Ruhr Games, Gruga und Todsünden im Gasometer

Ja, ich bekenne ich habe eine Todsünde begangen und ein Riesensitzkissen im Gasometer mißbraucht. Wie das? Habt Geduld ich komme gleich darauf zurück. Zunächst geht’s hier aber um die RuhrGames, die an diesem Wochenende stattfanden.

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Gelesen hatte ich von den Ruhr Games bereits vor längerem, konnte mir aber nicht so recht vorstellen, was sich dahinter verbirgt. Vielleicht wollte ich es mir auch nicht vorstellen, denn Michael und Sport sind ungefähr so dicke miteinander wie Blumenkohl und Vanillesoße. Mögen tue ich beides, aber miteinander ist’s irgendwie keine Liebe🙂 . Obwohl ich laufe regelmäßig bis in de 3. Stock meiner Wohnung, bis in den 4. Stock meines Büros und am Wochenende auf’e Halde o.ä. und das ohne den Wunsch nach einem Sauerstoffzelt😀 .

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Da schriftliche Info zu den Ruhr Games, mangels Abstechern ins Ruhrgebiet meinerseits, auch Mangelware war, habe ich mich im Internet schlau gemacht. Dort lese ich „Die Ruhr Games sind ein Jugend-, Kultur- und Sportfestival, das in fünf Städten (Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Bottrop und Gladbeck) stattfindet„. Jugend .. öhm .. ja, sagt jetzt nichts .. auch nicht giggeln. Sport nichts für mich, Jugend liegt schon länger zurück, jepp also bin ich wie gemacht für dieses Festival😉 . Das was ich gesehen habe war sehr professionell, aber mein persönlicher Eindruck war, daß sich die Anzahl der Teilnehmer bei diesem Sport Event doch noch in Grenzen hielt.

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Wohlgemerkt das ist mein persönlicher Eindruck, aber beim MTB Slopestyle genauso wie beim BMX waren keine 10 Teinehmer die dort (am Donnerstag Nachmittag) zu sehen waren, beim Judo (am Freitag Vormittag) gab’s was zu sehen, aber Judo ist ja so gar nicht meins und Wakeboard fand am Freitag Vormittag anscheinend gar nicht erst statt😦 . Dafür haben diejenigen die dabei waren ihr bestes gegeben und ich gebe zu Freitag Vormittag ist ja bei jungen Leuten sowas wie bei mir 6.00 Uhr Morgens. Eine unchristliche Zeit um aufzustehen😉 . Ha ha, nein entschuldigt, das war nicht so gemeint, es ging halt nur nicht 100%ig nach dem Plan, sondern et kam halt wie et kam. Trotzdem sollen, wie ich lesen konnte, 5.000 Sportler dabei gewesen sein. Die Schätzung der Zuschauerzahlen ging weit auseinander, man hörte aber von über 100.000. Vermutlich war ich nur zur falschen Zeit am falschen Sport-(schau-)platz.

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Ein paar gute Fotos sind, wie ich finde trotzdem entstanden, dieses Mal habe ich den Sportmodus meiner Kamera mal ausgereizt. Kurze Belichtung und Dauerfeuer, solange wie man den Knopf Auslöser gerückt hält. Bei Fahrrädern, pardon Mountenbikes noch easy machbar, bei MotorCross Maschinen, die einen ganz schönen Anzug haben (also nicht den Zwirn mehr die Geschwindigkeit) muß man schnell sein. Start, Rampe, Sprung, Flug. Landung alles in (gefühlt) nicht mehr als 5 Sekunden. Gerne hätte ich noch mehr gesehen, war mir aber nicht sicher, ob es sich lohnt die Anfahrt 3 x an einem Wochenende in Angriff zu nehmen. Ich bin sicher eine neue Auflage 2017 wird bestimmt noch besser, die Extraschicht (übrigens am 20. Juni) hat auch mal klein angefangen.

