Du meine Emscherperle

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Stell dich mal vor …. ne nicht du sollst dich vorstellen, stell dich mal vor du wohnst im Ruhrgebiet und gehst da hin, wo auch der Kaiser zu Fuß hin geht. Und danach? Wohin geht die Hinterlassenschaft wenn du den Spülknopf drückst? Genau in den Kanal. Als das Ruhrgebiet erfunden wurde, gab’s jedoch keine übergreifenden Kanäle und durch die Absenkungen des Bergbaus wären die auch ständig abgesackt. Last but not least hatte längst nicht jede Stadt eine Kläranlage. Was also tun? Man entschied sich, die Hinterlassenschaft in einen Fluß zu transportieren und von dort oberirdisch in eine weit entfernte Kläranlage. Und der Fluß? Aus dem Fluß wurde die Köttelbecke und das konnte man je nach Windrichtung auch gut riechen.

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Jetzt, viele Jahre später, möchte man den Fluß zurück in seine natürliche Form bringen. Die Senkungen sind fertig gesenkt, der Bergbau ist fertig gebaut, jetzt wird der Kanal endlich unter die Erde gelegt. Die erwähnte Köttelbecke ist übrigens die Emscher und das ganze nennt sich Emscherumbau. Im Zuge des Emscherumbaus entstehen über 400 Kilometer an unterirdischen Abwasserkanalrohren und die Emscher kommt als sauberer Fluß in ihr altes Bett zurück. Und damit man jetzt oben weiß, was unten passiert, hat der EGLV (Emscher Genossenschaft Lippe Verband) die Emscherperlen erfunden. „Die Emscherperlen sind einheitlich gestaltete Vermittlungsmodule in Form eines Kanalrohres, zugleich „Landmarke“ und Informationsquelle“. Öhm … bitte?!? Finger hoch, wer das verstanden hat. Laßt es mich mal mit meinen Worten erklären.

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Die Emscherperlen sind 2,70 Meter hoch und 80 Zentimeter breit, sehen aus wie Ringe aus einem Kanalrohr geschnitten und bieten textliche Informationen zur Emschergenossenschaft und eine Karte des gesamten Streckenverlaufs mit allen Stationen des Emscherumbaus. Darüber hinaus gibt es eine kurze Einleitung zur Geschichte des Standorts und als Clou des Ganzen jeweils eine kostenlose Telefonnummer, über die ihr mit Uwe Lyko alias Herbert Knebel telefonieren könnt. Er erzählt euch dann die komplette Geschichte zum jeweiligen Standort des Emscherumbaus am Telefon. Also laßt euch überraschen, zu Fuß, mit dem Rad oder wie immer ihr an die u.g. Orte kommt und keinesfalls das Handy vergessen.

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Die Standorte der Emscherperlen sind …
Holzwickede: Emscherquellhof
Dortmund: Phoenix See
Dortmund-Mengede/Castrop-Rauxel-Ickern: am Hochwasserrückhaltebecken
Castrop-Rauxel: Wasserkreuz
Herne: ehemalige Kläranlage Herne-Nord
Gelsenkirchen: Blaues Pumpwerk im Nordsternpark *)
Bottrop: BernePark *)
Oberhausen: Läppkes Mühlenbach/Rhein-Herne-Kanal *)
Oberhausen: Holtener Bruch *)
Dinslaken: Emschermündung

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Die mit *) versehenen Emscherperlen habe ich mir bisher angesehen. Vielleicht noch ein Tipp am Rande, wenn ihr an der Emscher seid, ist der Rhein-Herne-Kanal meist nicht weit. Schaut euch doch mal in der näheren Umgebung um. So empfehle ich euch z.B. den tanzenden Strommast „Zauberlehrling“, die Burg Vondern (beide in Oberhausen), den Berne Park (in Bottrop) oder die Zeche Nordstern (in Gelsenkirchen).

