Frühling

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Nach kurzem Hatschiiii folgt das Jabba-dabba-duuuu, wir haben wieder Frühling :-D . Endlich möchte man sagen und trotz meiner Allergie, die sich dieses Jahr erfreulich wenig bemerkbar macht, freue ich mich über die neu erblühte Natur. Der Winter ist auch eine schöne Jahreszeit und ein paar Fotos im Schnee sind auch nicht zu verachten, allerdings gab es dieses Jahr äußerst wenig davon, da der wenige Schnee sehr plötzlich kam und tags darauf schon wieder fast verschwunden war. Dunkle Abende und grauer Himmel, im Dezember noch akzeptabel, schlagen mir spätestens im Januar/Februar gehörig auf’s Gemüt. Sobald es nur noch selten Nachtfrost gibt, kommen daher die ersten bunten Frühlingsboten auf den Balkon und wenn dann unser Botanischer Garten seine Pforten wieder länger öffnet, gucke ich die Pflanzen sprichwörtlich aus dem Boden.

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Als erstes blühen im Botanischen Garten die Kirschbäume, dann kommen die Magnolien, meist noch bevor anderswo die Blätter zu sehen sind und ab Mitte April leuchten einem dann die Tulpen entgegen. Obwohl es immer wieder ähnliche Fotos gibt, schließlich ist die Tulpe unter Umständen sogar aus derselben Zwiebel wie im Vorjahr erwachsen, zieht es mich jedes Jahr aufs Neue in die Hocke und ans Blumenbeet. Ob ich den sprichwörtlich grünen Daumen habe? Öhm … laßt mich kurz überlegen … nein, kann man nicht sagen. Im Gegenteil ich freue mich immer, wenn die Balkonpflanzen bei mir halbwegs den Sommer überleben. Aber vielleicht ist das der Grund, daß ich Botanische Gärten und Parks so gerne besuche, denn da schuften andere, um mir zu zeigen, was alles so wachsen und gedeihen kann. Euch Gärtnern unbekannterweise ein herzliches Dankeschön dafür.

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Zumindest habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, meine Pflanzen mal weniger im Super- oder Baumarkt sondern im Pflanzenmarkt oder besser gleich in der Gärtnerei zu kaufen. Nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild findet man hier die ersten Gärtnereien und die Preise scheinen sich auch im Rahmen zu halten. Neben den Botanischen Gärten in Krefeld und Duisburg (über Duisburg schrieb ich vor ein paar Tagen) habe ich mir vorgenommen dieses Jahr endlich auch mal wieder den Botanischen Garten in Bochum zu besuchen. Das letzte Mal war ich vor … raschel … ah hier … 2013 dort. Und es wird wieder ein Sonntag oder zumindest ein Wochenende sein, weil die Parkplatzsituation dann wesentlich entspannter ist. Manchmal lernt man sogar noch etwas, so weiß ich z.B. nur durch den Besuch im Park, daß es einen Taschentuchbaum gibt, der letztens sogar Teil einer Quizsendung im Fernsehen war :-D .

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Ach übrigens, von Freitag den 1. bis Sonntag, den 3. Mai (jeweils 10.00 bis 19.00 Uhr) findet im Botanischen Garten Krefeld wieder die (Verkaufs-)Ausstellung „Art of Eden“ – Kunst und Design im Botanischen Garten statt. Die diesjährige Art Of Eden bietet 30 bis 40 Künstlern und Künstlerinnen aus Deutschland und dem europäischen Umfeld eine Plattform. Während der Botanische Garten Krefeld ansonsten keinen Eintritt kostet, kostet er an dem Wochenende 6,- €, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sind frei. Bisher habe ich keine Notwendigkeit gesehen, diese Ausstellung zu besuchen, da mein Balkon i.d.R. keine Kunstwerke benötigt, aber vielleicht lasse ich mich dieses Jahr doch mal überreden und sei es nur, um ein paar Bilder der Kunstwerke zu machen.

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Leider sind die Kirschblüten unterdessen schon wieder verblüht und auch die Magnolien waren Mitte letzter Woche in voller Blüte, so daß sie in ein paar Tagen bereits ihre Blütenblätter wieder abgeworfen haben dürften. Da macht es doppelt Spaß die Bilder zu begutachten und wenn euch die Bilder hier nicht ausreichen, geht’s wie immer bei Flickr oder Google+ weiter.

