Besuch im Sauerland – Von Iserlohn nach Altena

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Mit der Ruhrtopcard gibt es bekanntlich eine ganze Reihe von Ausflugszielen, bei denen der Eintritt frei ist. Einige davon liegen fast vor der Haustüre und einige sind etwas weiter entfernt. Schon seit drei Jahren möchte ich einen Ausflug ganz weit in den Osten des Ruhrgebiets machen. Genauer gesagt klopfe ich schon an das Tor zum Sauerland.
In Iserlohn befindet sich nämlich die Dechenhöhle (eine Tropfsteinhöhle) und das Höhlenmuseum, in Altena befindet sich die gleichnamige Burg Altena sowie das Drahtmuseum. Da diese Ziele relativ nah bei einander liegen, habe ich meinen Urlaub in der letzten Woche genutzt und einen Tagesausflug ins Sauerland gemacht. Weiterlesen

10 Jahre Berlin Hauptbahnhof

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Er ist nicht der größte, sondern steht nach Hamburg, München und Frankfurt (Main) erst auf Platz vier der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn, ist aber zugleich der größte Turmbahnhof Europas. Von einem Turmbahnhof spricht man, wenn sich Eisenbahnlinien in übereinanderliegenden Ebenen kreuzen. Von welchem Bahnhof die Rede ist? Gemeint ist der Berliner Hauptbahnhof. Ich erinnere mich noch ziemlich gut, als ich Anfang der 2000’er Jahre zu Lehrgängen in Berlin war. Das ganze Umfeld nordwestlich des Reichstags war eine Riesenbaustelle. Fernbahn, Regionalbahn, S-Bahn und U-Bahn treffen sich in diesem Bahnhof in verschiedenen Ebenen und eine weitere S-Bahn Linie ist bereits vorgesehen. Ziel war es den Bahnhof unbedingt im Jahr 2006 fertig zu stellen, denn 2006 war bekanntlich das Fußballweltmeisterschaftsjahr in Deutschland. Weiterlesen

Vom Münsterland (Schloß Anholt) an den Niederrhein nach Rees

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Es war ein schöner Samstagmorgen, das Frühstück lag hinter mir und ich dachte darüber nach, wie ich diesen Sonnentag wohl verbringen sollte. Manchmal werde ich gefragt, wie ich an meine Ausflugsziele komme und manchmal frage ich mich das selbst. Mal finde ich etwas, weil ich darüber in der Zeitung lese, häufiger jedoch wenn ich fernsehe. Mit ein bisschen Glück merke ich mir dann zumindest ein Stichwort und erinnere mich einige Tage später daran. Diesmal war es ein Bericht über das Schloß Anholt in der einen Sendung und über die Stadt Rees in einer anderen. Bei der Recherche fällt mir auf, daß die beiden Orte nicht weit voneinander entfernt liegen und so ist ein Samstag mit einem neuen Ausflugsziel am Niederrhein gefüllt. Das heißt Moment, während Rees natürlich noch zum Niederrhein gehört, liegt Anholt (gehört zu Isselburg) ganz knapp außerhalb der Niederrheinregion am südwestlichen Zipfel des Münsterlandes. Weiterlesen

Düsseldorf eröffnet die Wehrhahnline

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Stellt euch vor ihr seid Erwin Lottemann .. äh .. Lindemann und hättet 46 Millionen Euro im Lotto gewonnen. Was macht ihr damit? Moment, nix Herrenboutique in Wuppertal ihr startet ein Krautfounding .. oh sorry .. Crowdfunding Projekt für weitere 800 Millionen Euro bei Land und Bund. Während ihr so sammelt, fangt ihr an, euch quer durch die Landeshauptstadt NRW’s zu graben. Nach etwa 9 Jahren des Grabens und des Sammelns habt ihr das Geld zusammen und fertig ist die neue U-Bahn. Weiterlesen

Je suis Paris

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Im Januar dachte ich noch Charlie Hebdo ist ein Satiremagazin, das den Hass auf sich gezogen hat, was die Taten nicht rechtfertigt aber vielleicht ein ganz klein wenig erklärt. Heute bin ich in Gedanken in Paris, heute denke ich, es traf Menschen, die einfach nur einer Freizeitbeschäftigung nachgingen, es traf Menschen, die mit Terror nichts aber auch gar nichts zu tun hatten. Eben noch voll im Leben, plötztlich tot. Je suis Paris😦 .

