Zeche Ewald + Haldentour

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Auf der Halde Hoheward war ich mitlerweile mindestens zweimal (siehe z.B. hier), aber bisher habe ich stets den Treppenaufstieg gewählt. Dieses Mal sollte es die fotogene Drachenbrücke an der Cranger Straße sein. Von hier an geht der Weg in Serpentinen relativ gemächlich den Hang hinauf bis man schließlich am Obelisken das Plateau erreicht. An diesem Sonnenmontag war ich, neben einigen unverdrossenen Radfahrern so ziemlich der einzige der auf die Idee gekommen ist bei 30 Grad auf eine Halde zu spazieren :-D . Aber ich war ja nicht nur wegen der Halde Hoheward nach Herten gekommen. Das eigentliche Ziel war zum ersten die Zeche Ewald. Während sich das Viertel rund um die Zeche zu einem Industriestandort ausweitet, stehen die Reste der ehemaligen Zeche wie Monumente in der Landschaft. In der großen Halle unter dem Förderturm klafft ein riesengroßes Loch und der Malakowturm hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen (und ähnelt eher einem verfallenen Schloß). Aber das Gelände der Zeche Ewald wird fleißig genutzt. Gerade werden die Reste der Gourmetwoche abgebaut und der RevuePalast Ruhr macht von außen auch einen guten Eindruck.

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Hinter der Zeche geht es gleich ein paar Stufen berauf zu einer Art Balkon am Berg, von dem man einen Überblick über das Zechengelände bekommt und von hieraus kann man auch in Richtung Halde Hoheward oder Halde Hoppenbruch starten. Die Tafel am Aufgang gibt einen recht guten Überblick, trotzdem habe ich es vorgezogen wieder hinunter zu steigen und das Auto mit zur Halde Hoppenbruch zu nehmen. Fünf Autominuten entfernt erwartet mich ein Aufstieg durch bewaldetes Gebiet, so daß es einem vorkommt wie in der hügeligen Eifel. Nach wenigen Minuten kommt bereits die Windkraftanlage in Sichtweite und weißt den Weg, der im oberen Bereich leider etwas arm an Schildern ist. Es ist schon ein komisches Gefühl direkt unter dem sich drehenden Rotor der Windkraftanlage zu stehen. Ein leises *wupp* verkündet den jeweils vorbeidrehenden Flügel. Rund um die Windanlage stehen eine Hand voll Skulpturen, die alle irgendwie mit Wind zu tun haben. Leider schienen eben jene Skulpturen schon etwas in die Jahre gekommen, so daß dieses Haldenplateau trotz schönem Aufstieg nicht zu den schönsten gehört, die ich bisher besucht habe.

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Zum Abschluß ging es dann noch auf die schon erwähnte Halde Hoheward, auch wenn ich dort schon alles wichtige kenne, außer eben die Drachenbrücke. Bilder der Haldentour wie gehabt bei Flickr, Sevenload oder Picasaweb.

Schachtzeichen (Halde Hoheward)

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An diesem Wochenende stand einmal Niederrhein und einmal Ruhrgebiet auf dem Ausflugsplan. Hier (weil’s aktueller ist) zunächst mein Eindruck von der Aktion “Schachtzeichen” zur Ruhr2010. Allen die nicht aus dem Ruhrgebiet kommen sei erklärt, daß im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr2010 in dieser Woche (leider sehr wetterabhängig) versucht wird, über 300 alte Schachtanlagen durch das Auflassen gelber Ballons weithin erkennbar und damit den Wandel im Ruhrgebiet erlebbar zu machen.

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Daher war ich am Sonntag auf der Halde Hoheward, um mir das Ereignis von dort aus erhöhter Position anzusehen. Vor 6 Wochen war ich bis auf ein paar Mitstreiter fast alleine auf der Halde, an diesem Sonntag standen die parkenden Fahrzeuge entlang der Cranger Straße (aus Richtung Herne) bereits 1 Kilometer vorher Stoßstange an Stoßstange. Während die meisten Besucher ihre Haldentour an der Drachenbrücke begonnen haben, bin ich vom
Salentinplatz aus über die Treppen-/Stiegenkonstruktion mit 529 Stufen hinauf aufs Plateau [da sag noch einer ich mache keinen Sport :D ].