10 Jahre Berlin Hauptbahnhof

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Er ist nicht der größte, sondern steht nach Hamburg, München und Frankfurt (Main) erst auf Platz vier der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn, ist aber zugleich der größte Turmbahnhof Europas. Von einem Turmbahnhof spricht man, wenn sich Eisenbahnlinien in übereinanderliegenden Ebenen kreuzen. Von welchem Bahnhof die Rede ist? Gemeint ist der Berliner Hauptbahnhof. Ich erinnere mich noch ziemlich gut, als ich Anfang der 2000’er Jahre zu Lehrgängen in Berlin war. Das ganze Umfeld nordwestlich des Reichstags war eine Riesenbaustelle. Fernbahn, Regionalbahn, S-Bahn und U-Bahn treffen sich in diesem Bahnhof in verschiedenen Ebenen und eine weitere S-Bahn Linie ist bereits vorgesehen. Ziel war es den Bahnhof unbedingt im Jahr 2006 fertig zu stellen, denn 2006 war bekanntlich das Fußballweltmeisterschaftsjahr in Deutschland.

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Damals wollte man der Welt noch zeigen was man kann, was einige Jahre später mit dem Flughafen nicht ganz geglückt ist😉. Was das besondere an der Konstruktion dieses Bahnhofs ist, warum dafür ein historischer S-Bahnhof weichen mußte und was die Folgen der übereilten Eröffnung bis heute sind, könnt ihr bei Wikipedia nachlesen. Wenige Wochen nach der Eröffnung habe ich einen ganzen Nachmittag mit der Kamera im „größten Kaufhaus mit Gleisanschluß“ verbracht. Das kommt mir vor wie vorgestern und mittlerweile bin ich auch einige Male dort aus- und wieder eingestiegen. In diesen Tagen (genauer am 28. Mai) jährt sich der Tag der Eröffnung bereits zum 10. Mal und Berlin feiert das Ereignis mit einem Festwochenende und einer eigenen Webseite unter Gemeinsamfeiern.berlin. Falls ihr also zufällig vor Ort seid, schaut doch mal rein. Falls ihr davon berichtet, hinterlaßt mir einen Link zu eurem Blog.

Japantag in Düsseldorf

Japantag 2016

Bereits zweimal hatte ich einen Anlauf genommen, zum Japantag nach Düsseldorf zu fahren, aber jedes Mal wenn sich der Termin näherte, näherte sich auch schlechtes Wetter. Da der Japantag eine OpenAir Veranstaltung ist, wäre trockenes Wetter von Vorteil. Lt. Wikipedia ist Düsseldorf mit rd. 6.500 (die Webseite der Stadt Düsseldorf sagt 7.000) Japanern die einzige „Japanstadt“ (auch „Japantown“) in Deutschland und veranstaltet seit 2002 einmal jährlich den Japantag. Mit Ausnahme von 2011 (Fukushima) findet dieser jedes Jahr im Mai statt. Japantown ist übrigens ein gebräuchlicher Name für ein Stadtviertel außerhalb Japans, in dem eine große Anzahl von Menschen japanischer Abstammung lebt. Um nicht im Düsseldorfer Parkchaos zu versinken entscheide ich mich von Krefeld aus das Auto auf einen P&R Parkplatz in Meerbusch (Haus Meer) stehen zu lassen und den Rest mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren.

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Man hatte mich ja bereits vorgewarnt, daß es voll werden könnte und in der Tat, es war etwa 13.00 Uhr, als ich am Burgplatz eintraf und der war auch bereits gut gefüllt. Der Japantag wurde gerade offizell eröffnet. Wenn man den Zahlen Glauben schenkt, waren (ausgerechnet) dieses Jahr soviele Besucher dabei wie lange nicht. Kein Wunder bei strahlendem Sonnenschein und knapp 25 Gard lud der Tag auch dazu ein. Ich lasse mich vorwärts schieben und drehe eine erste Runde entlang der oberen Rheinuferpromenade, kehre aber dann auf den Burgplatz zurück, weil nach der Eröffnungzeremonie die Taiko Trommmler „Tentekko Taiko“ zu sehen sind.