Berlin leuchtet bei Nacht (II)

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Der Sonntag startete mit Wartezeit am Frühstücksbuffet und das, obwohl ich bereits um 7.15 Uhr aufgestanden war, aber für ein ausgebuchtes Hotel war der Platz wohl etwas knapp bemessen. Als ich gegen 8.30 Uhr beim Frühstück eintraf, hatten sich auch alle anderen überlegt, daß das eine gute Zeit wäre. Irgendwann wurde dann aber ein Tisch frei und ich konnte loslegen. In Anbetracht, daß ich auch Abends bis nach 23.00 Uhr unterwegs bin, habe ich für tagsüber ein paar Ziele als Wiederholungsbesuche geplant. Der Sonntagsausflug ging zum ehemaligen Flughafen Tempelhof. Dort war ich letztes Jahr an einem heißen Sommertag. Bei weit über 30 Grad brannte mir die Sonne auf den Kopf. Dieses Mal war es genau umgekehrt, rd. 12, gefühlt wie 8 Grad und kalter Ostwind.

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Dafür gab es dieses Mal die Drachenfreunde und Kiteboardsurfer zu sehen. Ich habe mich zu Fuß auf gemacht, um das ehemalige Übungsflugzeug der Flughafen-Feuerwehr Tempelhof zu suchen. Vom Eingang Tempelhof geht es quer über die Wiese immer geradeaus und anschließend über die ehemalige Landebahn zurück. Ich war wieder aufs neue beeindruckt, welche Riesenfläche hier für Freizeitaktivitäten zur Verfügung steht. Belustigt hat mich hingegen das Schild „HOLD FOR FOLLOW ME OR RTF INSTRUCTIONS“ (s.o.):-). Von Tempelhof sind es nur ein paar U-Bahnstationen bis nach Kreuzberg und zum gleichnamigen Berg am Viktoriapark.

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Der Wasserfall war bereits in der Winterpause, aber von oben hat man immer noch einen schönen Ausblick über Berlin, auch wenn dieser langsam zuwächst. Auf der Rückseite des Kreuzbergs wächst, soweit ich mich erinnere, sogar Wein. Durch Riemers Hofgarten, einem wunderschönen durch drei Straßen eingegrenzten Wohnviertel, das nicht dem Schema Mietskaserne mit dunklem Hinterhof folgt, geht es zurück ins Hotel. Kleine Pause, bevor die zweite Runde „Festival of lights“ / „Berlin leuchtet“ startet. Der Rückweg erinnerte mich auch nochmal daran, daß Sonntag war, denn ich wollte mich im Edeka an der Friedrichstraße noch mit Getränken eindecken, mußte aber umplanen, denn vor’m Edeka stand eine ca. 30 m lange Warteschlange. Das habe ich in Berlin auch noch nie erlebt.

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Der zweite Abend startet am Ernst-Reuter-Platz und rund um das Neue Kranzler Eck. Vielleicht habe ich die entscheidenden Stellen verpaßt, aber rund ums Neue Kranzler Eck war es doch etwas enttäuschend, denn wenn ein Hotel in der 10. Etage ein paar bunte Lampen in Gang setzt ist das fototechnisch doch eher suboptimal. Dann lieber zur Siegessäule. Leider ist die Anfahrt via ÖPNV etwas ungünstig und mit ca. 1 km Fußmarsch von der S-Bahnstation Tiergarten verbunden. Egal, auf geht’s.