Alle Affen fliegen hoch …

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Ihr erinnert euch vielleicht, daß ich vor ein paar Wochen erzählte, daß Ende März der Schmetterlingsschungel im Krefelder Zoo wieder öffnet und daher war ich Anfang April mal wieder dort. Gleichzeitig habe ich mal wieder das Regenwaldhaus besucht, denn in dem war ich auch schon ewig nicht mehr. Im Winter ist es auch etwas unangenehm, denn draußen läuft man bei 5 Grad und dicker Jacke herum und im dem Haus schlagen einem 25 Grad oder mehr entgegen. Das bedeutet Hitzeschock für Mensch und Kamera.

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Aber jetzt wo der Frühling wieder Einzug hält kann man es wieder wagen und dank der Jahreskarte habe ich dieses Mal, neben den Pinguinen, an denen ich einfach nicht vorbei kann, auch kaum etwas anderes gemacht. Das Schmetterlingshaus ist jetzt nicht so groß, d.h. man muß sich schon mal abseits hinstellen, um nicht im Weg zu stehen oder sich in einer Ecke hinsetzen und einfach beobachten. Der eine oder andere Schmetterling setzt sich dann auch schon mal auf die eigene Jacke, wenn das Muster stimmt.

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Im Regenwaldhaus (gleiches Gebäude, die Türe nebenan) laufen ein Teil der Tiere (z.B. die Krokodile ;-) … nein die natürlich nicht), frei herum. Ihr kennt doch dieses Kinderspiel, in dem man mit zwei Fingern auf dem Tisch trommelt und sowas wie “Alle Affen fliegen hoch” ruft. Wie, ihr meint Affen können nicht fliegen? Die Weißgesicht-Sakis, wenn ich richtig gelesen habe, die einem zutraulich auf dem Arm hüpfen fliegen ein anderes Mal mit einem dünnen Ast in der Hand auch schon mal lianenartig über einen hinweg.

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Besonders süß war z.B. ein weibliches Tier, daß seinen Jüngsten auf dem Rücken mit sich herumtrug und sich einem Bollerwagen näherte, weil dort vielleicht ein paar Leckerlis zu finden sein könnten. Dem menschliche Nachwuchs im Bollerwagen (geschätzt 4 Jahre alt) war das garnicht geheuer :-D . Auch hier habe ich locker eine 1/2 – 3/4 Stunde gestanden, beobachtet und von verschiedenen Positionen aus fotografiert. Ein Zoobesuch braucht eben Zeit ;-) . Ein paar der Schnappschüsse gibt’s wieder bei Flickr oder Google+.

Kulturkanal Foto Caching

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Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 wird der Rhein-Herne-Kanal auch gerne als Kulturkanal bezeichnet und dieses Jahr gibt es ein kleines Gewinnspiel im Zusammenhang mit dem Kulturkanal. Leider habe ich auch erst vor ca. 1 Woche davon gelesen, daher muß ich diesen Beitrag mal kurz dazwischen schieben. Am nächsten Wochenende noch nichts vor und vielleicht noch Kinder, die man jetzt wo das Wetter besser wird, bespaßen möchte? Dann nichts wie los. Die Aktion heißt “Foto Caching” und läuft noch bis zum 17. Mai 2015. Und was ist das jetzt? Von GeoCaching habt ihr vielleicht schon mal gehört, man sucht versteckte Kisten, Dosen etc., verewigt sich im beiliegenden Logbuch und tauscht evt. noch Gegenstände in der Dose gegen eigene aus. Nebenbei lernt man noch die Landschaft drumherum kennen.

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So ähnlich läuft das jetzt beim Foto Caching auch. Man bringt eine kleine Figur (Lego, Playmobil, Schlumpf, Ü-Ei was auch immer) mit, tauscht diese gegen die Figur in der Dose und macht mit der neu gefundenen Figur noch ein (oder mehrere) Foto(s). Das lädt man später auf die Internetseite des Kulturkanal Blogs und schon ist man im Lostopf für eine Reihe Ruhrgebietspreise. Ach ja, nicht vergessen die Figur mit einem Kulturkanalaufkleber zu versehen, als Zeichen, daß ihr die versteckte Dose überhaupt gefunden habt. Ach und noch was, wenn ihr den Foto-Cach in der Nähe des Schifffahrtsmuseums findet (N51 27.47123 E6 43.8174) gebt mir mal Bescheid, ich hab nichts gefunden (außer eine leere grüne Butterbrotdose, aber die war’s wohl nicht).