Petra Albrecht, die der eine oder andere vielleicht als Moderatorin aus der WDR Lokalzeit Düsseldorf kennt, moderiert mit Miya Suzuki das zweisprachige Programm. Und weil Bilder der Taiko Trommmler lange nicht das aussagen, was man im Bewegtbild sieht, habe ich euch zwei kurze Videos (á ca. 30 Sekunden) zu YouTube hochgeladen. Ich erinnere mich, daß ich die Taiko Gruppe vor einigen Jahren schon mal bei der Extraschicht gesehen habe und überlege, wieviel Gewicht man bei so einem Auftritt wohl verliert😉.

Mehrere Bühnen, auf dem Burgplatz, am Mannesmannufer und auf dem Johannes-Rau-Platz präsentieren ein unterhaltsames Programm (habe ich gehört), denn bis zur Sportbühne am Johannes-Rau-Platz dringe ich nicht vor. Nach ca. 1 Stunde habe ich vielleicht 1000 Meter geschafft. Auf der gesamten Fläche zwischen Burgplatz und Rheinkniebrücke tummeln sich geschätzte 750.000 Menschen. In Zelten kann japanische Schrift oder Origami erlernt werden, junge Frauen können Kimonos anprobieren und vieles mehr. Da vor jedem Zelt lange Schlangen stehen, wechsel ich mal runter ans Rheinufer, um etwas Luft zu bekommen, mache einige Schnappschüsse der Manga und Anime Figuren und bewundere das Durchhaltevermögen der Darsteller, denn einige tragen eine Ausrüstung die im Februar schon warm wäre. Andere nutzen die 25 Grad und sind ihren Vorbildern gleich nur spärlich bekleidet.

Leider war mir nicht bewußt, daß sich die Veranstaltung (ca. weitere 800 Meter) bis vor den Landtag zum Heerlager der Samurai-Gruppe „Takeda“ erstreckte und auch in der Altstadt bzw. vor dem Rathaus Taiko Gruppen auftraten. Hier noch zwei Trommler Videos, die ich auch bei YouTube gefunden habe. Der schnelle, durchgehende Rythmus auf den kleinen Trommeln grenzt schon ein bisschen an Trance, oder:-) ? Ein schöner, anstrengender Tag, den ich 2017 gerne wiederhole. Dann weiß ich auch, daß ich mich ganz nach hinten durchkämpfen muß. Diese und ein paar weitere Fotos gibt’s bei Flickr oder GooglePhotos.

[Kleiner Nachtrag] Wie ich hier las, gab es während der Veranstaltung im Netz (in dem man so herrlich hetzen kann) natürlich auch wieder diejenigen, die über „Japanisierung“, „Mangaverrückte“ und „Pädophile“ schwadronierten. Oh mann, ich verstehe es nicht, wenn’s euch auf den Sack geht, einfach mal die Kresse halten (oder wie war das Wort mit „F“😀 ).

Flachsmarkt 2016

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Wie jedes Jahr, war es auch 2016 wieder soweit. Das Mittelalter lebte auf und rd. 45.000 Besucher kamen an den drei Pfingsttagen nach Krefeld Linn. Auch ich habe mich für einen Samstag früh aus dem Bett gewagt, denn den Vormittag über sollte es trocken bleiben sagte der Wetterbericht. Nun ja, vielleicht hatte er nicht Krefeld Linn gemeint, denn ich war, nach einem ausreichenden Frühstück um 10.15 Uhr kaum auf den Festwiesen angekommen, als es einen kräftigen Schauer gab. Also mußte der gar nicht so mittelalterliche Schirm herhalten. Aber das war’s dann auch, den Rest des Tages jagte der Wind die dicken Wolken über den Himmel und ab und zu kam sogar die warme Sonne zwischen ihnen hervor.