Auch die Siegessäule (incl. Viktoria, im Volksmund auch „Goldelse“ genannt) wurde mit einer Videoprojektion bespielt. Da es schwierig ist, hier gute Fotos zu machen, versammeln sich am Sonntagabend auch nur eine Hand voll Fotografen, geschweige Zuschauer, dort. ISO Zahl rauf, Belichtung ebenfalls und trotz hohem Bildrauschen ein paar Schnappschüsse gemacht. Nach ca. 20 Minuten ist die Show 2 x durch, ich mache mich auf den weiteren Weg.

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Der Weg von der Siegessäule zur nächsten U-Bahnstation ist etwas näher als zur S-Bahn. Der Weg dahin wirkt allerdings noch düsterer als der Hinweg. Außerdem sind kaum Menschen auf der Straße. Ich fühle mich etwas unwohl, nehme mein Stativ fester in die Hand, falls jemand aus dem Gebüsch des Tiergartens springt schlage ich damit zu. Während ich mich umgucke plötzlich ein lautes Rascheln, kaum einen Meter von mir entfernt😮. Ich mache instinktiv einen Schritt zur Seite. Das Herz schlägt schneller. Hinter der kleinen Hecke ist nichts zu sehen. Das Rascheln wiederholt sich. Ein Vogel? Ein Wildschwein? Ein Fuchs? Ein Zombie😮 ? Ich beschleunige meinen Schritt, noch 300 Meter bis zur U-Bahn. Nichts wie weg, ich wechsel die Straßenseite und bin froh, als ich die U-Bahn erreiche. Die Fahrt geht zurück zum Potsdamer Platz.

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Das Weinhaus Hut wird hier von hinten beleuchtet, was mir am Vorabend gar nicht aufgefallen ist. Auch hier nur eine weitere Fotografin und ein paar Leute ohne Fotoapparat. Ich mache ein Foto vom ersten Bild, twitter ein bisschen, gucke am Handy bei Facebook rein und sehe immer noch das erste Bild. Wenn das so weiter geht, werde ich hier nicht alt. Als wir nur noch zu zweit da sind, schlägt die Fotografin neben mir vor statt alle 15 Min. ein Bild doch kurz mal alle 5 Bilder zu zeigen und der Vorführer schlägt ein😀. Endlich kommt Action auf, denn so bekommen wir alle 5 Motive in rd. 5 Minuten zu sehen. Ein herzliches Dankeschön unbekannterweise an beide o.g. Personen:-).

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Nächster Programmpunkt gleich um die Ecke. Am Marlene-Dietrich-Platz stehen die „Angels of Freedom“, bei denen man sich selbst einen Heiligenschein (beleuchteter Ring an Engelflügel) aufsetzen kann. Für eine Reihe von Besuchern die Gelegenheit sich gegenseitig zu fotografieren, auch ich kann jemanden glücklich machen, dieses mal aber nicht in Englisch😉. Fast schon wieder 23.00 Uhr, also auf dem Rückweg noch einen Abstecher zur US Botschaft, die sich mit einem Glückwunsch zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung auch am Festival of Lights beteiligt. Danach Feierabend, ich bin hundemüde und ein bisschen durchgefroren.

MadameTussauds (I)

Der Montag startet mit knapp über 0 Grad. Brrr … schlotter, da könnte ich ja erstmal eine Stunde oder zwei in einem Museum verbringen. Ich fahre zu Madame Tussauds und bin erschrocken, als ich die Warteschlange sehe. Was ich übersehen hatte, Madame Tussauds öffnet erst um 10.00 Uhr und das ist gerade als ich um die Ecke biege. Glück gehabt, nach 10 Min. Wartezeit bin ich an der Kasse und dank Welcome Card spare ich hier 25%. Statt 23,50 € (was ein stolzer Eintrittspreis für Erwachsene ist) zahle ich nur 17,63 €. Ja richtig, nicht 5,50 € oder 6,- € sondern genau 25% (= 5,87 €) werden mir erlassen. Auch bei Madame Tussauds war ich vor ein paar Jahren schon einmal und leider hat man auf meine Anfrage als Blogger nicht geantwortet. Zu den Kosten des Eintritts kann man übrigens locker weiteres Geld ausgeben, ein Begleitbuch an der Kasse, ein Bild im Trabbi gleich am Eingang und auch im weiteren Verlauf hier und da Fotomöglichkeiten.