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Nebenbei habe ich die beiden Tage genutzt und gleich noch zwei andere Ziele abgeklappert. Am Donnerstag Vormittag habe ich mal wieder Rast im Grugapark gemacht und Kraft gesammelt. Gruga geht immer, denn ich liebe diesen Park und bei 4,- € (mit RuhrTopCard 1 x frei) kann man nicht über den Eintrittspreis meckern, denn zu fast jeder Jahreszeit gibt es etwas Blühendes zu sehen. Dieses Mal, und ich hätte sie beinahe verpaßt, weil ich ausnahmsweise mal einen anderen Weg gegangen bin, blühten die Pfingstrosen (und tun sie vermutlich auch noch in den nächsten Tagen).

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Ach ja, da waren ja auch noch diese süßen Schwanenküken und eine ganze Hand voll Gänse, die allerdings überall da, wo sie auftauchten, eine ganze Menge Mist zurückließen😦 . In Krefeld ist deßhalb ein ganzer Badesee keiner mehr (aber das ist ein anderes Thema).

Am Freitag war ich nochmal im Oberhausener Gasometer, obwohl ich die Ausstellung „Der schöne Schein“ schon im letzten Jahr gesehen habe. Ich wollte, neben einem Abstecher auf’s Dach (bei 30 Grad war’s selbst da oben fast schon zu warm), mal probieren, ob die Spiegelreflex bessere Bilder von der Lichtinstallation hin bekommt, als meine G9. Was soll ich sagen … es geht so. Entdeckt habe ich eine schöne Funktion „Nachtaufnahme ohne Stativ“. Hier macht die Kamera bei hoher ISO Zahl 4 Aufnahmen am Stück und rechnet die zu einem Gesamtbild zusammen. Das Ergebnis, nachdem ich es nochmal durch Picasa gedreht habe, seht ihr unten. Wenn’s aus Kamerasicht allerdings zu dunkel ist, löst sie gar nicht aus, da nützt auch die tollste Funktion nichts😮 .

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Wer schon mal im Gasometer war weiß, daß es diese Riesenkissen gibt, auf denen man sich lang machen kann. Nachdem meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erspähte ich ein freies Kissen, zog es von der Treppe an den Rand(!) des Innenraums (wollte ja niemand mit meinem Rumgeknipse nerven) und kaum daß ich drauf saß stand auch schon die Aufsicht neben mir. Wieder mal war ich aufgefallen … gnarf … und es ergab sich folgendes Gespräch …

Aufsicht: „Kissen dürfen nicht in den Innenraum“.
Ich: „Warum, ich bring’s ja gleich zurück“.
Aufsicht: „Nein in der Dunkelheit sind sie eine Stolpergefahr“.
(Ich komme mir ein bisschen vor wie Baby „Ich habe nur die Wassermelone getragen“)
Ich: „Ich sitze doch drauf“.
Aufsicht: „Aber andere kommen dann auch auf die Idee. Geht leider nicht“.
Ich (leicht generft): „Nehmen Sie das Kissen dann bitte wieder mit“.
Aufsicht (etwas überrumpelt nach kurzer Denkpause): „….. öhm ja“ … nahm das Kissen und ging seines Weges.

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Manometer Gasometer, ich dachte ihr seit nicht so spießig wie andere Museen, wo die Aufsichten immer um einen herumschwänzeln, als wollte man sich gleich die nächste Vitrine unter den Arm klemmen und aus dem Museum rennen. Also, immer schön leise sein, nix anfassen und bloß keine Riesensitzkissen von den Treppen entfernen .. weil Todsünde! Ach ja, sich selbst mitten in den Raum legen ist gestattet, gut daß ich nicht über diese Besucher gestolpert bin😮 .

Die Bilder des Blogbeitrags und mehr gibt’s bei Google+ und bei Flickr.

Ein Kommentar zu “Ruhr Games, Gruga und Todsünden im Gasometer

  1. […] Ruhr Games, Gruga und Todsünden im Gasometer (Michael’s Weblog) – […]

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