz geheimen Geheimtipp, den ihr mir nennen müßtet, dann wäre jetzt an der Zeit die Kommentarfunktion zu nutzen. Ach und noch was, natürlich ist es in einer Stadt mit 100 oder mehr Museen auch immer eine Frage des Interesses, welches man bevorzugt oder welches eher nicht, daher gleich vorweg die Museumsinsel mit Nofretete & Co. interessiert mich wenig bis gar nicht.

P.S.: Drückt mal die Daumen, daß nach der Streikwoche nächste Woche wieder alle Züge ordnungsgemäß fahren und ich nicht auf dem Weg in die Hauptstadt steckenbleibe :-) .

Street-Food-Market “Schöner Alfred”

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Man könnte fast meinen, daß es vor diesem Wochenende nichts zu essen gab im Ruhrgebiet ;-), denn während das Street-Food-Festival in Duisburg am Samstag, trotz schlechten Wetters, bereits gut besucht war, gab es am Sonntag beim Street-Food-Market in Essen (“Schöner Alfred”) sogar Warteschlangen vor dem Eingang. Auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände an der Frohnhauser Straße 75, manchem dürfte vielleicht der Delta Musik Park bekannt sein (diese Info mußte ich mir aber auch erst einmal anlesen) bildete sich trotz Eintritt von 3,- € p.P. eine längere Schlange quer über den Parkplatz. Ob jetzt “Delta Musik Park” und “Schöner Alfred” gemeinsam dort beheimatet sind habe ich nicht so ganz verstanden, aber vielleicht kann mir das ein ortskundiger Essener mal via Kommentar unter diesem Beitrag erklären.

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Nach rd. 15 Minuten war man bis zur Kasse vorgerückt (am Nachmittag soll es auch schon mal etwas länger gedauert haben) und durfte nach kurzer Taschenkontrolle (keine eigenen Getränke) hinein zum “Schönen Alfred”. Für den Fall, daß es geregnet hätte, hätten dieses Mal die reinen “Zeltstände” den Vorteil gehabt, daß sie überdacht z.T. sogar im beheizten Inneren stehen durften, während die Foodtrucks auf dem Hof Ihre Waren anboten. Ich hatte ja das Vergnügen bereits einen Tag vorher einige Leckereien im Landschaftspark in Duisburg probieren zu können und die Frische der Waren muß auf jeden Fall honoriert werden, aber dennoch sind ein paar Preise diskussionswürdig. Der Oreo Cupcake kostete nach wie vor 3,50 € (war aber auch äußerst lecker) und auch Burger gab’s wie Vortags zw. 5,- und 8,- €. Die Portion Hühnchen in sehr sehr leckerer Erdnußsoße mit einem Klatsch Salat war aber für 4,50 € ein bisschen übersichtlich geraten. Der Nachtisch bestand dieses Mal aus einem Frozen Joghurt (pssst … eigentlich habe ich den zwischendurch gegessen :-) ) und auch er war ohne Einschränkung zu empfehlen.

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Auf dem Hof gab es eine lange Tischreihe, die es einem ermöglichte das Essen zwischendurch auch mal abzustellen, schließlich wollen auch Fotos gemacht werden, und wer sich länger aufhalten wollte (ich war mit Begleitung nur knapp 1 1/2 Stunden dort), der sollte, zumindest am Mittag, auch im beheizten Inneren noch einen Sitzplatz gefunden haben. Am frühen Abend las ich allerdings via Facebook, daß das Essen zum Teil bereits ausgegangen war. Da war der Andrang wohl unterschätzt worden. Hatte ich die Nudeln aus der “Wohnküche” erwähnt? Penne mit Zucchini, Zitronendingswassoße (genauen Namen leider vergessen), Hühnchen, Parmesan und Granatapfelkernen. Auch die waren super lecker :-D .

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Das Gelände selbst ist übrigens etwas verwinkelt und z.T. mit altem Kopfsteinpflaster ausgelegt, so daß man schon ein bisschen auf seine Füße achten mußte. Als Ausgleich dafür gab’s ausgefallene WC Beschilderungen. Lieber auf den Donnerbalken oder zur Lululatrine, ihr habt die Wahl ;-) . Last but not least, der nebenliegende Parkplatz war knapp bemessen, so daß die umliegenden Straßen gut beparkt wurden. Dieser Umstand war aber bereits vorab auf der Facebookseite erklärt worden. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Der nächste Street-Food-Market soll am 10. Mai stattfinden, die weiteren Termine findet ihr hier (ohne Gewähr).

Street-Food-Festival im LaPaDu

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Ich meine letztens im Radio gehört zu haben, daß das, was wir als “Aprilwetter” bezeichnen in den Niederlanden “Märzwetter” heißt. Ich hoffe das stimmt liebe Niederländer, denn kaum hatte ich mich heute auf den Weg zum Street-Food-Festival nach Duisburg gemacht, da fing es derart an zu schütten, daß ich den Landschaftspark schon als Land_unter_Park gesehen habe. Glücklicherweise hatte ich mich entschlossen den großen Schirm mitzunehmen. Es gab nämlich lecker was zu essen, beim Stree-Food-Festival. Ein Teil der Stände hatte sich unter dem Glasdach versammelt, daß im Sommer auch für das Open Air Kino im LaPaDu genutzt wird. Diejenigen, die ihr Zelt / ihren Wagen im nicht überdachten Bereich hatten taten mir zu dem Zeitpunkt ein bisschen leid.