MadameTussauds (II)

Ich verzichtete dankend auf alle Angebote und auch vom Merchandiseshop lasse ich mich nicht verführen. Ob es sich lohnt. Ich würde sagen ja. Nach dem Thema Geschichte (mit z.B. W. Brandt, K. Adenauer, K. Wowereit, G. Schröder, A. Merkel aber auch E. Honecker oder W. Ulbricht) folgt ein Stockwerk höher das Thema Film und Musik. In der Sportabteilung treffe ich F. Beckenbauer, S. Graf, B. Becker, D. Nowitzki oder M. Neuer, um nur einige zu nennen, und in der TV Abteilung laufen einem z.B. Th. Gottschalk, H. Kerkeling oder B. Schöneberger (die übrigens sehr gut getroffen wurde) über den Weg. Im hinteren Teil dann Stars wie M. Jackson, E. Presley, Beatles, Madonna, B. Spears, H. Fischer, K. Perry und M. Cyrus im sehr knappen Body😉. Im Untergeschoss folgen schließlich die Stars der Star Wars Serie incl. Meister Yoda.

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Danach sagte mein Notizzettel, geh doch mal ins belgische Viertel. Hierüber habe ich irgendwann mal etwas interessantes gelesen. Leider hatte ich vergessen was und wenn ich ehrlich bin, das belgische Viertel war auch „nur“ ein Wohnviertel mit vielen alten Häusern. Immerhin war mittlerweile die Sonne wieder da und daher habe ich die Herbstsonne an diesem Nachmittag im Regierungsviertel genossen. Leider gab es hier kein freies WLAN, dafür aber an verschiedenen anderen Stellen der Hauptstadt. Wenn ihr mal unterwegs seid, ladet euch die App Vodafone WIFI Finder (früher Kabel Deutschland WIFI Finder) herunter. An den jeweiligen Hotspots gibt es 30 Min. kostenloses WIFI pro Tag ohne weitere Anmeldung. Ihr müßt lediglich 1 x die AGB bestätigen.

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Der dritte Abend startet dieses Mal an der Oberbaumbrücke. Die war damals (2008) sehr schön beleuchtet, dieses Jahr wurden ein paar Herzen auf die Brücke projiziert. Allerdings aus ca. 400 Meter Entfernung per Laserstrahl und die Fotomöglichkeiten hielten sich mangels anderer Lichter auf der Brücke doch arg in Grenzen. Die Brücke war … na sagen wir mal etwas sparsam. Da kamen in umgekehrter Richtung, mit Blick auf den Laserstrahl, doch tatsächlich interessantere Bilder bei raus😮.

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Der Rückweg in die Stadt führte mich über den Alexanderplatz vorbei am beleuchteten Fernsehturm und noch einmal zum Start am Gendarmenmarkt und an den Bebelplatz. Der dritte Abend endete allerdings etwas früher, denn mir ar****kalt. Kurz vor der Abreise, hatte sich die Sonne am Dienstag leider aus Berlin verabschiedet. Ich habe nochmal den Mauerpark und die Gegend rund um den Stadtteil Prenzlauer Berg besucht. Beides liegt wie mein Hotel an der U-Bahnlinie U2, bloß keine ungeplanten Probleme durch ausgefallene U-Bahnen o.ä. riskieren. Da bin ich Schisser😉.