Wat iss? Nix verstanden? Dann guckt nochmal hier, da ist die Aktion genau erklärt. Was jetzt noch fehlt sind die Verstecke, die sind hier genauer beschrieben. Ihr müßt nicht alle Caches heben, es reicht aus 1, 2 oder 3 zu suchen, ganz nach Lust und Laune, nach Wetter und Geduld des Anhangs. Und wenn ihr euch ein bisschen vorbereitet z.B. mit Google Maps reicht auch ein Handy in das ihr z.B. so etwas eingeben könnt N51 27.47123 E6 43.8174 (diese Angaben findet ihr auf der o.g. Kulturkanal Webseite). Schreibt mal, ob ihr was gefunden habt, würde mich interessieren. Und obwohl es mir nicht hauptsächlich ums Gewinnspiel geht, wenn ihr eines der drei o.g. Fotos auf blog.kulturkanal.ruhr findet, verteilt doch mal ein paar Sternchen (1/2/3) ;-) .

P.S.: Für echte Geocacher könnte es u.U. etwas langweilig werden, denn die Dosen sind familienfreundlich versteckt. Laßt doch mal die “Kleinen” ran.

Ein Tag am Niederrhein

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Manchmal kommt man ja so von Hölzken auf Stöcksken, soll heißen man sucht im Internet nach A, findet aber nur B. B ist aber auch ganz interessant und so stolpert man über C. So ähnlich ging es mir vor einiger Zeit, als ich etwas über die neue Rheinbrücke bei Wesel las und schon gar nicht mehr wußte, welches Hölzken mich auf dieses Stöcksken gebracht hat. Während ich so google und binge :-) , sah ich dann Bilder, welche die Überreste der historischen Eisenbahnbrücke bei Wesel zeigt. Die Brücke wurde in den Jahren 1872 bis 1874 von der Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft gebaut und im zweiten Weltkrieg zerstört. Xanten, ja da war ich schon häufiger, aber Wesel, da war ich noch nie, dabei liegt es rechtsrheinisch mit Xanten ungefähr auf gleicher Höhe.

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Als ich dann beim Durchblättern der RuhrTopCard Broschüre etwas über das zu Xanten gehörende Naturforum Bislicher Insel las, war A, B und C komplett. Also bin ich los, um die neue Rheinbrücke zu bestaunen, an den Ruinen der alten Eisenbahnbrücke entlang zu laufen und mir danach die Bislicher Insel zu Gemüte zu führen. Von der Weseler Straße führte mich der Weg auf die Zufahrt, die zur alten (Auto-)Brücke führte. Vor mir der Teer, rechts und links Bäume alles ganz normal aber doch irgendwie anders. Nach ca. 600 – 700 Metern endet die Straße vor einem Zaun, hier geht’s nur noch mit dem Fahrrad oder per Pedes weiter. Bis zu der alten Eisenbahnbrücke ist es gut einen Kilometer. Die Brücke (oder das was davon übrig ist) ist vor 70 Jahren im zweiten Weltkrieg zerstört worden und dümpelt seit dem so vor sich hin. Betreten darf man sie nicht. In der Mitte, da wo ein Bogen ganz zerfallen ist kann man aber *hüstel* ein bisschen klettern (von mir habt ihr das aber nicht). Links davon sieht man übrigens den 320 Meter hohen Sendemast Wesel-Büderich. Zurück am Auto geht es weiter zur Bislicher Insel.

Diese ist eigentlich eine Auenlandschaft und weniger eine Insel, liegt umschlungen von einem Altrheinarm, der im 18. Jahrhundert durch eine Begradigung des Rheins entstanden ist. Bei Sonnenschein kann man entlang der Bislicher Insel meilenweit laufen oder Fahrradfahren. Na ja, kann man … ohne Fahrrad fühlte ich mich jedoch ziemlich verlassen. Der Eyländer Weg, auf den mich mein Navi mit dem Auto schickte, ist mehr sowas wie ein überbreiter Radweg und leider ziemlich weit weg vom Rhein. Zum Glück wußte ich, daß die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist, sonst hätte ich Angst bekommen, gleich irgendwo runter zu fallen. Das Navi war weiter der Meinung ich müßte noch 2 km fahren. Irgendwann kam ich dann auch tatsächlich am Naturforum an. Das Haus (Eintritt 3,- €) zeigt auf zwei Etagen an verschiedenen Informationsstationen alles über das Thema Auenlandschaft und Bislicher Insel. Man lernt, welche Tiere hier zu finden sind und was z.B. ein Auenwald ist. Hinter dem Haus befindet sich ein großer Garten mit Apfelbäumen (z.Zt. natürlich ohne Früchte) und ein kleines Biotop. Wenn ich ehrlich bin, alles recht überschaubar.

