Hamburg – MiWuLa, Elphi und Schokolade (II)

Willkommen zum 2. Teil von „Hamburg – MiWuLa, Elphi und Schokolade“. Ihr habt den ersten Teil verpaßt? Macht nichts, klickt einfach hier.

Mittlerweile ist es später Nachmittag, am Abend möchte ich noch in den Park Planten un Bloomen. Auf dem großen See unterhalb des Fernsehturms startet von Mai bis September jeden Abend um 22.00 Uhr (September 21.00 Uhr) ein tolles und für Zuschauer kostenfreies Wasserlichtkonzert. 30 Minuten wechseln Wasserfontänen passend zu Licht und Musik. Heute geht es um Filmmusik. Es macht Spaß zuzuschauen und ich kann den Besuch uneingeschränkt empfehlen. Die 30 Minuten verfliegen wie gefühlte 10 und kaum ist der letzte Ton verklungen schallt Applaus über den See. Ich begebe mich in Richtung Ausgang, genauer in Richtung U-Bahn gleich vor den Toren von Planten un Bloomen.

Chocoversum

Tag zwei startet mit Schokolade, nicht zum aber nach dem Frühstück, denn es geht zur Firma Hachez ins CHOCOVERSUM, einer Erlebniswelt rund um Kakao und Schokolade. Vom Hotel sind es nur wenige Minuten zu Fuß und die erste Führung des Tages ist für mich reserviert. Der Start ist schon mal vielversprechend, denn wir dürfen vom Schokobrunnen naschen 🙂 . Nachdem wir in der Einführung einiges zum Thema Kakao gelernt haben und die geernteten und fermentierten Bohnen jetzt nach Hamburg verschifft werden, geht es für uns an die eigene Schokoladenherstellung. Jeder bekommt eine Plastikschale mit flüssiger Schokolade und kann sie nach Auswahl unzähliger Toppings selbst gestalten. Danach lernen wir, wie aus den Kakaobohnen langsam das wird, was wir unter Schokolade verstehen.

Wir dürfen dazu mal eine Kakaobohne zerkauen, dann wieder das erste Ergebnis des Mahlprozesses kosten, zusehen wie die Schokolade feiner und feiner, runtergekühlt und wieder erwärmt wird, bis wir am Ende eine kleine Tafel in den Händen halten. Gut eine Stunde vergeht auch hier wie im Fluge und amüsant und unterhaltsam wissen wir nach zahlreichen Proben Qualitätsschokolade zu schätzen. Zum guten Schluß gibt’s dann noch die selbst gestaltete Tafel Schokolade überreicht, die zwischenzeitlich gekühlt wurde und jetzt selbst verpackt werden kann.

StreetArt

Nachdem ich in Köln eine Einführung in das Thema StreetArt erfahren durfte, wollte ich mich auch in Hamburg mit dem Thema beschäftigen. Nach kurzer Recherche fand ich zwei passende Viertel, die Erfolg versprachen. Zum einen das Karolinenviertel zw. den U-Bahn Stationen Feldstraße und Messehallen und zum anderen St. Pauli zw. Paulinenplatz und Reeperbahn. Kaum daß ich ein paar Meter gelaufen bin, fallen mir bereits die ersten großformatig bemalten Häuserwände auf. Ich laufe über Markt-, Graben und Glashüttenstraße, schaue rechts und links in fast jede Toreinfahrt und habe nach rund einer Stunde eine bemerkenswerte Auswahl an Paste Up’s und Murals fotografiert. Zeit für einen Kaffee, denn der Frühling im Jahr 2017 ist irgendwie recht kühl.

Hamburg ist eine der ersten mir bekannten Städte, die ein Coffe to go Bechersystem mit Pfand unter dem Namen „Refill it“ anbietet. Ihr kauft einen Deckel mit Mundstück, eine Manschette gegen zu heiße Finger und leiht einen Becher gegen 1,50 € Pfand. Die teilnehmenden Cafés und Bäckereien geben die Becher aus, nehmen sie aber auch wieder zurück, spülen sie und geben sie wieder aus. Die Becher werden zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind, lt. Homepage, zu 100% biologisch abbaubar. Leider machen z.Zt. nur eine begrenzte Anzahl Anbieter bei diesem System mit, aber ich habe mir das System bei „Herrn Max, einem netten kleinen Cafe im Schanzenviertel angesehen. Die Becher fühlten sich fest an, erstaunlich für ein recycelingfähiges Material. Daß ich ausgerechnet „Herrn Max“ ausgesucht habe lag irgendwie nahe, denn ich bin schließlich Herr Marx(!) 😉 .

Mittlerweile hatte Regen eingesetzt, aber Schietwetter hin oder her, ich wollte ja noch durch St. Pauli spazieren und auch hier fanden sich einige bemerkenswerte Street Art Kunstwerke, zum Teil gleich auf der ganzen Garagen- oder Häuserfront. Zählt das eigentlich auch noch zu Street Art, denn einige Bilder sahen mir schon sehr professionell aus. Gerade noch rechtzeitig hatte ich die Kamera in der Tasche verstaut, als ich plötzlich auf der „Großen Freiheit“ stand. Eine Ecke vorher waren mir schon die Damen hinter den Fenstern aufgefallen 🙂 . Hier käme fotografieren wohl nicht so gut an.

Hafencity Universität

Da ich den Fisselregen satt hatte, verzog ich mich in die U-Bahn und fuhr zur Station „Hafencity Universität“. Die bunten Cuben an der Decke der Station wechseln ihr Licht alle paar Minuten und laden Fotografen regelrecht zum fotografieren ein. Den Tagesabschluß verbringe ich dann noch im Zollmuseum in der Speicherstadt. Hier erlebt ihr die Geschichte des Zolls von damals bis heute, bekommt einen Einblick in die Grenzkontrollen zur ehemaligen DDR und seht, was der Zoll heute so macht. Der Eintritt in dieses Museum, zu dem auch noch das vor der Türe liegende Boot der Küstenwache gehört, kostet 2,- €/Erw. incl. Bootsbesichtigung.

Der letzte Tag stand schon wieder vor der Türe und gleichzeitig Start des Hamburger Hafengeburtstags. Ich war nach dem Frühstück und dem Auschecken aus dem Hotel nochmal im Hafen und wollte dabei sein, wenn die Cap San Diego, sonst ein Museumsschiff, an diesem Morgen ausläuft. Zwei Schlepper zogen die alte Dame Baujahr 1960/61 aus ihrem Liegeplatz, bevor dunkle Wolken aus dem Kamin quollen und die eigene Schiffsschraube ihren Dienst versah. Während ich via Überseebrücke in den Niederhafen spaziere, um noch ein paar Schiffe abzulichten setzt auch an diesem Morgen der Regen wieder ein und stoppt vor meiner Abreise nicht mehr. Da machste nichts, Schietwetter eben.

Ein paar Bilder sind trotzdem zusammengekommen, ihr bekommt sie bei Fickr und GooglePhotos zu sehen. Und wenn euch Hamburg oder der Hafengeburtstag auch mal reizen sollte, vom 10. – 13. Mai 2018 ist es wieder soweit, aber macht mich nicht für das Wetter verantwortlich 😉 .

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