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Während mancher lieber in die Auslagen von Geschäften oder Cafes guckt, wandert mein Blick eher mal nach oben. Ich bewundere gerne Häuser und Hausfassaden, denn die Fassaden zwischen Eberswalder-/Bornholmer Str. und Schönhauser Allee könnten kaum unterschiedlicher sein. Hier ein nagelneu renoviertes Objekt, gleich gegenüber ein Haus, bei dem ich Angst hätte den Balkon unfallfrei zu betreten. So ist Berlin. Während ich noch nach oben gucke fallen die ersten Regentropfen. Somit endet hier mein Berlin Trip.

Hausfassade

Mehr Bilder als in den Blog passen gibt es wieder bei Flickr und Google Fotos und wer jetzt meint, einige Bilder wären etwas schief, der hat völlig Recht, aber nicht jeder kann im genauen 90 Grad Winkel zum fotografierenden Objekt stehen und da fehlt mir dann und wann schon mal der Horizont. Ich habe versucht das eine oder andere Bild im Nachhinein nochmal auszurichten, aber schief ist ja bekanntlich modern😉.

Noch Fragen oder Anmerkungen? Dann bitte dafür die Kommentarfunktion nutzen. Du hast den 1. Teil von „Berlin leuchtet bei Nacht“ verpaßt? Dann bitte hier entlang.

Berlin leuchtet bei Nacht (I)

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Als ich im Jahr 2004 zum ersten Mal in Berlin war, fand ich die Stadt überwältigend, an jeder Straßenecke was anderes sehen, U-Bahn + S-Bahn alle paar Minuten, Fotolocations soviel, daß ich bei einem der ersten Aufenthalte einen ganzen Abend nur in U-Bahnstationen zugebracht habe:-). Ich fand Berlin geil. Und ich finde es es immer noch, aber nachdem ich ein Dutzend Mal da war, hat sich das alles etwas relativiert, denn Berlin ist halt unsere Hauptstadt. Dieses Mal habe ich mir z.B. genau das Wochenende für einen Besuch ausgesucht, an dem rund 150.000 Menschen gegen TTIP demonstrierten.
Dadurch war der Hauptbahnhof vom S-Bahnverkehr abgeschnitten und ich in gewisser Weise froh, daß der ICE 45 Min. Verspätung hatte. Dafür habe ich den Twitter Dienst der Berliner Verkehrsbetriebe (Bus, Tram, U-Bahn) als flotten Antworter erlebt, denn die weiteren Reisemöglichkeiten kamen in wenigen Minuten auf ’s Handy. Auch die Information, daß die S-Bahn kurz vor meiner Ankunft doch wieder am Hauptbahnhof hielt, kam auf dem Weg. Übrigens habe ich zwischen Sitzen des ICEs eine richtige Steckdose entdeckt. War die schon immer dort😮 ? Ist mir noch nie aufgefallen.

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Vermutlich bin ich noch nie an einem Samstag angereist, denn auch im ausgewählten Hotel „Großer Kurfürst“ gab es dieses Mal nur ein Einzelzimmer mit ebenerdiger Dusche und Haltegriffen am Klo. Wehe ihr munkelt jetzt etwas von wegen Alter und so:-). Ich vermute es lag eher daran, daß das Hotel auch ausgebucht war. Draußen schien die Sonne, also Koffer ins Zimmer, kurz ein paar Sachen zusammengesucht und los. Visit Berlin hatte mich mit der Welcome Card ausgestattet, die mir freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln für 3 Tage und Rabatte bei (theoretisch) 190 Partnern ermöglichte. Dafür auf diesem Weg nochmal vielen Dank. Mein erster Weg führte mich in Richtung Potsdamer Platz und von dort weiter in Richtung Brandenburger Tor, um schon mal Ausschau zu halten, wo am Abend das Festival of Lights bzw. Berlin leuchtet veranstaltet wurde.