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Der Besuch des Naturforums war für mich in der RuhrTopCard enthalten und im angeschlossenen Auencafé (Achtung Öffnungszeiten in der Nebensaison nur Sa. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, in der Hauptsaison Di. – So. von 11.00 – 18.00 Uhr, montags Ruhetag) wollte ich noch ein Stück Kuchen und einen Kaffee genießen, mußte aber feststellen, das die Hauptsaison erst im Mai startet :-( . Also habe ich meine Reise entlang des Eyländer Wegs bis zur Personenfähre über den Rhein fortgesetzt und am dortigen Cafe und Restaurant ein Stück Kuchen gegessen. Bei dem tollen Wetter war es rappelvoll, die Fähre setzte Fußgänger und Radfahrer (keine Autos) über den Rhein und das Cafe schien mir neben Fahrradfahrern ein Geheimtreff für Motorradfahrer(innen). Ob ich Vögel gesehen habe? Ja zwei Störche, die gleich gegenüber des Naturforums nisteten. Weitere Vögel muß es wohl gegeben haben, denn an einer Stelle standen ein paar Beobachter mit Objektiven die vermutlich bis nach Wesel reichten ;-). Ich habe keine (Vögel) gesehen.

Bilder im “Rhein und Ruhr” Album bei Flickr und Google+.

Red Dot Design Museum

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Ob ich schon mal im Red Dot Design Museum in Essen war? Ja, war ich und ich habe auch im Blog schon mal darüber berichtet, aber bisher meist so als Anhängsel z.B. zu einem Beitrag zum Oldtimertreffen auf Zollverein. Leider wird es dieses Jahr (zunächst) kein Oldtimertreffen auf Zollverein geben, weil auf dem Gelände der Kokerei gebaut wird :-( . Also widme ich dem Red Dot Design Museum dieses Jahr einen eigenen Beitrag ;-) . Der Eintritt in das Museum, das übrigens im ehemaligen Kesselhaus auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen zu finden ist, kostet normalerweise 6,- €, Ermäßigungen und Familienkarten findet ihr auf der Homepage. Ebenso Tage, an denen evt. auf Grund von Sonderveranstaltungen geschlossen ist. Mit der RuhrTopCard genießt ihr freien Eintritt.

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Der Blickfang ist gleich die Aluminiumkarosse eines Autos, das im Eingangsbreich über einem von der Decke hängt. Dazu gibt es in unterschiedlichen Dauer- und Sonderausstellungen etwa 2.000 zum Teil wechselnde Exponate. Preisgekrönte Entwürfe sind aus nächster Nähe erlebbar und können zum Teil sogar angefaßt oder z.B. bei Sitzgelegenheiten auch mal ausprobiert werden. Blickfang im Moment z.B. ein von der Decke hängender Gyrokopter. Auf fünf Etagen und gut 4.000 Quadratmetern kann man sich dort gut und gerne 1-2 Stunden aufhalten. Alle Produkte wurden im weltweit größten Designwettbewerb mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Die fünf Etagen können über Treppen oder über einen Aufzug überbrückt werden (da es in der 1. Etage losgeht, Erdgeschoss nicht verpassen). Da der letzte Besuch schon mindestens wieder 2 Jahre her ist, gab es auch wieder eine Reihe neuer Exponate zu sehen. Auf dem Bild ganz oben sieht man übrigens eine Tee – Verpackung (erkannt?) und hier unten ein Kunstwerk aus (wer hätte es geahnt) Tupperschüsseln.