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Im Ritterlager fanden bereits am frühen Morgen die ersten Proberitte statt, bei den Handwerkern wurde gedrechselt und getöpfert, geschmiedet und gefärbt. Es war Pfingsten und das heißt Flachmarkt rund um die Krefelder Burg Linn. Apropos Färben, rote Haselnußblätter färben Wolle grün und Birkenblätter färben sie gelb, das kann man bei einer der nächsten Quizsendungen bestimmt mal brauchen😉. Wie immer habe ich die nicht so stark frequentierte Kasse 3 an der Rheinbabenstraße gewählt. Ausgestattet mit einem kleinen Veranstaltungsheftchen ging es dieses Jahr mal in etwas anderer Reihenfolge über das Gelände.

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Zuerst ging es dieses Mal über den später meist vollen Andreasmarkt auf dem bereits zu früher Stunde der Barbier seine Arbeit verrichtete, dann in die Vorburg, wo der Schmied seinen Kamin anheizte, und in den Burginnenhof, von da aus rüber auf die Ritterwiese und zum guten Schluß über den kleinen und großen Lindenberg (hat nix mit Udo zu tun😀 ). Ich gehöre, das gebe ich offen zu, zu den Besuchern, die lieber gucken (und fotografieren) als kaufen, ganz einfach weil ich nicht so genau weiß, wo ich die zugegeben z.T. sehr schönen Dine aus dem Mittelalter zu Hause platzieren soll.

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So habe ich die Seife aus dem Vorjahr z.B. gerade erst in Gebrauch. Eventuell hätte es noch einen Tick wärmer sein dürfen, aber so war’s auch gut. Vor allem die Standbetreiber dürfte es gefreut haben, dieses Mal nicht in der prallen Sonne stehen zu müssen. Während ich von Stand zu Stand schlendere und die Eindrücke von Keramiker und Buchrestaurator, von Dachdecker und Holzkreiselmacher, von Färber und Seifensieder auf mich wirken lasse, stehen plötzlich zwei Meter hohe Stelzenläufer (in Gestalt von Drachen) vor mir und guckten den Besuchern auf den Kopf😮.

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Auch das weitere Rahmenprogramm, das neben den Ritterspielen dieses Mal auch wieder die Bänkelsänger, einen Entfesselungskünstler und eine Falknershow beinhaltete, konnte sich wieder sehen lassen. Besonders umlagert und als Fotomotiv gerne gesehen waren die Tiere der Tierfilmschule, die zwei kleine Waschbären und ein Frettchen präsentierte. Nach gut 4 ½ Stunden standen mir die Füße wieder mal quer und da die Stände mit Speis und Trank mehr als gut besucht waren, wurde der Besuch der selben verworfen.

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Falls ihr aber in Erwägung zieht im kommenden Jahr selbst mal einen Abstecher zum Flachsmarkt zu machen, es ist selbstverständlich erlaubt die eigenen „Picknicksachen“ mitzubringen. Ich hatte genug gesehen und bevor die nächste dunkle Wolke aufzog, habe ich mich auf den Weg zur Straßenbahn und auf den Rückweg gemacht. Wer noch ein paar weitere Fotos sehen möchte kickt auf Flickr oder GooglePhotos.

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Lieblingspark – Grugapark

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Der Grugapark (1929 aus der Großen RUhrländischen GArtenbauausstellung hervorgegangen) hatte im Winter ja so ein bisschen bei mir verschissen. Ihr erinnert euch, beim Parkleuchten hatte ich eine unangenehme Begegnung mit dem harten Alltag, genannt Fußboden. Aber jetzt wo es ja wieder hell und sonnig ist, verzeihe ich dem Park und mache mich mal wieder auf die Jagd nach bunten Blüten und tieffliegenden Akrobaten der Lüfte. Es ist Vatertag, bestes Wetter und die Greifvogelflugschau aus Hellenthal in der Eifel ist mal wieder zu Gast in meinem Lieblingspark des Ruhrgebiets, im Grugapark. Ich betrete den Park um kurz nach halb elf und mache mich auf den Weg zur Tummelwiese. Dort soll um 11.00 Uhr die erste von drei Greifvogelflugschauen stattfinden.

