Unterwegs auf der Erzbahntrasse

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Draußen ist es gegen Mittag um die 30 Grad, aber ich mußte das schöne Wetter einfach nutzen. Schon lange wollte ich die Erzbahntrasse von Bochum nach Gelsenkirchen befahren. Umgekehrt wäre es auch gegangen, aber in Bochum zu starten war praktischer, schließlich brauchte ich ein Fahrrad. Mein bereits bekannter Verleiher Nextbike hat seine Räder am Bochumer Rathaus stehen (an der Jahrhunderthalle wäre noch günstiger) und von da aus ist es nur ca. 5 Minuten bis zum Westpark (Startpunkt der Erzbahntrasse). Wenn ihr auch mal eine kreuzungsfreie Fahrradstrecke bei fast gleichbleibendem Höhenprofil sucht, die Erzbahntrasse ist wie geschaffen dafür.

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Was die Erzbahntrasse ist, könnt ihr im entsprechenden Wikipedia Artikel lesen. Wer in Bochum startet, hat auf der gut 10 km langen Strecke die ersten etwa 8 km einen geteerten, ebenerdigen Weg. Auf dem ersten Kiometer geht es leicht bergab, man kann das Rad einfach laufen lassen, natürlich heißt das für den Rückweg, daß man etwas in die Pedale treten muß :-) . Mal liegt der Weg in der Sonne, mal gehts durch schattigen Baumbestand, immer auf dem Bahndamm lang, so daß sich teilweise schöne Ausblicke bieten. Es lohnt sich an der einen oder anderen der zahlreichen Brücken stehen zu bleiben und nach unten zu sehen. Ist dieses Bahngleis noch in Betrieb? Nein es ist mitlwerweile komplett überwachsen. Und das dort? Während ich noch überlege, rollt die S-Bahn unten entlang.

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An der längsten aller Brücken, der Pfeilerbrücke, muß ich mir unbedingt mal einen Blick auf die Brücke von unten verschaffen. An der Stelle wo der Zollverein-Radweg in Richtung Zeche Zollverein in Essen-Stoppenberg abzweigt, zweige ich auch mal kurz ab. Nach etwa 300 Mezern geht ein Weg runter auf die Straße und dieser etwa 500 Meter folgend erreiche ich die Pfeilerbrücke von unten. Die ist hier immerhin 14 Meter hoch und wenn ich mir den Zustand vor der Renovierung auf Wikipedia ansehe, kann ich nur sagen “Respekt”. Kurz hinter dieser Brücke findet man noch einen Teil der alten Gleise, die hier neben dem Radweg verlaufen. Der geteerte Teil des Weges endet und geht in einen festen Schotterweg über. Hier habe ich nach einem weiteren Kilometer gewendet und bin zurück nach Bochum. Wer den Weg bis zum Ende fährt, der landet unweit der Zoom Erlebniswelt an der Grimberger Sichel (über die ich auch schon mal berichtet habe).

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Danach führte mich der weitere Weg, jetzt wieder mit dem Auto, nochmal in das Eisenbahnmuseum in Bochum Dahlhausen. Wenn ich den Betrieb am Eisenbahntag im April mit dem von heute vergleiche, ist das wie der Unterschied zwischen Tag und Nacht. Es ist eben “nur” ein einfacher Donnerstag. Eine Lok wird rangiert, ein paar Fotografen schießen Fotos, die kleine Bahn dreht ihre Runde. Ich drehe eine große Runde über das Gelände, entdecke einen alten S-Bahn Wagen der Berliner S-Bahn, klettere noch in ein 3. Klasse Abteil eines teilrenovierten Wagons und staune immer wieder über die Größe der Dampfloks.

Bilder: Flickr, Sevenload, Picasaweb (Google+)

Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen

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Vielleicht habt ihr ja schon meine Bewegtbilder in der 10. Folge von Reingespült ergänzend bekommt ihr unter Flickr, Sevenload, Picasaweb (Google+) noch ein paar Bilder. Ach ja wovon eigentlich? Vom Eisenbahntag im Eisenbahnmuseum in Bochum Dahlhausen. Das Eisenbahnmuseum besteht immerhin seit 35 Jahren und präsentiert dem Eisenbahnfreund alles was das Eisenbahnerherz begehrt. Zweimal im Jahr gibt es an einem Wochenende den sogenannten Eisenbahntag. Dann kommt alles auf die Schiene was Räder hat.

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Eisenbahntag (einmal im April und einmal im September) bedeutet zwei Tage Volldampf-Betrieb, Fahrzeugvorführungen, Sonderfahrten u.v.m. Dieses Jahr waren Elektroloks das Highlight vor dem 14-ständigen Lokomotivschuppen, dazu eine Lokparade mit Dampfloks aller Größen, Rundfahrten mit historischen Loks und Wagen rund um Bochum und (gegen Unkostenbeitrag von 5,- Euro) natürlich Führerstandsmitfahrten in einer echten Dampflok. Alle paar Minuten rollen Loks auf die 20-Meter-Drehscheibe, die noch in vollem Betrieb ist. Schaut mal auf die Homepage des Museum für weitere Sonderveranstaltungstermine.