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Das Museum entwickelt seinen Charme dadurch, daß Teile des alten Kesselhauses mit aktuellen Designmodellen gekoppelt werden. Neben einem alten Absperrhahn hängen plötzlich moderne Lampen, neben einem alten Abluftrohr moderne Sporthandschuhe. Bad, Küche, Arbeitszimmer oder Garten, Arbeitskleidung oder ausgezeichnete Verpackungen, die Platin Kreditkarte oder der Sport BH, alles findet seinen Platz mal an der Wand, mal auf dem Boden, mal über und mal unter euch. Eine kleine Auswahl an Objekten zeige ich euch in den Bildern dieses Blogs. Beeindruckend fand ich dieses Jahr den Kommunikationsbaum, dem Nachbau eines aus 6.000 Transparantpapierblättern bestehenden Kunstwerks, das den Keislauf des Papiers (vom Baum zum Blatt) wiederspiegeln soll, nach einer Idee von Yao Yingjia.

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Natürlich könnte es sein, daß bei eurem Besuch zum Teil schon wieder ganz andere Exponate ihren Weg in die Industriehalle gefunden haben. Eine kleine Auswahl Bilder stelle ich nachher noch hierhin … Flickr / Google+.

Duisburg von Hamborn nach Duissern

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Die Sonne stand schon tief, im Radio lief irgendwas von den Toten Hosen und ich war unterwegs auf der A59 von Dinslaken in Richtung Düsseldorf. Kurz vorm Autobahnkreuz Duisburg Nord sehe ich aus dem Augenwinkel einen alten Förderturm, der gar nicht weit entfernt steht. Aber für diesen Tag war ich zu müde und habe mir kurzer Hand vorgenommen, mir die Stelle für einen anderen Termin zu merken. Aber wie das halt so ist, oh ein Eichhörnchen … ach ne … oh eine Wolke und zack hatte ich selbige Stelle kurz darauf gleich wieder vergessen. Dann blättere ich letztens in dem Buch “Auf Zeche” und lese von der Zeche Friedrich Thyssen in Duisburg.

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In dem Moment kam mir die Begegnung von ein paar Wochen wieder in den Sinn. Wieder einmal bemühte ich Google Maps und durfte feststellen, daß der Turm das letzte Überbleibsel der Zeche ist. Daneben stehen heute ein Hallenbad und ein großer Supermarkt. Da sich die Stelle nur unweit des Botanischen Gartens in Duisburg befindet und ich mir den runderneuerten Garten sowieso mal wieder angucken wollte, bot es sich an, beide Orte zu verbinden. Duisburg hat übrigens noch einen weiteren Botanischen Garten in Duissern, aber dazu gleich mehr.

Botanischer Garten Hamborn

Also habe ich am Karfreitag eine kleine Duisbuger Runde gedreht. Zuerst zu Friedrich Thyssen seinem letzten Überbleibsel :-) . Der Turm steht etwas verlassen und eingezäunt zwischen Hallenbadparkplatz und Wohnbebauung und erzählt von vergangenen Tagen, als tief unter ihm die Kohle abgebaut wurde. Seit 1976, im Schacht 6 bereits seit 1927, dreht sich hier allerdings nichts mehr. Also bin ich ein paar 100 Meter weiter, zum Botanischen Garten Nr. 1 in Hamborn, in Sichtweite von Ikea und dem Landschaftspark Duisburg Nord. Ein gemütlicher kleiner Park mit Heidelandschaft, Rhododendron, Orangerie und Kakteen- und Sukkulentenpflanzung auf der Empore in der Orangerie (habe ich allerdings nicht selbst in Augenschein genommen). Sogar ein kleines Aquarium ist in den hinteren Räumen der Orangerie zu finden. Wenn’s ein bisschen wärmer gewesen wäre hätte ich mich hingesetzt und die Sonne genossen.

Botanischer Garten Duissern

Der zweite Botanische Garten Duisburgs liegt etwas weiter südlich, im Ortsteil Duissern, am Kaiserberg, unweit des Duisburger Zoos. Auch er ist runderneuert. Alle Gewächse an der Straße wurden heruntergeschnitten und wenn man die Bilder mit Google Street View vergleicht überhaupt nicht wieder zu erkennen. Hier wachsen mehr die Pflanzen, die ich z.T. auch im Garten meiner Eltern wiederfinde. Eine wunderschöne Grünfläche, um mal eine Runde spazieren zu gehen. Im hinteren Bereich wartet ein Froschteich, die Holzskulptur eines gewissen Roger Löcherbach und gleich vorne zur Straße ein angrenzendes Café. Besonders sehenswert die Narzissenwiese, die gerade blühte. Alles relativ übersichtlich, verlaufen kann man sich nicht ;-) . Also nicht daß ihr jetzt denkt, ich wäre ein Botaniker, ohne Schilder an den Pflanzen bin ich häufig aufgeschmissen, aber ich finde so kleine Gärten und Parks einfach entspannend und immer einen Besuch wert.