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Dort angekommen höre und sehe ich zu meinem Erstaunen aber noch keine Greifvögel. Während ich mich noch umgucke, fährt genau in dem Moment der Transporter der Greifvogelstation vor. Mit leichtem Schmunzeln denke ich noch, das hat der „Besuch aus der Eifel“ jetzt davon. Adler, Bussard, Falke & Co. könnten zwar rüber fliegen, standen stattdessen aber auf der A3 im Stau:-). Flugs werden die Tiere ausgeladen, das Publikum begrüßt und um einen Moment Geduld gebeten. Fotografen haben für einen Moment die Chance ganz nah heran zu kommen. Wenige Minuten später beginnt die Flugschau und die Geschichte, die zu den einzelnen Vögeln erzählt wird kommt mir irgendwie bekannt vor.

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Ich glaube, die habe ich genauso schon mal bei der letzten Greifvogelflugschau gehört😉. Macht aber nichts, wer zum ersten Mal dabei ist hört bestimmt begeistert zu. Ich begebe mich etwas abseits der abgesteckten Umrandung, weil ich aus Erfahrung weiß, daß die Adler etwas ausholen, um dann knapp oberhalb der Zuschauerköpfe über die Wiese zu gleiten. Mal sehen ob mir ein paar Schnappschüsse gelingen. Nach rd. 15 Minuten ist die Show rum und man hat noch einmal die Chance einem Weißkopfseeadler nahe zu kommen, während dieser auf dem Arm des Falkners sitzt.

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Die kleine Eule, die zu Beginn der Show vorgestellt wurde, die aber nicht mitgeflogen ist, sitzt mittlerweile im nahen Kirschbaum und genießt den dortigen Schatten. Sie, die Mäuse unter dem Schnee riechen könnte, sitzt ganz ruhig da und macht auf Model. Ist das etwa ein Gähnen? Ja, kleine Eulen sind auch mal müde😀. Mittlerweile geht es auf 12.00 Uhr zu und ich mache mich auf den Weg durch den Rest des Parks.

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Für das nächste Jahr plane ich einen Besuch der Internationalen Gartenausstellung (IGA 2017) in Berlin. Mal sehen ob sich das verwirklichen läßt. Ich erinnere mich an die letzte IGA 2003 in Rostock, die mir sehr gut gefallen hat insbesondere die internationalen Gärten. Die IGA 2017 startet übrigens am 13. April 2017. Mittlerweile bin ich in der Dahlienarena angekommen. In der Arena in Form eines Amphitheaters erstrahlen, nein keine Dahlien, die kommen erst im Spätsommer/Herbst, sondern ein frühlingshaftes Tulpenmeer in den verschiedensten Farben.

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Und mittendrin eine große Liegewiese und ein paar Stühle, von denen ich mir auch einen ergattere und eine Pause einlege. Wenn es einen Lieblingsort im Park gibt, dann zählt der Dahliengarten dazu, selbst wenn da im Mai die Tulpen wachsen:-). Schaut doch mal auf den interaktiven Lageplan http://www.grugapark.de/lageplan.html wo euer Lieblingsort ist. Vielleicht ist es auch das Lindenrund mit der steinernen Speerwerferin und den z.Zt. hunderten von Stiefmütterchen (s.o.) oder das Rhododendrontal, das auch in tollen Farben blüht. Warum war ich in früheren Jahren eigentlich nicht häufiger hier?

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Ihr möchtet weitere Bilder von kleinen Eulen, großen Adlern oder bunten Tulpen sehen? Dann klickt mal wieder auf Flickr oder Google Photos.