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Und was gab’s leckeres zu essen? Das kann man kaum alles aufzählen, denn die Auswahl war schon riesig. Etwas abenteuerlich war es mit dem Schirm zu hantieren und sich gleichzeitig die Finger nach den Köstlichkeiten zu lecken. Großes Plus, dieser Markt kostete keinen Eintritt, (wie manch anderer Markt) sondern man konnte ganz unbefangen probieren was immer einem in die Hände fiel. Ich wollte mich nicht satt essen, aber ein 1/2 Pasty von “The Tasty Pasty Company”, ein vegetarischer Oreo-Cupcake von “SchnellVeg” aus Düsseldorf und ein Hamburger aus dem “Snack’n Roll Food Truck” waren lecker und durchaus zu empfehlen. Zugegeben so etwas süßes frittiertes hätte mich auch interessiert, aber da nehme ich ja schon beim hingucken zu ;-) .

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Und als dann die Sonne für eine halbe Stunde rauskam, habe ich die gerade gefutterten Kalorien dadurch abtrainiert (habe ich mir zumindest eingeredet :-D ), daß ich noch einen Abstecher auf den Hochofen gemacht habe. Eigentlich dachte ich ja ich bekomme ein Foto von oben auf den Markt, war aber nicht wirklich so. Kaum wieder unten angekommen fielen auch schon wieder Tropfen aus den nächsten Märzwolken des ersten Frühlingswochenendes und für mich Zeit mich wieder auf den Rückweg zu machen.

1914 Mitten in Europa

1914Seit ihr eigentlich froh in der Jetztzeit zu leben? Wir schreiben das Jahr 2014 und die Nachrichtensendungen vermelden nur selten wirklich gute Nachrichten. Trotzdem haben wir eine Menge Dinge, an die man vor 50 Jahren nicht einmal gedacht hat, geschweige vor 100 Jahren. Daher blickt das LVR Industriemuseum zusammen mit dem Ruhrmuseum Essen in der Mischanlage der Kokerei Zollverein z.Zt. 100 Jahre zurück. Zurück auf “1914 Mitten in Europa“. So lautet der Name der Ausstellung, welche auf den ersten Weltkrieg zurückblickt. Aber nicht nur auf den Weltkrieg, sondern auch auf die Epoche der Jahrhundertwende auf Wohlstand und technische Innovationen, welche zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits existierten.

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Der Besuch startet im südlich vorgelagerten Wiegeturm (Parkplatz C) mit einer Fahrt der 150 Meter langen Standseilbahn. Man muß sich sogar anschnallen, dann rumpelt es etwas und ehe man sich versieht ist man auch schon in der oberen Ebene der Ausstellung angekommen. Ich dachte es wäre kühl dort drinnen, ihr wißt schon dicke Mauern und so, war es aber nicht, es war wie draußen auch um die 30 Grad, vielleicht 2 Grad kühler. Dafür stand die Türe zum Außenbereich offen. Also schnell mal einen Blick auf die Kokerei und das Werksschwimmbad von oben. Allerdings war der Blick nicht ganz neu, ich stand dort schon mal während der Führung durch die Kokerei.

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Die Ausstellung startet mit einem Überblick über die damaligen Errungenschaften, der Motorwagen, der Ottomotor, Kaisers Kaffee Geschäfte, die ersten Rechenmaschinen (namens “TIM” = Time is money), einen Schnelltelegrafen, Aspirin oder die Kleidung dieser Zeit, um nur einiges zu nennen. Diese Etage stellt sprichwörtlich den Vorabend des Ersten Weltkriegs dar. Das war die Zeit, in der Züchtigung von Kindern noch empfohlen wurde! Eine Etage tiefer befinden sich dann die Zeichen des Kriegs. Waffen von der Pistole über das Maschinengewehr bis hin zur Kanone. Dazu die Schutzeinrichtungen der Soldaten und die Produktionsstätten der Waffen und Munition in der Rhein-Ruhr-Region. Man erfährt von der Begeisterung, mit der junge Männer damals in den Krieg zogen und dem Start der “plastischen Chirurgie”, wenn die Männer zum Teil schwer verletzt wieder zurückkehrten.

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Im dritten Teil der Ausstellung, zu begehen über die langgezogene Treppe in der Mischanlage, geht es um die Nachwehen des Krieges mit Hunger, Revolution und Besatzung. Aber auch neue Technik von der Hollerithmaschine (Start der Datenverarbeitung) über den Rundfunkempfänger bis zum “Saugling”, einem der ersten transportablen Staubsauger aus den Borsigwerken in Berlin. Im Nachhinein habe ich mir überlegt, ob es sinnvoll gewesen wäre 3,- € zusätzlich für den Audioguide auszugeben, denn an der einen oder anderen Stelle kam ich mir schon etwas verloren vor ohne nähere Erläuterung der Exponate. Andererseits hatte ich mir 2 Std. Besuchszeit vorgenommen und denke, daß der Audioguide einen doch länger bindet. Wenn ihr Interesse habt, hört doch mal hier testweise rein, ob sich der Audioguide für euch lohnt (ZIP Datei mit einer Hand voll MP3’s).