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Leider war es etwas diesig, aber die Aussicht dafür (wie bereits beim ersten Mal) grandios. Gleich vor der Halde gab es einen Ballon zu sehen und im großen Rund (soweit die Sicht es erlaubte) locker 10-15 weitere. Wahre Menschenmengen und dazwischen unerschrockene Fahrradfahrer bahnten sich ihren Weg über die Halde. Bedauerlicherweise gab es heute auch schon die ersten Vandalismusmeldungen zu einzelnen Ballonen, trotzdem drücke ich allen Machern und Freiwilligen die Daumen, daß die Aktion noch bis zum Ende der Woche durchgestanden werden kann.

Ein paar Bilder folgen wie immer in den bekannten Alben bei Flickr, Sevenload und Picasaweb.

Unterwegs im Ruhrgebiet

In den letzten Tagen hatte ich ein wenig Zeit und zum Glück auch gutes Wetter, so daß ich angefangen habe ein bischen durchs Ruhrgebiet zu reisen. Den Start habe ich auf der Halde Schurenbach in Essen gemacht. Wer immer schon mal wissen wollte wie es auf dem Mond aussieht hat hier die beste Gelegenheit dieses Gefühl kennenzulernen. Nach einem Aufstieg über eine lange Treppe erreicht man die Kuppe und alles was man sieht ist die “Bramme für das Ruhrgebiet“.

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Die Bramme (Bramme = Block aus gegossenem Stahl, Aluminium oder Kupfer) für das Ruhrgebiet ist eine minimalistische Skulptur des amerikanischen Künstlers Richard Serra. Die Aussicht von der Halde geht jedoch weit hinein ins Ruhrgebiet. Kokerei Zollverein, Gasometer Oberhausen, Tetraeder Bottrop, VeltinsArena auf Schalke oder Halde Hoheward sind nur einige Punkte die man sehen kann (wenn das Wetter mitspielt).

Danach war ich im Umspannwerk in Recklinghausen und habe mir die Ausstellung “Elektrisierend – Werbung für Strom 1890 – 2010″ angesehen. Man kann dort nachverfolgen wie der elektrische Strom in deutsche Haushalte und Firmen Einzug hielt. Der erste Fernkopierer ist genauso zu sehen wie der erste Videorekorder (beides riesige Kisten), abenteuerliche Firseurutensilien genauso wie der erste Volksempfänger, irrwitzige Bettwärmer (Drahtspiralen, die mit einem Fön erwärmt wurden) und einen Elektrisierer, der für 10 Reichspfennige Strom durch den eigenen Körper schickte, weil es der Gesundheit zuträglich sein sollte (“Ein Weg zu Kraft und Schönheit” :D ).

Eine eigene Abteilung zeigt dann Werbeplakate zum Thema Strom vom Beginn des 20. Jahrhunderts über die 1930’er Jahre bis in die Neuzeit. In den 30’er und 40’er Jahren schien die Frau bevorzugte Zielperson der Werbung zu sein.

Mutter hat jetzt Zeit für uns, denn Sie kocht elektrisch” oder “Jede Frau ist froh am elektrischen Heißwasserkocher und am elektrischen Herd“.

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Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es dann noch auf die Halde Hoheward (bei Recklinghausen). Diese Halde, an ihrer höchsten Stelle 152 Meter hoch, ist regelrecht touristisch erschlossen, denn Wege führen von verschiedensten Seiten auf die Halde (und das, obwohl die Halde noch aktiv genutzt wird und wächst). Wer es lieber schnell mag, der nimmt den direkten Weg über die Treppen, ich würde sagen gefühlt über 500 Stufen. Dafür lohnt sich der Aufstieg auf jeden Fall. Nicht nur die Aussicht ist berauschend auch das Horizontobservatorium und die Horizontalsonnenuhr ist einmalig (vorausgesetzt die Sonne scheint und die Reparatur des Observatoriums ist abgeschlossen).

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Bilder der beiden Halden gibt’s im Album “Halden im Ruhrgebiet” bei Flickr, Sevenload bzw. Picasaweb oder im Album “Ruhr2010″ (Flickr, Sevenload, Picasaweb).

Im nächsten Blog erzähle ich euch dann von meinem Besuch in der Villa Hügel und warum man in Mülheim einen fahrenden ICE fast mit der Hand berühren kann.