Street-Food-Market “Schöner Alfred”

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Man könnte fast meinen, daß es vor diesem Wochenende nichts zu essen gab im Ruhrgebiet ;-), denn während das Street-Food-Festival in Duisburg am Samstag, trotz schlechten Wetters, bereits gut besucht war, gab es am Sonntag beim Street-Food-Market in Essen (“Schöner Alfred”) sogar Warteschlangen vor dem Eingang. Auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände an der Frohnhauser Straße 75, manchem dürfte vielleicht der Delta Musik Park bekannt sein (diese Info mußte ich mir aber auch erst einmal anlesen) bildete sich trotz Eintritt von 3,- € p.P. eine längere Schlange quer über den Parkplatz. Ob jetzt “Delta Musik Park” und “Schöner Alfred” gemeinsam dort beheimatet sind habe ich nicht so ganz verstanden, aber vielleicht kann mir das ein ortskundiger Essener mal via Kommentar unter diesem Beitrag erklären.

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Nach rd. 15 Minuten war man bis zur Kasse vorgerückt (am Nachmittag soll es auch schon mal etwas länger gedauert haben) und durfte nach kurzer Taschenkontrolle (keine eigenen Getränke) hinein zum “Schönen Alfred”. Für den Fall, daß es geregnet hätte, hätten dieses Mal die reinen “Zeltstände” den Vorteil gehabt, daß sie überdacht z.T. sogar im beheizten Inneren stehen durften, während die Foodtrucks auf dem Hof Ihre Waren anboten. Ich hatte ja das Vergnügen bereits einen Tag vorher einige Leckereien im Landschaftspark in Duisburg probieren zu können und die Frische der Waren muß auf jeden Fall honoriert werden, aber dennoch sind ein paar Preise diskussionswürdig. Der Oreo Cupcake kostete nach wie vor 3,50 € (war aber auch äußerst lecker) und auch Burger gab’s wie Vortags zw. 5,- und 8,- €. Die Portion Hühnchen in sehr sehr leckerer Erdnußsoße mit einem Klatsch Salat war aber für 4,50 € ein bisschen übersichtlich geraten. Der Nachtisch bestand dieses Mal aus einem Frozen Joghurt (pssst … eigentlich habe ich den zwischendurch gegessen :-) ) und auch er war ohne Einschränkung zu empfehlen.

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Auf dem Hof gab es eine lange Tischreihe, die es einem ermöglichte das Essen zwischendurch auch mal abzustellen, schließlich wollen auch Fotos gemacht werden, und wer sich länger aufhalten wollte (ich war mit Begleitung nur knapp 1 1/2 Stunden dort), der sollte, zumindest am Mittag, auch im beheizten Inneren noch einen Sitzplatz gefunden haben. Am frühen Abend las ich allerdings via Facebook, daß das Essen zum Teil bereits ausgegangen war. Da war der Andrang wohl unterschätzt worden. Hatte ich die Nudeln aus der “Wohnküche” erwähnt? Penne mit Zucchini, Zitronendingswassoße (genauen Namen leider vergessen), Hühnchen, Parmesan und Granatapfelkernen. Auch die waren super lecker :-D .

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Das Gelände selbst ist übrigens etwas verwinkelt und z.T. mit altem Kopfsteinpflaster ausgelegt, so daß man schon ein bisschen auf seine Füße achten mußte. Als Ausgleich dafür gab’s ausgefallene WC Beschilderungen. Lieber auf den Donnerbalken oder zur Lululatrine, ihr habt die Wahl ;-) . Last but not least, der nebenliegende Parkplatz war knapp bemessen, so daß die umliegenden Straßen gut beparkt wurden. Dieser Umstand war aber bereits vorab auf der Facebookseite erklärt worden. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Der nächste Street-Food-Market soll am 10. Mai stattfinden, die weiteren Termine findet ihr hier (ohne Gewähr).