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Letztendlich habe ich mit Fotos machen rund 2 1/2 Stunden in der Ausstellung verbracht. “1914 Mitten in Europa” läuft noch bis Ende Oktober (26.10.2014). In dem folgenden YouTube Beitrag gibt euch das LVR Industriemuseums noch einen kurzen Einblick in bewegten Bildern. Weitere Fotos gibt’s bei Google+ bzw. Flickr (etwas zurückscrollen weil in der Zeitschiene vor dem Grugaparkbesuch).

#heute1914

Heute 1. Stunde Geschichte … boooaaaa wat habe ich mich damals gelangweilt, wenn wieder mal von Karl dem Großen und Pipin dem Kleinen (oder so ähnlich) erzählt wurde. Unsere Geschichtslehrer war so’ absoluter Zahlenfanatiker und man stand immer gut bei ihm, wenn man alles auswendig gelernt hatte. 1780 Kartoffelkrieg oder war’s 1920, keine Socke braucht das heute, es sei denn er ist Kartoffelverkäufer :-) . Aber mal im Ernst, das Interesse für geschichtliche Dinge kam erst viel später, denn der 2. Weltkrieg wurde meines Wissens im 10. Schuljahr im Schweinsgalopp durchgepaukt, Hauptsache mal erwähnt. Und der 1. Weltkrieg, ja den gab’s auch mal.

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Nun haben wir zum 2. Weltkrieg in den letzten Jahren vieles in TV Dokumentationen gesehen und gehört aber 1914 …? Neben der Ausstellung “1914 Mitten in Europa” (auf Zeche Zollverein in Essen) hat nun das ZDF (im Internet) eine Reihe gestartet, die noch bis Ende 2014 laufen wird. #heute1914 in 100 Sekunden. Der Weltkrieg in 100 Sekunden? Nein, aber Nachrichten und Bilder von damals, im Stil der 100 Sekunden Nachrichtenformate, wie man sie heute im Netz findet. Die ersten Folgen sind schon online und soweit man das über Krieg sagen kann, die 100 Sekunden Nachrichten sind gut gemacht. Insgesamt sollen bis zu ca. 30 Folgen im Laufe des Jahres folgen. Die ersten Folgen verpaßt (wie ich auch)? Hier gibt’ alle Folgen zu sehen.

Auf nach Berlin (… bald)

Da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, freue ich mich dieses Jahr mal wieder in Berlin zu sein. Mein letzter Besuch ist sage und schreibe 4 Jahre her. Hier findet ihr die Blogbeiträge aus 2010, aus 2009 und 2 x aus 2008 [1]/[2]. Nachdem ich im Frühjahr Hamburg unsicher gemacht habe, sieht mich die Hauptstadt in den Sommerferien wieder. Auch dieses Mal habe ich das „Bahnhit“ Programm genutzt und frühzeitig gebucht. Wer schon mal in Berlin war wird wissen, daß es Ausflugsziele “in Hülle und Fülle” (oder wie man bei uns sagt “noch und nöcher”) gibt. In diesem Jahr jährt sich übrigens auch zum 25. Mal der Fall der Mauer.

Berlin

Und wie innerhalb Berlins bewegen? Ich werde in den meisten Fällen den ÖPNV wählen, weil der immer noch am bequemsten ist. Alle paar Minuten kommt eine U-Bahn, ein Bus, irgendwas, was den “Kleinstädter” staunen läßt :-) . Bereits beim letzten Mal habe ich mich für eine Mehrtageskarte entschieden, weil sie den großen Vorteil hat, daß man kein Kleingeld mehr benötigt. Einmal abgestempelt gilt die Karte für 48, 72 Stunden oder gleich 5 Tage. Eine dieser Karten ist die WelcomeCard, die neben dem streßfreien Fahrvergnügen noch eine Menge Rabatte incl. hat. Die Karte kostet für den Bereich AB (was den Großteil der Berliner City abdeckt) zwischen 18,50€ und 32,50€ und wenn’s sogar bis nach Potsdam gehen soll für den Bereich ABC zw. 20,50€ und 37,50€.

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Die Rabatte (meist 25%, bei einigen Partnern aber auch darüber) gelten für ca. 200 Rabattpartner, von Sehenswürdigkeit bis Museum, von Stadttour bis Shopping, bei Partnern in Berlin und Potsdam dazu 4 Wellness Angebote. Und wo bekommt man die WelcomeCard? In den Berlin/Potsdam Tourist Infos, an Verkaufsstellen/Automaten der Berliner Verkehrsunternehmen, an Berliner Flughäfen und online unter berlin-welcomecard.de. Die WelcomeCard habe ich von VisitBerlin zur Verfügung gestellt bekommen. Dafür vorab schon mal vielen Dank. Und jetzt läuft der Countdown, noch 14 Tage.