Vom Münsterland (Schloß Anholt) an den Niederrhein nach Rees

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Es war ein schöner Samstagmorgen, das Frühstück lag hinter mir und ich dachte darüber nach, wie ich diesen Sonnentag wohl verbringen sollte. Manchmal werde ich gefragt, wie ich an meine Ausflugsziele komme und manchmal frage ich mich das selbst. Mal finde ich etwas, weil ich darüber in der Zeitung lese, häufiger jedoch wenn ich fernsehe. Mit ein bisschen Glück merke ich mir dann zumindest ein Stichwort und erinnere mich einige Tage später daran. Diesmal war es ein Bericht über das Schloß Anholt in der einen Sendung und über die Stadt Rees in einer anderen. Bei der Recherche fällt mir auf, daß die beiden Orte nicht weit voneinander entfernt liegen und so ist ein Samstag mit einem neuen Ausflugsziel am Niederrhein gefüllt. Das heißt Moment, während Rees natürlich noch zum Niederrhein gehört, liegt Anholt (gehört zu Isselburg) ganz knapp außerhalb der Niederrheinregion am südwestlichen Zipfel des Münsterlandes.

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Das Schloß Anholt (kann zu bestimmten Terminen auch von innen besichtigt werden) soll einen schönen Schloßpark haben, den man für 5,- € betreten und besichtigen kann und in Rees hat Ende April die Künstlerin Christel Lechner eine Kunstaktion mit 66 lebensgroßen Betonfiguren gestartet. Das testen wir dann mal. Obwohl die Internetseite „Schloß Anholt“ lautet, handelt es sich, wie ich gerade lesen durfte, um eine Wasserburg, incl. Hotel, Restaurant und Museum. Wikipedia hingegen schreibt „Auch wenn der Name nahelegt, Anholt sei eine Burg, handelt es sich eigentlich um ein Schloss“. Ihr dürft euch also etwas aussuchen, aktuelle Besitzer scheinen jedenfalls die Fürsten zu Salm-Salm zu sein:-). Nun lese ich zum Thema Fürstenhäuser beim Friseur leider die falschen Zeitungen, aber wenn ihr mehr zu Salm-Salm wissen wollt, klickt auf Wikipedia.

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Wie dem auch sei, nach Zahlung von 5,- € am kleinen Kassenhäuschen betrete ich den Park und gehe zunächst über eine Art Waldweg in den hinteren Teil des Parks. Verschiedene Rundwege werden über kleine Schilder gut ausgewiesen. Ich entscheide mich für den blauen Weg, Dauer ca. 1 Std. Später werde ich sehen, die Stunde ist schon gut gerechnet, für Langsamläufer und Bankausruher, als Blogger laufe ich die große Runde in ca. 1 ½ Std. Zwischendurch geht der Weg über eine große, gemähte Wiese, dann wieder in den Wald mit verschiedenen versteckten Ruhemöglichkeiten. Am Ende mündet der Rundweg in einen mit kleinen Hecken abgesteckten Garten mit Brunnen, Reiterstandbild und aktuellen Frühlingsblumen. Der Andrang an Besuchern hält sich an diesem Nachmittag in Grenzen und daß der Mobilfunkempfang ausgerechnet entlang des Golfplatzes am besten war, war bestimmt Zufall😀. Ach ja, einen Irrgarten gab es entlang des Weges ja auch noch. Solltet ihr den Irrgarten nutzen, rechnet noch eine ½ Stunde oder mehr drauf, kommt ganz auf euer Geschick an😉. Wenn ihr euch für das Museum interessiert empfehle ich noch diese Seite www.wasserburg-anholt.de.

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Zum guten Schluß könnte man den Besuch noch mit dem Biotopwildpark Anholter Schweiz abrunden. Der Wildpark gehörte zu früheren Zeiten mal mit zum o.g. Park, mittlerweile ist er abgetrennt und kostet auch gesonderten Eintritt (Erw. 6,50 €). Zitat der Webseite „Sie finden hier an 6 km gut begehbaren Wegen in typisch niederrheinischen und münsterländischen Landschaftsbildern und Biotopen, einen Bärenwald, weiträumige Großvolieren, und Tiergehege“. Ich werde mich beim nächsten Besuch mal dem Tierpark widmen, mache mich für heute aber wieder auf den Rückweg und stoße nach wenigen Kilometern wieder auf den Niederrhein. Ein Ziel auf dem Rückweg, die Stadt Rees. Dort sollen 66 lebensgroße Betonfiguren stehen und die ersten sehe ich auch schon, als ich in die Stadt reinfahre. Ich suche mir einen der ausgeschilderten Parkplätze, auf dem ich zu meiner Überraschung, zwei Stunden mit der Parkscheibe stehen darf, und mache mich auf die Suche.