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Wie ich euch hier schon schrieb, findet das Festival of lights seit einigen Jahren in jedem Oktober statt und parallel dazu lief in diesem Jahr zum dritten Mal Berlin leuchtet. Mein erster Besuch beim Festival of lights fand 2008 statt, so daß ich auf eine Neuauflage gespannt war. Leider kam aber auch der kälteste Herbst seit langem dazu. Während die Nachmittagssonne noch wärmte, war am Abend Mütze, Schal und Winterjacke Pflicht. Um 19.00 Uhr war es dunkel genug um in die Fotosession zu starten. Meine Reise startete zwei U-Bahnstationen von meinem Hotel entfernt am Gendarmenmarkt. Ich merkte gleich, es war irgendwie anders, schön aber anders.

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Bei meinem letzten Besuch wurden verschiedene Gebäude und die Straße „Unter den Linden“ in bunten Farben beleuchtet. Das war dieses Mal etwas anders. Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt wurde mit Bildern angestrahlt und der Deutsche und der Französische Dom mit jeweils passenden Farben beleuchtet. Da die ersten Bilder nur so mäßig spannend waren, bin ich weiter zum Hotel de Rome am Bebelplatz. Jetzt wurde es langsam interessant, denn hier regierten die Farben. Die alte Bibliothek und die Humboldt Universität wurden herrlich bunt und fototauglich hell beleuchtet, die alte Bibliothek glich einer überlebensgroßen Kommode aus dem Kinderzimmer. Der Knaller war jedoch die Videoshow auf dem Hotel de Rome. Hier wechselten die Fronten im Sekundentakt von grün zu rot, dann bricht ein Drache durch die Wand, die Front zerbröselt, macht den Eindruck als wäre Feuer ausgebrochen und baute sich im 3D Effekt wieder neu auf. Wenn die Kälte nicht langsam hochgekrochen wäre, hätte ich dort noch Stunden stehen können.

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Es ging weiter zum Palais am Festungsgraben und zum Berliner Dom, wo sich der Fußgängerverkehr regelrecht staute. Achtung bitte laufen Sie rechts, überholen Sie nicht und rechnen Sie mit zusätzlichen Zeitaufwand von ca. 10 Minuten😉. Für das Palais am Festungsgraben ist es etwas schwierig zu fotografieren, weil man auf Grund von Bäumen nicht weit genug weg vom Gebäude stehen kann. Um so mehr Platz gibt es dafür am Berliner Dom. Dort, wo es sich die Menschen bei Sonne auf den Liegewiesen gemütlich machen, standen jetzt die Fotografen, um die 12 unterschiedlichen Motive abzulichten. Der Berliner Dom ist immer das Highlight unter allen Objekten. Solltet ihr beim Festival of Lights bzw. bei Berlin leuchtet mal in Berlin sein, hier müßt ihr herkommen. Apropos Berliner Dom, wenn ich in Berlin bin, fühle ich mich immer ein bisschen englischdenkend. In diversen Sprachen könnte ich fast zum Fremdenführer mutieren😉. Fährt diese S-Bahn nach Charlottenburg, komme ich von hier zum Ostbahnhof oder eben wie komme ich denn zum Berliner Dom. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen Auskunft gegeben, nur den Unterschied zwischen der S7 und der S75 konnte ich aus dem Stegreif auch nicht erklären😉.

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Müde? Ja, ein bisschen, aber die kalte Luft hält einen wach😀. Weiter geht’s mit der U-Bahn über den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Dort lief in diesem Jahr eine rd. 25 minütige Videokunstproduktion unter dem Namen „NEW DIMENSIONS“, bei der 6 Teams aus verschiedenen Ländern das Brandenburger Tor bespielt haben. Auch eine absolut sehenswerte Show. Bewegte Bilder dazu gibt es hier zu sehen. Klickt unbedingt mal rein. Mein Abend endete schließlich am größten Kartenspiel, welches am Potsdamer Platz stand. Der Sonntag startete dann mit Wartezeit am Frühstücksbuffet, mehr dazu erzähle ich euch aber morgen im zweiten Teil von „Berlin leuchtet bei Nacht“. Bis dahin gibt’s auch (mehr) Bilder bei Flickr und Google Fotos.

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Jetzt ist auch der 2. Teil online, klickt doch mal hier