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Leider habe ich es versäumt, mir einen Plan zu organisieren, den es unter www.rees-erleben.de zum Download gibt. Titel der Betonfiguren Ausstellung „Alltagsmenschen“, also Menschen in Alltagssituationen. Hier steht der Straßenkehrer mit oranger Jacke am Straßenrand , da sitzt die Dame mit Hund gleich neben dem Baum. Drei Damen und Herren tanzen gerade (Musik ertönt sobald man sich dem Bewegungsmelder nähert), die Polonaise geht gleich mit über 10 Figuren über den Marktplatz und am Rheinufer sonnen sich die Figuren mit dem gleichen dickem Bäuchlein, das man ggf. auch selber trägt. Selbst ohne passenden Plan findet man schon gut mehr als die Hälfte der Figuren, wenn man die Augen ein wenig offen hält. Leider, so hörte ich, sollen die ersten Figuren bereits beschädigt worden sein, weil es natürlich immer „Alltagsmenschen“ gibt, die sich aus Langeweile oder Übermut daran auslassen müssen😦.

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Die „Alltagsmenschen“ stehen in Rees vom 24. April bis 24. Juli 2016. Nach dem Besuch des Wildparks werde ich im Laufe des Monats einen zweiten Anlauf wagen und dieses Mal habe ich einen Plan:-). Mehr Fotos: Flickr / GooglePhotos

Mal ein anderes Thema

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Heute komme ich mal mit einem ganz anderem Thema um die Ecke. Seit nunmehr knapp 8 Jahren lasse ich meiner Kreativität hier im Blog freien Lauf. Mal erzähle ich euch von interessanten Wochenendausflügen, aus denen sich vielleicht auch mal ein Ausflugstipp ergibt, das nächste Mal erzähle ich euch einen Schwank aus meiner Jugend und wieder ein anderes Mal was ich im letzten Sommer getan habe (heißt nicht ein Horrorfilm aus den 90’ern „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“? Schlotter …😮 ). Wie dem auch sei, gestern war mal wieder so ein ruhiger Tag im Büro und manchmal habe ich an solchen Tagen das Bedürfnis die Zeit sinnvoll z.B. damit zu verbringen einem richtig wichtigen, spannenden und interessanten Blogbeitrag zu schreiben.

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Da ich momentan aber recht wenig Workshops oder Lehrgänge besuche, auch noch nie auf Konferenzen wie der re:publica war (in NRW als Einzelveranstaltung auch nicht als Bildungsurlaub anerkannt), sind die spannendsten Vorgänge während der Arbeitswoche die Tankvorgänge an der Zapfsäule meiner Tankstelle, verbunden vielleicht noch mit der Frage „Wird im Wischwasser ein Scheibenabzieher mit funktionstüchtigem Schwamm sein“? Ihr seht schon, die weltumspannenden Themen sind das nicht gerade, obwohl getankt wird ja eigentlich immer:-).

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An so einem „ruhigen Tag“ tue ich mich echt schwer, weil mir ab und an einfach mal die Augen zufallen. Das ist der Moment, in dem ich im Büro gerne einen Ruheraum hätte😉. Nein im Ernst, das ist der Moment wo mir mein Blog durch den Kopf geht und ich überlege, reicht es mir über Halde und Zoo, über Berlin oder Krefeld zu schreiben? Schon länger berichte ich nicht mehr über jeden kleinen Ausflug. Aber über welches weltverändernde Ereignis schreibe ich denn jetzt? Ihr seht schon, es ist problematisch. Vielleicht zeige ich euch einstweilen doch lieber ein paar Frühlingsbilder und kehre nochmal in mich bezüglich des Themas. Morgen kommt dann wieder ein Ausflugsbericht😉.

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